Mittwoch, 2. September 2015

Inspiration // Piercing Love




 via Pinterest

2015 war für mich das Jahr der großen Veränderungen, auch optisch. Im Januar habe ich mir mein erstes Piercing stechen lassen, das wäre für mich vor zwei bis drei Jahren noch undenkbar gewesen! Nicht, weil ich es nicht schön fände, im Gegenteil. Ich bin nur ein schrecklicher Angsthase was Schmerzen angeht. Ich habe mich eine gefühlte Ewigkeit durchs Netz geklickt und nach guten Piercingstudios gesucht, Dos und Donts verinnerlicht und letztendlich mehr Schiss vor etwaigen Komplikationen gehabt, als nötig gewesen wäre. Hätten mir meine Freundin und das gute Eisspray nicht beigestanden - ich wäre heute noch piercinglos. Entschieden habe ich mich im Januar für ein einzelnes Forward Helix (Bild rechts unten), das im Laufe der Zeit zu einem Duo oder Triple wachsen soll. Ich finde die Stelle unheimlich chic und graziös und hatte keinerlei Probleme damit. Wichtig ist die regelmäßige Pflege mit einer Tinktur (morgens und abends), die die Wundheilung unterstützt (zum Beispiel Octenisept). Bei Krustenbildung kann ich Lösungen mit warmem Salzwasser empfehlen (aber die verhärtete Stellen bitte niemals gewaltsam entfernen!). Geduld und Vorsicht sind die wichtigsten Begleiter, wenn Ihr euch für ein Piercing entscheidet - bis mein Forward Helix vollständig verheilt war, dauerte es etwa fünf Monate. Letzte Woche bin ich ganz spontan zum Studio gefahren und habe mir ein klassisches Helix stechen lassen, das etwas mehr zickt als mein Erstversuch. Ich bekomme wahnsinnig schnell blaue Flecken und durch die Zange, mit der das Ohr fixiert wird, trage ich nun einen kleinen Bluterguss direkt am Ohr mit mir herum. Nicht weiter schlimm, aber ästhetisch verzichtbar. Aus purer Neugierde klickte ich mich dann die Woche durch Pinterest, Tumblr und co. und wurde erneut vom Piercingfieber gepackt - auf der Wunschliste stehen schon ein Conch und ein Tragus. Habt Ihr Erfahrungen damit? Gerade ersteres soll beim Stechen ja leider höllisch weh tun.

-love my two ear piercings and think about some new stuff-

Dienstag, 1. September 2015

Hermès // Le Jardin de Monsieur Li


Dass Jean-Claude Ellena - Haus- und Hofparfümeur bei Hermès - mit seinem Tagebuch The Diary of a Nose alleiniger Schuldtragender meiner olfaktorischen Leidenschaft ist, dürfte mittlerweile bekannt sein. Alles begann 2010 mit einer Duftreise nach Grasse (übrigens, wie sollte es auch anders sein, die Heimat des Meisters) und eben diesem Stück Literatur. Herr Ellena kreiert nicht nur für Hermès, auch Dufthäuser wie Bulgari, Frédéric Malle oder Amouage gehören zu seinen besten Kunden. Am Hermès-Counter fühle ich mich immer ein wenig wie im Paradies - hier scheint alles genau für mich geschaffen zu sein! Nachdem Un Jardin aprés la Mousson mein diesjähriger Sommer- und Lissabonduft war, habe ich mich ganz arg auf die Neulancierung namens Le Jardin de Monsieur Li gefreut, mit der die Jardin-Reihe ihr fünftes Mitglied begrüßt.

Le Jardin de Monsieur Li ist das Ergebnis einer intensiven Chinareise Ellenas, die ihm die olfaktorischen Geheimnisse dieses berauschenden Landes gelehrt hat. Ein Garten zwischen Realität und Fantasie, ein Ort der Meditation und des Nachdenkens. Ähnlich verhält es sich mit dem Parfum selbst - denn Le Jardin de Monsieur Li ist ein wenig extravaganter, als die gewohnten Bouquets. Die Zusammensetzung scheint recht simpel und ist bei genauerem Riechen doch der eigentliche Knackpunkt. Bittere Kumquat und süßlicher Jasmin halten sich die Waage, Spritzigkeit liefert ein Hauch Minze, der an die kühlende Nässe nach einem Monsun erinnern soll. Meine Nase war ob der wenigen Inhaltsstoffe anfänglich etwas unterfordert. Man versucht hier vergeblich, eine Duftpyramide bestehend aus Kopf-, Herz- und Basisnote ausfindig zu machen, was aber eigentlich europäische Tradition ist. Ein subtiler zitrischer Schleier legt sich um den Träger (der meiner Meinung nach auch ohne Problem männlicher Natur sein kann) und umgibt ihn mit einer verwirrenden Aura. Das Umfeld wird nicht unweigerlich an Parfum denken, wenn ihm die bitteren Kumquat-Noten in die Nase steigen, doch auffällig ist diese Kreation allemal. Erfrischend wie ein Sommerregen, unaufgeregt wie ein weißes Leinenkleid und immer passend wie ein gestreiftes Bretagneshirt. Eine androgyne Hommage an die sommerliche Leichtigkeit, gemacht für Minimalisten und Liebhaber einer dezenten Sillage.


P.S.: in der aktuellen VOGUE gibt es ein tolles Special zu der Entstehungsgeschichte des neuen Duftes zu lesen!

-so happy with the new Hermès perfume-

Montag, 31. August 2015

Love Story // Chanel Les Beiges Volume II


Mein klassisches Les Beiges-Puder ist ein absoluter Fave in meiner Makeup-Routine, zu dem ich häufig und sehr gerne greife. Bei Bronzern bevorzuge ich eigentlich Cremetexturen, weil man sie einfacher verblenden kann und das Ergebnis oft natürlicher aussieht. Die Chanel-Variante ist ein Liebling vieler Visagisten und ich kann den Hype absolut verstehen. Sie verleiht einen soften Bronzelook und funktioniert auch allover, kein Wunder also, dass das französische Kulthaus die Kollektion um dieses Starprodukt erweitert hat. Erst kürzlich wurden Rouges in Puder- und Cremeform lanciert, zwei davon durfte ich testen. Das wunderhübsch gestreifte Harmonie Poudre Belle Mine in 01 Marinière (mit SPF 15) ist für alle helleren Hauttypen konzipiert, bei denen herkömmlicher Bronzer oft too much ist. Das Zusammenspiel von softem Rosé und Apricot soll einen Look wie nach einem Spaziergang an der frischen Luft auf die Wangen zaubern und den Teint zum Leuchten bringen. Der beigefügte Pinsel ist auch ein herrlicher Wegbegleiter, zu dem ich unterwegs gerne greife, weil er schön fest gebunden ist und genügend Produkt aufnimmt. Bei gebräunter Haut dürfte diese Nuance ein gutes Stück zu hell sein, mit meinem blassen Teint harmoniert sie aber toll. Im Produkt selbst sind weder Glitzer noch Schimmer enthalten (was ich sehr begrüße), das Ergebnis ist zurückhaltend, aber effektvoll und taucht die Wangen in einen subtilen Roséschleier. Und: das Döschen ist der eigenen Erfahrung nach zu beurteilen beinahe unerschöpflich, selbst bei äußerst regelmäßiger Verwendung! Beinahe noch begeisterter bin ich aber vom neuen Rougestick, der in der für Chanel typischen und wahnsinnig chicen schwarzen Hülse daher kommt. N°21 ist der hellste Ton in der ingesamt drei Nuancen umfassenden Kollektion und geht in die softe Korallrichtung mit deutlichem Roséeinschlag. Was so toll an diesen Sticks ist? Die Textur! Es handelt sich nicht um ein klassisches Cremeprodukt, die Konsistenz verwandelt sich beim Auftrag nämlich in ein seidiges Puder und ist so ganz easy in der Anwendung, sogar für Anfängerinnen. Derzeit verwende ich den Stick beinahe jeden Morgen, weil das Rouge so herrlich fix verblendet ist (ich schwöre, es dauert keine zwanzig Sekunden) und den ganzen Tag an Ort und Stelle bleibt. Funktioniert übrigens auch prima als Lipstain und Ihr wisst - ich liebe multifunktionale Beautyschätze!

-do you already know the new Les Beiges products by Chanel?-

Sonntag, 30. August 2015

Beauty-Talk with // Jules from Hi I am Jules



Sonntag ist Lektüretag und was könnte sich da besser anbieten, als eine neue Runde Beauty-Talk? Heute habe ich mir die wunderbare Jules von Hi I am Jules geschnappt, deren virtuelles Tun und Handeln schon Ewigkeiten in meinem Feed angezeigt werden. Das sympathische Mädchen mit Traummähne und einer Prise Boho-Chic überzeugt mich immer wieder mit ihrem unaufgeregten Stil und der ausgeprägten Fernwehattitüde.
Auf was Jules beautytechnisch ganz und gar nicht verzichten mag, das lest Ihr jetzt:

1. Liebe Jules, verrate uns Deine ultimativen Top 5, egal ob Pflege oder dekorative Kosmetik!

1. Kérastase Couture Styling Fix Fabolous: das erste Haarspray, das meine Haare nicht verklebt und gleichzeitig dafür sorgt, dass meine Haare auch am nächsten Tag (nach kurzem Ausschütteln) 1a sitzen – außerdem ist die Dosierung durch den etwas anderen Sprühkopf unheimlich einfach.

2. La Roche-Posay Hydreane BB Cream: eine BB Cream, die leichte Rötungen wunderbar abdeckt, nicht zu dunkel oder orange ist und auch sehr trockene und empfindliche Haut den ganzen Tag mit Feuchtigkeit versorgt!

3. MAC Mineralize Skinfinish Natural: es ist mein absolutes Lieblingspuder und ich habe es schon so häufig nachgekauft! Es gibt der Haut einen natürlichen Look, überdeckt gerötete Wangen und wirkt in keinem Moment cakey. Als kleines Plus ist es auch noch sehr ergiebig.

4. & Other Stories Floral Memento Body Mist: Ein Bodyspray, das vor allem im Sommer die perfekte Alternative zum Parfüm ist. Eigentlich war es ein Spontankauf: während ich an der Kasse wartete, stand ein Aufsteller mit ebendieser Flasche neben mir. Nachdem ich einmal daran gerochen hatte, konnte ich das Bodyspray einfach nicht mehr stehen lassen. Seitdem trage ich es – sobald die Tasche groß genug ist – mit mir herum. Der Geruch ist unschlagbar und gleichzeitig wirkt es erfrischend.

5. ANNY Nagellack Endless Summer: Mittlerweile hat dieser Nagellack meine geliebten Rottöne fast abgelöst. Der Lack beginnt erst nach einer Woche zu splittern und die Farbe lässt selbst helle Haut gebräunt aussehen. Gerade im Sommer habe ich diesen Lack ständig auf den Nägeln.


2. Dein ultimativer Geheimtipp, den es zu verbreiten gilt?

Ich verzichte so oft wie möglich auf Kamm und Bürste! Eigentlich kämme ich meine Haare nur vor dem Waschen, danach entwirre ich sie etwas mit meinen Fingern und lasse sie dann an der Luft trocknen – das gibt den Haaren übrigens nicht nur mehr Volumen, sondern auch einen coolen undone oder beachy Look und ist gleichzeitig schonender, denn gerade im nassen Zustand können die Haare schnell brechen.

Da ich jemand bin, der (leider) unter Neurodermitis und trockener Haut leidet, hat es ewig gedauert, bis ich die richtige Body Lotion gefunden habe, auf die ich nicht reagiere und die meine Haut trotzdem pflegt. Seit fast zwei Jahren benutze ich jetzt schon Melkfett Soft – das gibt es in der Apotheke oder auch in der Drogerie, kostet nicht viel und ist effektiv!
3. Vor welchen Flops kannst Du uns bewahren?

Mein letzter Flop war eine teure Creme gegen Rötungen von Clinique. Ich habe keine Veränderungen festgestellt – was an sich zwar doof, aber noch nicht so tragisch wäre, wenn sie meine Haut zumindest gepflegt hätte. Aber was beim einen nicht hilft, könnte für den anderen ja die Lösung sein.

4. Verrate uns Deine Lieblingslabels!
 
Wenn es um Gesichtspflege geht, liebe ich Avène und La Roche-Posay. Bei dekorativer Kosmetik kaufe ich am liebsten bei MAC ein, obwohl ich gestehen muss, dass ich mittlerweile auch häufiger bei Chanel, Bobbi Brown und Givenchy vorbei schaue. In Sachen Haarpflege bleibe ich Paul Mitchell treu – alles andere variiert.























5. Und finally - was hast Du beautytechnisch nach jahrelanger Erfahrung gelernt?

Dass konturieren wirklich einen Unterschied macht und dabei gut aussehen kann, solange man es nicht übertreibt und die passenden Produkte nutzt!

Und dass man die eigenen Haare daran gewöhnen kann, weniger schnell zu fetten. Ich wasche meine Haare mittlerweile nur noch alle 3-4 Tage – seitdem sind sie (und auch meine Kopfhaut) nicht mehr so trocken.


-talked with Jules about her favourite beauty stuff-

Dienstag, 25. August 2015

Reading Stuff // The Original Copy Feature


Wie die Zeit schon wieder rennt! In vier Monaten an diesem Tag werden wir uns hoffentlich alle den Bauch mit sämtlichen Köstlichkeiten vollschlagen und uns über die Geschenke des Vorabends freuen. Wenn ich daran denke, was ich bis dahin aber noch alles erledigen muss, bekomme ich allerdings manchmal Herzrasen. Das wahre Leben hat mich mal wieder voll im Griff und solange es hier nichts Neues gibt, kann ich Euch neben meinem kürzlich erschienen amazed-Feature wenigstens den Artikel auf Swantjes Blog The Original Copy mit mir ans Herz legen. Makeup, Skincare, Nails, Hair und Tools - alles dabei. Enjoy!