Freitag, 6. März 2015

Cheeky Cheeks // Rodial Instaglam Compact Deluxe Contouring Powder


Neben Lippenstiften und diversen fancy Skincare-Produkten schlägt mein Beautyherz vor allem für eine Kategorie ganz besonders schnell: Konturpuder und Bronzer. Was ich früher um jeden Preis vermieden habe (zu viele Orange-Unfälle im direkten Freundinnenkreis), kann ich mir heute aus meiner täglichen Schminkroutine gar nicht mehr wegdenken. Die Gesichtszüge an den richtigen Stellen betont, wirkt der eigene Ausdruck wie perfektioniert. Auch auf den Modewochen dieser Welt begegnen uns immer wieder tragbare und weniger tragbare Versionen konturierter Modelgesichter, die zumindest in mir den Wunsch nach sexy Wangenknochen à la Queen Moss entflammen lassen. Zu diesem Zwecke nach wie vor heiß geliebt: das Tom Ford Shade & Illuminate Cremeduo, doch dieses Mal habe ich mich an die Pudervariante gewagt. NYX' Taupe fiel mir bei all meinen Parfümerie-Besuchen dann irgendwie doch nie in die Hände, bei all den virtuellen Lobeshymnen wird am Hype aber schon etwas dran sein. Mein Testobjekt kommt aus dem Hause Rodial und hört auf den Superkräfte birgend anmutenden Namen Instaglam Compact Deluxe Contouring Powder und schraubte damit meine Erwartungen an die hübsche Schatulle gegen unendlich. Die Nuance überzeugt durch ihre Neutralität schon beim ersten Blick, viele Kollegen erscheinen mir schon da zu orange und sind es beim Auftrag dann erst recht. Mit dem 101 Luxe Face Definer von Zoeva dippe ich vorsichtig in das Puder, klopfe den Überschuss leicht auf meinem Handrücken ab und ziehe unterhalb meiner Wangenknochen eine Konturlinie. Die Farbe ist aufbaubar und ich wiederhole den Vorgang etwa zwei- bis dreimal, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Danach verblende ich das Ganze mit dem 100 Luxe Face Finish Brush, um die Übergänge weicher und das Ergebnis natürlicher erscheinen zu lassen.
Je nach Gusto lassen sich so auch Nasenspitzen verkürzen und Doppelkinnansätze kaschieren.
Absoluter Pluspunkt: die Farbe hält den ganzen Tag und lässt sich auch allover als Bronzer verwenden!
Wie es scheint, hat meine Beautybag also Zuwachs in Form eines neuen Dauerbegleiters bekommen.
Das Konturpuder gibt es in Deutschland übrigens online bei Niche Beauty zu kaufen.

-cheeks like La Moss with Rodial-

Mittwoch, 4. März 2015

Take a Shower // Aktuelle Badezimmer-Lieblinge

Ich bin ein Badewannen-Mädchen und freue mich nach einem stressigen Tag jedes Mal wie bekloppt, in das heiße Nass steigen zu können und die Gedanken einfach mal schweifen zu lassen. Lieblings-CD aufgelegt und Augen zu, #metime ist angesagt! Und natürlich gibt es keine bessere Gelegenheit, um neue Produkte auf Herz und Nieren auszutesten. Welche ich gerade besonders schätze:

1. Grown Alchemist Chamomile, Bergamot & Rosewood Body Cleanser - schon seit ich die australische Kultmarke das erste Mal ausprobiert habe, war ich hin und weg von den wunderbar natürlichen Düften der Produkte.
Nicht aufdringlich, dennoch wahrnehmbar und einfach genau richtig dosiert. Das Duschgel schäumt toll auf und pflegt dank Neroli-, Rosmarin- und Mandarinenöl trockene Haut. Und für Pumpspender bin ich sowieso immer zu haben!

2. Aesop Rose Hair & Scalp Moisturising Masque - mein Dauerbrenner unter den Haarkuren und bereits zwei Mal nachgekauft. Die leichte Textur beschwert die Mähne im Nachhinein nicht und verleiht einen schönen Glanz. Rosenblütenextrakt beruhigt trockene Kopfhaut und verwandelt das heimische Badezimmer olfaktorisch in Rapunzels Märchengarten.

3. &other Stories Moroccan Tea Body Scrub - mein allerallerallerliebster Duft des H&M-Abkömmlings, ich werde mich niemals daran satt riechen können! Ich schwöre auf Peelings und verwende bei jedem Dusch- oder Badegang eines. Auf Dauer wird man mit sagenhaft zarter Haut belohnt, die sogar den Mitmenschen auffällt.
Für neun Euro sind die &other Stories-Scrubs außerdem extrem ergiebig und schön grobkörnig, ich tüte bei jedem Storebesuch eine Dose ein.

4. Korres Mint Tea Peeling - ganz neu auf der Badewannenablage ist die graue Tube meines griechischen Lieblings Korres. Die Textur ist hier etwas sanfter und so gerade für den täglichen Gebrauch geeignet, der Duft erfrischt müde Geister am zu frühen Morgen.

5. Korres Guava Body Butter - was Moroccan Tea bei &other Stories ist, ist die Guava-Serie bei Korres für mich. Glücksgefühle pur! Der Geruch erinnert mich so sehr an Sommer und ist auch der Fave unter vielen Stars (u.a. Scarlett Johansson). Die reichhaltige Textur pflegt nach einem groben Peeling die empfindliche Haut und hinterlässt ein ultra-softes Gefühl. Ob Duschgel, Bodybutter oder Lipcream - von dieser Highfive-Reihe kann ich niemals genug bekommen.

6. Kevin Murphy Full Again Thickening Lotion - eigentlich für feines Haar konzipiert, nutze ich das Produkt vor allem wegen der tollen Feuchtigkeitswirkung. Enthaltenes Bienenwachs umhüllt die strapazierte Mähne und macht sie griffig und geschmeidig, sogar Haarbruch soll sie verringern.

-my current bathtub buddies-

Dienstag, 3. März 2015

Made in Germany // UND GRETEL Naturkosmetik




Naturkosmetik zieht gerade im Skin- und Haircare-Segment immer größere Kreise, kaum eine Beauty kommt an Namen wie Rahua, Tata Harper und Yüli vorbei. Doch was die dekorativen Beautybags angeht, so habe ich den Eindruck, dass der Markt manchmal still steht. Klar, RMS, Ilia und Kjaer Weis sind meine persönlichen Heroes und aus der alltäglichen Routine längst nicht mehr wegzudenken. Aber das Bloggerherz pocht dann ja irgendwie doch stetig auf spannende Neuigkeiten und umso aufgeregter war, ich als ich November letzten Jahres erfuhr, dass Deutschland (!) demnächst mit einem neuen Stern am organic beauty-Himmel auftrumpfen wird.
UND GRETEL (oh yes, the german fairytale) ist das Baby von Make-Up Artistin Christina Roth und Marketingexpertin Stephanie Dettmann, das in den vergangenen vier Jahren zu einer ausgeklügelten Innovation heranwuchs. In der Mode- und Beautyszene heimisch, fiel den beiden Ladies immer wieder auf: lange Haltbarkeit und intensive Farben treffen gerade im professionellen Bereich auf fragwürdige Inhaltsstoffe, die es bei ihrem eigenen Label zu vermeiden gilt. Herausgekommen ist eine sorgfältig ausgewählte Produktrange, fernab vom verstaubten Ökoimage, die alle Basics bietet und mit tragbaren Nuancen überzeugt. Fancy Changierungen und andere Experimente der Makeup-Industrie sucht man hier vergeblich, die Damen setzen auf Komfort und Qualität für jeden Tag. Ich durfte mir bereits ein erstes Bild der Produkte machen:

1. Lieth Foundation - eine pflegende Grundierung, die sofort mit der Haut verschmelzen soll und wunderbar duftet. Lieth bedeutet im Mittelhochdeutschen (aus dem übrigens alle Produktbeschreibungen stammen) so viel wie Licht und beschreibt die dünnflüssige Textur, die das natürliche Hautbild nicht übertüncht, sondern perfektioniert. Gefällt mir außerordentlich gut und geht als Empfehlung vor allem an die Mädchen mit guter Haut raus!

2. Sunne Modellage Powder - definitiv mein Liebling der Reihe! Ich habe mich für Wide entschieden, das hellste Duo der drei Farbkombis. Das leicht rosastichige Puder soll das Gesicht großflächig mattierien und highlighten, der dunkle Ton konturiert die Gesichtszüge und sorgt für einen Look wie vom Profi. Die beigelegten Pinsel aus Ziegenhaar ermöglichen eine exakte Pigmentaufnahme und zaubern ein natürliches Ergebnis, das auch unterwegs problemlos hinzukriegen ist. Für mich gerade in den Wintermonaten eine tolle Alternative zu meinem herkömmlichen Contouring Powder, das dann oft zu hart wirken kann.

3. Wint Mascara - Wimperntuschen und ich, das ist eine neverending story. Mit kurzem Ausgangsmaterial "gesegnet" tut diese Version leider nicht viel für mich. Sie trennt schön und gibt genug Farbe ab, aber Länge und Volumen muss ich mir wohl leider weiterhin aus einer anderen Tube nehmen. Für Girls mit Traumwimpern aber sicher eine lohnende Investition!

4. Knutzen Lipgloss - knutzen kommt von aufeinanderdrücken, knutschen und alleine diese Tatsache katapultiert den Lipgloss schon zu einem meiner Jahresfavoriten! Matte Apricot duftet herrlich nach frischer Aprikosentarte, wirkt nicht aufdringlich und fühlt sich auf den Lippen wunderbar leicht an. Wunderbaumsamenöl und regenerierendes Vitamin E pflegen die zarte Partie babyweich und laden zu ausgiebigen Küssereien ein.
Was will man mehr?

5. Targot Lippenstift - das stilsichere Design erinnert mich an einen puristischen Paul & Joe und dürfte der Hingucker in jeder Beautybag sein! Ich habe mich für Pink Blossom entschieden, ein frühlingsfrisches Pink, das aufgeweckt und gleichzeitig sophisticated wirkt. Die Textur hält ewig und hinterlässt im Laufe der Zeit einen hübschen Stain. Kaufempfehlung! Copper und Wood stehen ebenfalls ganz oben auf meiner Wunschliste.

Ich sage DANKE für dieses deutsche Label, auf das wir alle insgeheim lange gewartet haben! Produkte, die funktionell und ästhetisch zugleich sind und weder das moralische Beautyherz, noch Tierseelen bluten lassen. Kaufen könnt Ihr UND GRETEL derzeit im hauseigenen Onlineshop, bei Green Glam und bei Essenza Nobile.

-so proud of our new german label-

Donnerstag, 26. Februar 2015

On my Wishlist // Copper Chairs


 via AnOther

Dass mir Interiorfragen dieses Jahr wahrscheinlich noch des Öfteren begegnen könnten, habe ich bereits angedeutet. Als Fan skandinavischen Purismus und eleganter Schlichtheit suche ich stets nach Möbeln, die den Raum etwas freundlicher und wohnlicher wirken lassen. Da ist der omnipräsente Kupfertrend natürlich eine der schönsten Möglichkeiten und ich muss zugeben - ich habe mich noch (lange) nicht satt daran gesehen. Das neueste Objekt der Begierde auf meiner imaginären Wunschliste: die famosen Copper Chairs von Dmitry Kozinenko! Gegen einen Hauch Mumok-Feeling in den eigenen vier Wänden hat doch schließlich niemand was.

-interior art by Dmitry Kozinenko-

Dienstag, 24. Februar 2015

Hair Yeah // Rahua Rainforest Grown


Rahua (sprich: ra-wa) ist die vielleicht am meist diskutierteste Haarpflegemarke im Bereich der Nischen- und Naturkosmetikprodukte. Schon lange stehen die hübschen Fläschen mit dem Amorlogo auf meiner totry-Liste, tatsächlich auf meine Mähne haben sie es aber erst jetzt geschafft. Die Story hinter Rahua ist eigenwillig:
bereits seits einigen Jahrhunderten erzeugen die Frauen des Quechua-Shuar-Stammes im Amazonasgebiet ein hochwirksames Öl, das sie Rahua nennen - das angebliche Geheimnis ihres dicken, glänzenden Haares.
In den 90iger Jahren hat sich dann der New Yorker Stylist Fabian Lliguin von diesem Wundermittel inspirieren lassen und die zu dem nativen Öl gleichnamige Pflegelinie kreiert. Im Fokus sollte immer die Behandlung und Revitalisierung von strapaziertem Haar (durch Färben) und trockener Kopfhaut stehen.
Das Geheimnis: das außergewöhnlich kleine Rahua-Molekül dringt tief in den Cortex ein, kittet und repariert den Faserstämm, während es die äußere Schuppenschicht glättet und so zum Glänzen bringt.
Andere Öle legen sich im Gegensatz zu Rahua ledigilich auf die Haarfaser.

Klingt alles ziemlich perfekt, oder? Alleine das nachhaltige Markenkonzept und die Unterstützung der Quechua-Shuar-Frauen, die bis heute das Öl für die Produkte nach traditioneller Art gewinnen, macht das Label schon unheimlich sympathisch. Bei einem Flaschenpreis von etwa dreißig Euro darf der Verbraucher aber auch einiges erwarten. Besonders gespannt war ich auf die beruhigende Wirkung der Kopfhaut, denn dank Klausurenstress und privaten Achterbahnfahrten ist diese momentan mehr als sensibel. In solch akuten Situationen neige ich leider dazu, meine Nervosität durch Kopfhautgekratze zu relativieren, was äußerst schmerzhaft enden kann. Parfümierte Shampoos und Pflegeprodukte sind dann natürlich der absolute Horror und ließen mich schon das ein oder andere Mal kurzzeitig aufschreien. Wie ich es bereits von anderen naturkosmetischen Haarpflegeprodukten kannte, ist auch hier der Duft etwas eigenartig. Auf keinen Fall schlecht, aber eben nicht typisch "friseurfrisch". Mich persönlich erinnert er etwas an Ziegenmilch, streng ist aber anders. Das Shampoo schäumt wunderbar auf, beim Ausspülen quietschen meine Haare regelrecht, was ich liebe. Den Conditioner habe ich bei der ersten Anwendung kurzerhand zur Maske umfunktioniert und eingehend auf meine geschädigte Kopfhaut einmassiert. Der erste Wow-Moment: kein Brennen, sondern eine balsamartige Erfahrung! Schon während des Waschens fühlte sich meine Mähne dicker und gestärkter an, für den ultimativen Glanzeffekt spülte ich kurz mit klarem, kaltem Wasser nach (schließt die Schuppenschicht und reflektiert somit das Licht besser). Um dem Naturkosmetikzauber keinen Abbruch zu tun, durften die Haare an der Luft trocknen. Was ich sah? Eine herrlich gepflegte Mähne. Was ich fühlte? Bis ins Detail beruhigte Kopfhaut! Und das schien mir bis dato wirklich ein Ding der Unmöglichkeit, denn auch diverse Kokosölmasken konnten keine Linderung bringen. Ich teste viele Haarpflegeprodukte und um ehrlich zu sein, funktionieren die meisten auch ganz gut bei mir, gravierende Unterschiede habe ich da in den seltensten Fällen feststellen können. Meine Haare sind dick, trocken und naturgelockt, sie brauchen eine Extraportion Pflege und lieben es ansonsten eher unkompliziert. Bis auf mein geliebtes Phytoneutre-Shampoo kaufe ich wenige Produkte nach, aber Rahua könnte das Blatt wenden. Eine kleine Menge reicht bereits aus, um die volle Wirkung zu erzielen, was den recht hohen Flaschenpreis wieder relativiert. Und mit dem Bonus der Nachhaltigkeit kann man doch wirklich nichts falsch machen!
Fazit: der Hype um die Amazonas-Beauties ist mehr als gerechtfertigt, für mich hat sich quasi eine neue Ära des Haarewaschens aufgetan. Das nächste Produkt auf meiner totry-Liste? Das berühmte Haarelixier!
Rahua bekommt ihr in Deutschland zum Beispiel online bei Green Glam und vor Ort bei Wheadon in Berlin.

-feeling like a jungle queen with Rahua-