Freitag, 17. April 2015

The Brow Thing // Bobbi Brown Perfectly Defined Pencil


Früher war es Mascara, ohne die ich nur ungerne das Haus verlassen habe. Bis ich entdeckte, dass die richtigen Brauenprodukte dem Gesicht so viel mehr Kontur verleihen und ich ohne irgendwie nackt aussehe.
Meine Augenbrauen sind zwar von Natur aus recht füllig, jedoch ebenso hell und damit nicht unbedingt auf den ersten Blick sichtbar. Aktuell liebe ich den Armani Eye & Brow Maestro, aber auch das Catrice-Duo aus der Drogerie ist absolut empfehlenswert. Puder oder Wachs, bei der Textur lege ich mich hier thematisch nicht fest. Bobbi Brown launchte vor Kurzem den neuen Perfectly Defined Long-Wear Brow Pencil, ein Exemplar in Taupe landete auf meiner Kommode. Der ausdrehbare Stift mit angeschrägter Spitze soll einen ultra-präzisen Auftrag ermöglichen (funktioniert), das Ergebnis ist wasserfest und hält selbst die schwitzigste Disconacht aus.
Das integrierte Bürstchen ist ein praktisches Tool, das zum Kämmen der feinen Härchen oder Verblenden der nachgezogenen Kontur verwendet werden kann. Das perfekte Duo für die nahende Festivalsaison und alle Ladies, die es easy mögen!

-make brows not war-

Donnerstag, 16. April 2015

Skin Food // Paula's Choice Skin Recovery Serum


Ich bin ein waschechter Skincarejunkie und liebe beinahe nichts mehr, als mich im Badezimmer einzuschließen und ganz in Ruhe neue und famos anmutende Tiegelchen und Töpfchen auszuprobieren. Dabei steht die Feuchtigkeitsversorgung meiner trockenen Haut immer an oberster Stelle, seit einiger Zeit habe ich zusätzlich diverse Skin Brightening Products für mich entdeckt (dazu bald mehr), die den Teint erstrahlen lassen und bei regelmäßiger Anwendung ein gesünderes Hautbild erzielen können. Außerdem unverzichtbar: Seren! Es gibt sie in gefühlt allen denkbaren Variationen für jedes noch so kleine Problemchen. Bei meiner Nachtpflege schwöre ich aktuell auf Blue Plasma von Perricone MD, das die Haut auf Säurebasis peelt und den verhassten Grauschleier des Winters entfernt. Und morgens? Da ist meine Haut nicht anders als ich und wacht schon vitaminhungrig auf.
Das Skin Recovery Super Antioxidant Concentrate Serum von Paula's Choice kommt seit ein paar Wochen allmorgendlich zum Einsatz und ist zu 100% frei von Duft- und Farbstoffen - Jackpot! Die mit Retinol angereicherte Textur soll trockene und schuppige Stellen bekämpfen und die Haut herrlich prall aussehen lassen. Durch den Mix von Antioxidantien (die unsere Zellen vor freien Radikalen schützen) und Reizhemmern ist das Serum auch für empfindliche Hauttypen geeignet, die leichte Textur zieht super schnell ein.
Spezielle zellkommunikationsfördernde Inhaltsstoffe sollen der Anwenderin sogar beim Kampf gegen Rosazea und Ekzeme zur Seite stehen. Durch das Absetzen der Pille wirkt meine Haut in letzter Zeit oft fahl und neigt gerade im Kinnbereich zu Unreinheiten, seit ich dieses Produkt verwende ist immerhin das Spannungsgefühl verschwunden. Und das Beste: bereits eine stecknadelkopfgroße Menge reicht für das ganze Gesicht, die Tube wird also vermutlich für eine halbe Ewigkeit ausreichen!

-super skin food for dry skin types-

Mittwoch, 15. April 2015

Beauty-News // Lancôme Shine Lover


Es gibt wieder News an der Lippenstiftfront! Nachdem schon das Konzept der Estée Lauder Color Envy Shine Lipsticks eingeschlagen hat wie eine Bombe, zieht das französische Kulthaus Lancôme mit seiner Shine Lover-Serie nach. Gemacht sind sie für alle Ladies, die sich nicht zwischen Pflege und einem klassischen Lippenstift entscheiden wollen oder können, denn Muskatrosenöl, Hyaluron- und Linolsäure halten die empfindliche Lippenhaut stets reichhaltig versorgt. Ein exklusiver Pigmentkomplex lässt die Farben durch Perlpigmente intensiv strahlen, um einen Lipbalm handelt es sich hier also wirklich nicht. Wie Ihr wisst, stehe ich total auf Knallerfarbenkussmünder, doch gerade im Sommer oder in der Hektik darf es auch bei mir gerne etwas seichter zugehen. Ich rede mir ein, dass farblos nicht so recht mein Ding sein will und so habe ich mit den Shine Lovern einen tollen Hybrid gefunden. Durch die pflegenden Inhaltsstoffe wirken meine trockenen Lippen schön prall und gut durchfeuchtet und auch die Farbauswahl von fantastischen 15 Nuancen dürfte die Entscheidung nicht leichter machen. Mein Liebling ist Unconventional, der unaufdringliche Rotton geht einfach immer und verleiht einen verführerischen Kussmund!

-lipstick news from Lancôme-

Dienstag, 14. April 2015

Hermès // Un Jardin après la Mousson


Sommer bedeutet für mich vor allem: olfaktorische Erinnerungen! Egal ob Erdbeereis, die salzige Luft am Mittelmeer, Sonnencreme auf geschwitzter Haut oder Gucci Envy Me, das Parfum, das mich durch die erste Phase richtig krassen Verliebtseins 2007 trug und mir bis heute Bauchkribbeln beschert. Auch wenn sich meine Duftvorlieben im Vergleich zu früher etwas gewandelt haben, so schwirrt mein Kopf trotzdem voller Geruchsmomente und nicht selten habe ich bei Patrick Süßkinds Das Parfum schmunzeln müssen, weil es mir ab und an tatsächlich genauso geht - natürlich ohne die fatalen Ausmaße des Monsieur Grenouilles!
Letztes Jahr liebte ich Maison Martin Margielas Beach Walk, 2013 war es Black Berry & Bay von Jo Malone.
Bei mir hat jeder Sommer seinen eigenen Duft und dieses Mal könnte es Un Jardin après la Mousson von Hermès werden. Eines vorweg: bei Hermès und seiner fantastischen Jardin-Reihe (merci beaucoup, J.-C. Ellena) habe ich immer das Gefühl, die Düfte seien bloß für mich kreiert worden. Das mag leicht abgehoben wirken, aber wer dieses Gefühl kennt, weiß was ich meine. Mir geht keines der Parfums mehr aus dem Kopf, ich schnuppere ständig an meinem Handgelenk und stürze in Parfümerien zuallerst an den Hermès-Counter. Ich will sie allesamt in meinem Badezimmer aufreihen und mich jeden Tag ob der genialen Komposition erfreuen! Den Anfang macht Un Jardin après la Mousson, ein würziger und extravaganter Duft, der sich so vielseitig entwickelt, wie es mein Sommer ihm hoffentlich gleich tun wird.

Un Jardin après la Mousson ist keiner dieser typischen Sommerdüfte à la Kokosnusswasser und aquatischen Salzwasserfloskeln, aber trotzdem hitzig und niemals unterkühlt. Ein Tag am Meer und fröhliche Spaziergänge über bunt blühende Blumenfelder erscheinen mir auf meiner imaginären Assoziationsreise definitiv nicht. Jean-Claude Ellena himself beschreibt den Duft als "ein ausgeglichener, heiterer Ausdruck der nach dem Monsunregen neu erwachenden Natur". Dazu inspiriert hat ihn seine Indienreise, die sich auch in der Zutatenliste wiederspiegelt. Ingwer, Kardamom, Pfeffer, Koriander und Vetiver machen aus dem auf den ersten Blick recht unscheinbar wirkenden Duft ein absolutes Fest der Gerüche! Am stärksten nehme ich den Vetiver und Kardamom wahr, zwei Komponenten, die sich in sehr vielen meiner Lieblingsdüfte finden und oftmals ein Garant für einen neuen Favoriten sind. Der Clou: in Un Jardin après la Mousson befindet sich echtes indisches Wasser, das aus dem Monsunregen gefiltert wird! Einige Beautys schwören auf die Aufbewahrung im Kühlschrank, das soll den erfrischenden Effekt noch verstärken. Doch was ist das Parfum nun, wenn es weder an das klassische Meererlebnis, noch an Mandarineneis to go erinnert? Es ist eine Reise. Eine Reise ins Verborgene, in die Welt der uns Europäer teilweise unbekannten Düfte und eine würzige Auszeit der omnipräsenten Sonnencreme-Koketterie. Ich sehe mich selbst in einem kleinen indischen Dorf, fernab von Großstadtlärm und Hektik, auf einer reich bewachsenen Veranda sitzen. Es ist bereits spät abends, der laue Wind weht mir durchs Haar und dabei nehme ich immer wieder zarte Akzente des Parfums wahr, das so besonders und einfallsreich ist, das mir manchmal die Worte dafür fehlen. Die Pfeffernoten unterstreichen die scharfen Nuancen des Duftes perfekt, ein Eindruck der bleibt. Für mich wird der Sommer 2015 im indischen Dschungel stattfinden, ganz ohne Kokos, Pampelmuse und Aquapower! Ein Meisterwerk, Herr Ellena und schon jetzt ein Dauerbrenner auf meiner Kommode.

-do it like the indians-

Samstag, 11. April 2015

Haircare // Current Products and Routine




Meine Haare und ich, das ist so ein Thema für sich. Seit ich sie vor zwei Jahren gut zwanzig Zentimeter kürzen ließ, befinde ich mich ständig auf der Suche nach den idealen Produkten und war in dieser Zeit nicht selten der Verzweiflung nahe. Denn wer selbst dickes und gelocktes Haar hat, weiß: Schulterlänge ist kein Zuckerschlecken! Seit jeher wurde ich von der Natur mit ein wenig zu viel Volumen ausgestattet, der neue Schnitt wirkte aber bereits an Tag 2 nach der Wäsche wie platt gedrückt. Kummer und Stress taten 2013 ihr Übriges und so hatte ich zum ersten Mal im Leben mit Haarausfall und empfindlicher Kopfhaut zu tun. Letzteres ist mir leider bis heute geblieben, denn in Stressphasen neige ich zum Aufkratzen (bescheuert, ich weiß). Und dann kam Anfang 2015 schon wieder so eine Krisenexplosion, in der ich mir nach und nach ganz dick auf die Stirn geschrieben habe: love yourself! Ich will mich nicht mehr (immer) nach andern richten müssen und besser auf meinen Körper hören. Zufrieden sein mit dem, was man von Haus aus hat, das kann doch gar nicht so schwer sein? Fangen wir doch gleich mit der Haarpracht an. Die wird gerade mit Bierhefetabletten aufgepäppelt (ein Erfahrungsbericht folgt) und ich bilde mir tatsächlich ein, dass die Zotteln flotter sprießen. Von Rapunzelhaar bin ich noch meilenweit entfernt, aber irgendeine höhere Macht hat lange vor mir wohl entschieden, dass ich sowieso an die Ronja-Räubertochter-Front gehöre. Beauty ist ja mittlerweile auch schon in den eigenen vier Wänden zu einer Art Wissenschaft geworden (ich warte ja immer noch auf den entsprechenden Studiengang) und die Labels dieser Welt zieren sich nicht, uns kontinuierlich mehr oder minder erfolgreiche Wunderwaffen vor die Füße zu werfen. Wer Disziplin und ein etwas größeres Interesse aufbringen kann und durchaus bereit dazu ist, den Jakobsweg durch diverse Parfümerien zu gehen, dem wird höchster Wahrscheinlichkeit nach irgendwann einmal der Heilige Gral begegnen und oh là là, so weit bin ich mit diesen Schätzchen wohl gar nicht mehr entfernt:

Rahua Shampoo & Conditioner - diesem fancy Dschungelzeugs wird man auf der Suche nach der potentiell perfekten Pflegepackung zwangsweise begegnen und bis zu meinem Selbsttest erwartete ich nicht allzu viel davon. Heute sage ich: zurecht gehypt, ich liebe Rahua und meine Kopfhaut hält endlich mal die Klappe.
Die ausführliche Review findet Ihr hier.

Oscar Blandi Invisible Dry Shampoo - Trockenshampoo ist nicht nur für Festivalgänger eine der denkbar sinnvollsten Erfindungen aller Zeiten, es holt auch eine nicht mehr ganz so frische Mähne zumindest für einen Tag zurück ins Leben. Ich kaschiere damit gerne einen fettigen Ansatz und schone die Haare somit vor einer verfrühten Wäsche, die ihnen bekanntlich in größeren Zeitintervallen erfolgend besser tut.
Die Version von Oscar Blandi hinterlässt im Gegensatz zu vielen Konkurrenten keinen unschönen Grauschleier im Haar und duftet wunderbar nach Vanillezucker!

Jo Hansford Intensive Masque - die Maske wird im Londoner Salon von den Kunden auch gerne das Wundertöpfchen genannt und soll trockene Haare im Handumdrehen in eine glänzende Pracht verwandeln. Ich liebe die kurze Einwirkzeit von fünf Minuten (funktioniert aber auch als Intensiv-Treatment über Nacht) und die leichte Textur, die nicht beschwert. Zurück bleibt ein geschmeidiges Gefühl und ein Duft, wie frisch vom Friseur!

June Ainscough Bürste - der wohl gröbste Fehler, den ich viel zu lange begangen habe: einfach nicht einsehen wollen, dass es sich lohnt in eine hochwertige Bürste zu investieren. Immerhin besser spät als nie, ist nun der Ferrari unter den Haarbürsten aus dem Kulthaus June Ainscough bei mir eingezogen und ich bin verliebt.
Nicht nur die Schildplattoptik(!) lässt mich nun regelmäßig und vor allem gerne zur handgemachten Bürste greifen, die besondere Anordnung der Kunststoffnoppen sorgt außerdem für eine gute Durchblutung der Kopfhaut und kann auch im nassen Zustand verwendet werden. Sicherlich kein ganz budgetfreundliches Vergnügen, aber hoffentlich eine Anschaffung für die (halbe) Ewigkeit.

-big hair don't care-