Mittwoch, 26. März 2014

Current Spring Cravings



Bevor ich übermorgen aufatmen und das Semester endlich hinter mir lassen kann, versuche ich mir die Lernpausen mit ein paar Beauties zu verschönern. Weil momentan gerade keine Zeit für aufwendige Bathroom-Sessions bleibt, muss ich einmal mehr auf Funktionalität setzen. Die Dr. Hauschka Augenfrische-Kapseln habe ich Euch schon mehrfach ans Herz gelegt und noch immer bin ich schwer begeistert von diesen Wunderampullen. Ich habe immer eine Ladung im Kühlschrank, man weiß ja nie. Ob nun ein wunderbares Frühlingsdate oder ein wichtiges Meeting, damit werden selbst müdeste Äuglein wieder hellwach. Für eine Anwendung teile ich ein Wattepad und träufele den Inhalt einer Ampulle auf beide Hälften. Zehn Minuten einwirken lassen, genießen und staunen! I love this stuff. Auch das berühmte Argan-Öl von Kahina Giving Beauty schenkt mir in den letzten Tagen den benötigten Glow, das Allround-Talent verdient auf alle Fälle den Beautynobelpreis. Wird mein Alltag ein wenig zu hektisch, fängt meine Haut zu zicken an und reagiert auf diverse Einflüsse schnell mal hypersensibel. Das Öl beruhigt und schützt die Diva. Auch meine Nägel müssen bisweilen noch auf Gute-Laune-Farbexplosionen verzichten, weswegen Kure Bazaar's Corso ihr treuer Begleiter ist. Einer der wenigen Lacke, die ich beinahe geleert habe. Diesen Sommer wird wohl ein Nachkauf anstehen, bei dem perfekten Nudeton aber gerne. Und weil ich durch und durch ein Lippenstiftmädchen bin, kann ich selbst an stressigen Tagen nicht darauf verzichten (remember: On a bad day there is always lipstick!). Der hübsche lachsfarbene Ton von Bobbi Brown mit der passenden Bezeichung Salmon lässt die Lippen aufleuchten und sieht herrlich natürlich aus. Ich freue mich schon ganz arg darauf, die Schönheit mit einem gebräunten Sommerteint zu kombinieren!

-my survival strategy when it comes to beauty on stressful days-

Montag, 24. März 2014

Glow // Perricone MD Chia Serum


Seitdem ich auf den unaufhaltsamen Beautyzug aufgesprungen bin, finde ich mich selbst ständig in einem Zustand chronischer Suchattacken wieder. Hat man sich in die Materie erst einmal eingelesen, fällt es einem plötzlich wie Schuppen von den Augen: wie konnte man ohne dieses Produkt bloß so lange überleben? Und wenn eine Neulancierung Glow und ein Healthy Finish verspricht, bin ich ja gar nicht mehr aufzuhalten. Skincare reizt mich noch einen Ticken mehr als all die hübschen dekorativen Kosmetikprodukte, meine trockene Haut lechzt förmlich nach Aufmerksamkeit. Diesen Winter ist die dank extrem milder Temperaturen noch einmal glimpflich davon gekommen, überraschende Neurodermitis-Ausbrüche blieben mir glücklicherweise erspart. Um diesen Zustand der Zufriedenheit dauerhaft zu halten, benötigt es natürlich ein klein wenig mehr als den Gutwillen eines Wettergottes. Dass Overnight-Masken und diverse Pflegeöle längst zu meiner Routine gehören, dürfte mittlerweile bekannt sein. Doch all die Schönheiten da draußen, vorzugsweise meine liebsten GB-Girls, schwärmen von Seren für tagsüber. Damit war ich bis dato völlig unvertraut und konnte mir darunter nicht wirklich etwas vorstellen. Ein Serum bedeutete für mich immer den vollen Pflegekick, den ich abends liebe, aber tagsüber als eher störend empfinde. Bis ich auf das Chia Serum von Perricone MD stieß (genau, das Label, das diesen gehypten No Concealer-Concealer auf den Markt gebracht hat).

Chia Samen stammen ursprünglich aus Mexiko und werden sogar kommerziell angebaut, weil sie eine ordentliche Ladung an Proteinen, Vitaminen, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren in sich vereinen. Allesamt grandios für empfindliche Haut, auch ihr positiver Effekt auf einen stumpfen Teint ist bewiesen. Ich verwende den edlen Tropfen seit gut zehn Tagen und bin sprachlos. Das kleine Fläschen hat meinen bisherigen Spitzenreiter in Sachen Seren ANRS um Längen überholt und ich bin mir beinahe sicher, meinen heiligen Gral gefunden zu haben. Die fettlösliche Textur sieht aus wie Wasser, verwandelt sich auf der Haut aber zu einem reichhaltigen Öl, ohne dabei jemals speckig auszusehen. Ich kann das Chia Serum sogar morgens vor meiner Schminkroutine verwenden und werde den ganzen Tag über mit einem dewy Glow belohnt. Ein bis zwei Tropfen reichen für das gesamte Gesicht und Spannungsgefühle sind längst in Vergessenheit geraten. Zudem riecht es wunderbar warm, ein wenig nach frischen Mandeln, aber definitiv nicht Marzipan-mäßig (bäh). Das Wundermittel ist ein bisschen wie 24h extrem gesunde Ernährung, eben von außen zugeführt. Ich fühle mich so gut damit, dass es mir beinahe irreal vorkommt. Doch wie man schon länger weiß - Wunder gibt es immer wieder.

-my new holy grail for dry and sensitive skin-

Samstag, 22. März 2014

Das Lip Crayon-Battle // Organic vs. High End



Gerade sind sie in aller Munde und in der Beautyszene schwer angesagt - Lip Crayons.
Dem Hype stimmt ich ohne Widerrede zu, denn auch ich bin mittlerweile bekennender Fan. An Weihnachten fand ich den famosen Nars-Stift in Majella  unterm Tannenbaum und bin spätestens seit diesem Tag Verfechter der Buntstift-Dynastie. Sie sind echte Allrounder, funktionieren als Base und Lippenstift und lassen sich im Nullkommanichts auftragen. Zudem sind die Genies extrem platzsparend, die Farbpalette mal ganz außen vor gelassen. Sogar die Organic Labels springen auf den Trendzug auf und bringen haufenweise tolle Stücke auf den Markt. Doch worin besteht der signifikante Unterschied zwischen Natur- und High-End-Kosmetik, gerade auf diese Chose bezogen? Neben meinem geliebten Bobbi Brown Pencil besitze ich wie gesagt die Königin dieser Thematik von Nars und seit einigen Tagen eine NK-Variante von Ilia. Genügend Zeit für einen ausgiebigen Vergleich fand ich dank Semsterferien und das Ergebnis will ich Euch nicht vorenthalten:

Wie oben bereits angedeutet, sind Lip Crayons multifunktionell und vielfältig einsetzbar. Ganz klassisch im vorgesehenen Sinne als Lippenstift oder als Helfer für ein wenig zickige Lippenstifte, der Zweck ist glücklicherweise nicht durch einen Tunnelblick festgelegt. In akuten SOS-Situationen verwende ich sie auch gerne als Cremerouge-Ersatz, wobei die meist hohe Pigmentierung aber ein wenig Übung erfordert.
Übrigens benötigt man unter diesen Stiften keine extra Lippenpflege, denn die wurden bereits integriert.
So ist die empfindliche Mundpartie vor dem Austrockenen geschützt und sieht immer schön geschmeidig aus.
Bei den Punkten Haltbarkeit, Auftrag und Preis sind mir in beiden Kategorien keine deutlichen Unterschiede aufgefallen, lediglich die Farbpalette unterscheidet sich. Wer auf großes Kino à la Old Hollywood steht und gut und gerne mal das Haus mit knallrotem Kussmund verlässt, der sollte sich bei den Labelgiganten wie Nars und Bobbi Brown umgucken. Die Nuancen reichen von Orange, über Rot bis hin zu Pink und sind so gut wie immer extrem hoch pigmentiert, ein Schwung reicht meist völlig aus. Für mich persönlich sind es Partytools, die besonders nachts super funktionieren, aber auch im Alltag als leicht aufgetupfter Look toll aussehen. Wer nun mehr der natürliche Typ ist oder sich noch ein wenig vor intensiven Farbfeuerwerken scheut, dem sei ganz besonders Ilia (in Deutschland bei Amazingy erhältlich) empfohlen. Neben den grandiosen Lipsticks der Marke sind die Lip Crayons längst zum Kultobjekt innerhalb der NK-Lovers avanciert und das völlig zurecht.
Die Bandbreite an Nuancen ist nicht wirklich groß, dafür universell und für jeden Anlass geeignet. Ich habe mich für Iko Iko entschieden, ein dezenter Bronzeton mit warmem Schimmereffekt, der besonders gut mit einem gebräunten Teint harmoniert und deswegen ein Holidaypiece ist. An alle Mädels, die mit dem Lippenstiftthema nie ganz warm wurden oder noch nach dem Richtigen suchen: try it! Einen eindeutigen Sieger gibt es in diesem Wettkampf ausnahmsweise mal nicht, es kommt ganz auf Eure Experimentierfreudigkeit an.

Auf meinem Instagram-Account gibt es übrigens immer mal wieder Tragebilder zu sehen.

-love the hype about the new lip crayons-

Mittwoch, 19. März 2014

Look // The New Natural





Es ist so ziemlich genau die gleiche Chose, wie sie uns auch oft in kulinarischer Hinsicht begegnet - das Simple gestaltet sich gerne als das Komplizierteste. Denn in Wahrheit sind es doch meist die einfachen Dinge, die in ihrer Umsetzung nach absoluter Perfektion und Vollkommenheit streben und nur selten Fehler verzeihen. Es gibt schlichtweg zu wenig Fluchtwege - Form, Geschmack, Farbe oder Geruch, skizzenhafte Erstentwürfe werden nur lieblos belächelt. Und ein ähnliches Phänomen kann ich bei mir gerade in Sachen Make-Up beobachten. Ich werde mutiger, traue mich an gewagte Farben und baue meine Sammlung um immer mehr grandiose Stücke aus. Und dann sehne ich mich nach Schlichtheit in ihrer reinsten Form. Es mag einem suspekt erscheinen, doch meine Skills im Natural Look werden momentan täglich trainiert. Ein makelloser Teint, filmreife Lippen oder der berühmt-berüchtigte Dewy Glow - alles Übungssache. Mittlerweile haben sich ein paar Produkte etabliert, die allesamt vom Branchenprimus MAC stammen. Anführer der unscheinbar wirkenden Truppe ist mit Sicherheit der wunderschöne Blush mit dem herzzerreißenden Namen Baby don't go. Ein warmes Beige, das mich an unbeschwerte Strandtage erinnert und einen Hauch Farbe ins Gesicht zaubert. Eignet sich auch grandios zum Konturieren und als Lidschatten und ist somit ein echtes Allroundtalent. Mein Mineralize Skinfish Powder in Perfect Topping aus der aktuellen A Fantasy of Flowers-LE lässt mich an müden Tagen strahlen und rundet das Erscheinungsbild gekonnt ab. Das schimmernde Puder ist in vielen unterschiedlichen Tönen marmoriert und arbeitet als subtiler Highlighter. Am liebsten trage ich es mit meinem Zoeva Stippling Brush auf, das verstärkt den natürlichen Effekt noch und sieht viel zärter aus, als wenn ich es beispielsweise mit einem normalen Puderpinsel auftragen würde. Rubenesque gehört zur famosen Paint-Pot-Familie und wir von vielen Beauties gefeiert. Die Pfirsisch-Nuance changiert im Sonnenlicht herrlich und lässt sich solo, als auch als Base einwandfrei verblenden. Nur die Haltbarkeit könnte meiner Meinung nach ein wenig langlebiger sein.
Mein Tipp: habe ich am Abend zuvor etwas Selbstbräuner in die Nachtcreme gemischt und wache morgens mit einer dezenten Bräune auf, tupfe ich Rubenesque leicht auf die Lippen auf, nachdem ich sie mit Concealer grundiert habe. Sehr sommerlich und hält den ganzen Tag! Patisserie ist ohne Zweifel einer der Klassiker im MAC-Sortiment schlechthin. Der warme Nudeton steht beinahe jeder Frau und verleiht den Lippen dank kleinster Glitzerpartikel einen schönen Schimmer. Ihr werdet es Euch sicherlich schon denken können, er ist einer dieser Go-to-Lippenstifte, die auch zwischendurch perfekt funktionieren und absolut patzerfrei sind. Für Beautyneulinge und Naturliebhaber sicherlich ein Sammlerstück!

-the most gorgeous products from MAC's natural range-

Freitag, 14. März 2014

Beauty Classics V // RMS Beauty Living Luminizer


Ich besitze ihn seit gestern und vielleicht mag meine Lobeshymne ein wenig überstürzt sein. Aber die Erfahrung zeigt, dass Liebe bei mir nur dann wahre Liebe sein kann, wenn ich mich von Anfang an und ohne Rücksicht auf Verluste kopfüber in das Abenteuer hineingestürzt habe. Der Living Luminizer von RMS Beauty ist ja nun auch kein völlig neues Terrain, man liest viel bis sehr viel über das Wundermittel und Highlighter sind seit gut einem Jahr sowieso nicht mehr aus meiner Schminkroutine wegzudenken. Angefangen hat alles mit Sunbeam von Benefit, den ich immer noch sehr liebe. Gerade zu einem leicht gebräunten Teint passt das flüssige Gold perfekt und ist preislich auch gut zu verkraften. Ob es nun die cremige oder pudrige Textur endgültig auf den Thron schaffen wird, darüber bin ich mir noch nicht so ganz im Klaren, momentan siegt aber die Cremeversion, was sicher auch an meiner trockenen Winterhaut liegt. Auch der Living Luminizer überzeugt ähnlich wie sein Buriti-Bronzerkollege durch geniale Inhaltsstoffe und pflegt schön zart. Was ich an dem Kulttiegel besonders toll finde?
Dass die Farbe weder warm noch kühl ist und so wirklich allen Ladies schmeichelt. Ich kann keine eindeutigen Gold- oder Silberpigmente ausfindig machen und finde den Glow, den er zaubert einfach nur hinreißend. Für mich bedeutet Naturkosmetik schon lange nicht mehr nur eine überschaubare Liste an guten Inhaltsstoffen. Es ist dieses natürliche Finish, die sie scheinbar so mühelos hinbekommt und das ich so sehr liebe. Gerade Mädels mit perfekter Haut brauchen meiner bescheidenen Meinung nach nicht viel mehr als einen bombastischen Highlighter und eine gute Wimperntusche, die Kombi ist rekordverdächtigt und funktioniert einfach immer. Zur Zeit trage ich die balsamartige Konsistenz gerne auf den oberen Wangenknochen und dem Nasenrücken auf, wenn mir richtig nach Glamour Glow zumute ist, kommen noch die inneren Augenwinkel und das Lippenherz dazu. Eine kleine Menge in die Tagescreme gemischt ersetzt in Windeseile ein komplettes Make-Up und sieht herrlich frisch aus. Zulegen könnt Ihr euch das Schätzchen übrigens bei Amazingy oder Niche Beauty. The stage is yours!

-I think I found a new favourite highlighter, the famous Living Luminizer-

Donnerstag, 13. März 2014

Feelslikesummer // Chanel Les Beiges Powder




Das französische Modehaus trumpft immer wieder mit neuen, beinahe unglaublich perfekt erscheinenden Schätzen auf. Wem die Couture des Großmeisters Lagerfeld dann doch ein wenig zu teuer ist, der muss nicht gänzlich auf das sagenumwobene Chanel-Feeling verzichten und darf sich in der Beautyabteilung austoben. Wimpernzange, Cremebronzer, Highlighter, die Damenwelt greift bei der gelungenen Auswahl gerne mit beiden Händen zu. Ich bin eine gefühlte Ewigkeit um die berühmten Les Beiges Puder herumgeschlichen und wusste nicht recht, was ich damit anfangen soll. Ihr wisst, ich bin ein Bronzermädchen und habe meine Scheu davor längst erfolgreich abgelegt (und diesen Schritt übrigens niemals bereut). Der richtige Farbton zaubert Barbados-Bräune in fahle Gesichter und macht Rouge gerne mal überflüssig. Doch diese Puder sind nach allgemeiner virtueller Meinung eher eine Symbiose aus Bronzer und normalem Deckpuder (und letzteres benutze ich so gut wie nie). Nach langem Überlegen durfte N°50 bei mir einziehen und ich bin verliebt. Alleine der Duft weckt edle St.Tropez-Assoziationen in mir, die buttrige Textur gleitet easy peasy über die Haut und hinterlässt einen tollen Glow ohne dabei jemals ins Orange zu driften. Was ich ganz besonders schätze, ist der kleine beigelegte Pinsel. Er ist schön festgebunden und eignet sich so prima zum Konturieren, ein Bonus, der nur wenigen inclusive Brushes gegönnt ist. Mein liebster Look ist ganz simpel und besteht aus einer Minimalanzahl an Produkten: auf die gereinigte Haut gebe ich einen Klecks des Clarins Lisse Minute Autobronzant, der den Teint subtil vortönt, danach gehe ich mit einem großen Puderpinsel großzügig über das ganze Gesicht und verteile die feinen Partikel. Besonders der Haaransatz darf dabei nicht zu kurz kommen. Danach wird noch schnell mit dem Chanel-Pinsel konturiert, ordentlich Wimperntusche aufgetragen und die Augenbrauen betont. Fertig ist der Strandlook! Ich träume bis Juni dann noch ein wenig von Sonne, Sand und Meer und genieße jedes Öffnen der schönen Dose aufs Neue. Dauerurlaub für einen knappen Fuffie Ladies, das müsst ihr erst einmal finden! Und ganz nebenbei ist die Farbpalette so breit, dass selbst Schneewittchen ein wenig Hawaii-Luft schnuppern können.

-absolutely adore the Chanel Les Beiges Powders-

Montag, 10. März 2014

James Heeley // Esprit du Tigre


Ich hatte es bereits angekündigt - 2014 soll (m)ein Duftjahr werden. Dabei habe ich mich längst von der Idee verabschiedet, ein Ein-Duft-Mädchen sein zu wollen. Wieso auch? Wenig ist in der Beautybranche so dermaßen spannend, wie die Bandbreite olfaktorischer Kreationen., die zudem schier unerschöpflich scheinen. Alleine die Nischenlabels, die es zu entdecken gilt rauben mir den Verstand. Eigentlich hatte damals alles mit Jo Malone angefangen, mittlerweile sind auch Marken wie Terry de Gunzburg, Amouage, Byredo, Penhaligon's, Nasomatto und James Heeley keine Fremdworte mehr. Meine Parfumneugierde ist geweckt und es macht so unglaublich viel Spaß! Ich bin ein Mensch, der Düfte stets mit Erinnerungen verbindet, was die ganze Thematik noch zu einem weitaus komplexeren Gebiet macht. Gucci Envy Me ist der Duft meiner frühen Jugend, erinnert mich an die erste richtige Verliebtheit und lässt noch heute die Serotonin-Produktion in mir auf Hochtouren laufen. Tragen würde ich es wohl nicht mehr, doch bei jedem zufälligen Aufschnappen dieses Wässerchens schwebe ich für kurze Zeit in anderen Sphären, ein wahnsinniges Glücksgefühl. Das alles hört sich sehr nach dem Tagebuch eines Drogenkonsumenten an und wenn man so will, stimmt das auch. Parfums sind meine Droge. Der Einstieg gestaltet sich ein wenig schwierig, denn seien wir mal ehrlich - wo anfangen? Bei mir waren es Klassiker wie Jil Sander Sun, Miss Dior Chérie oder Narcisso Rodriguez for Her, die das Interesse weckten. Heute finden sich nur noch wenige Düfte bekannter High End-Labels in meiner stetig wachsenden Sammlung, lediglich Chloé by Chloé und Prada Infusion D'Iris kann ich aufs Verrecken nicht verbannen. Aber warum auch, denn Meisterwerke gibt es auch abseits der verworrenen Seitenwege, die meist in sündhaft teure Parfumhäuser führen. Bücher wie Das kleine Buch der großen Parfums von Luca Turin und Tania Sanchez, das die einhundert wichtigsten Klassiker der Parfumgeschichte vorstellt oder The Diary of a Nose von Jean-Claude Ellena machen große Lust auf Duftabenteuer und bieten meiner Meinung nach die perfekte Basis, auf die es aufzubauen gilt. In unregelmäßigen Abständen will ich Euch nun die kleinen und großen Wunder der Industrie vorstellen, meine Highlights hervorheben und immer wieder Wissenswertes vermitteln.

Den Anfang macht Esprit du Tigre von James Heeley. Der britische Parfumeur legt größten Wert auf Ästhetik und Puristik, seine Düfte sind so klar wie ein kalter Gebirgsfluss, die Essenzen wertvoll und nach dem Maßstab höchster Qualität ausgewählt. Menthe Fraîche brachte ihm einen respektvollen Ruhm ein, Heeley gelang quasi die Entwicklung der salontauglichen Minze, zumindest in rein olfaktorischer Hinsicht. Esprit du Tigre ist ein balsamischer Duft, sehr stark ohne dabei jemals aufdringlich sein zu wollen. Kampfer, Kardamom, Vetiver, Nelke, Schwarzer Pfeffer und Zimt bilden die warme Basis. Pfeffer- und grüne Minze bringen eine ordentliche Portion Frische hinein, ohne diese schrecklich aquatischen Assoziationen in mir auszulösen. Denn Davidoffs Cool Water ist mein persönlicher Inbegriff eines unangenehmen Parfums. Diese Nuancen, die angeblich nach der weiten See und Freiheit riechen sollen gelingen so gut wie nie. Deswegen habe ich Pfefferminze und grünen Tee als meinen eigenen Frischelieferanten lieben gelernt. Esprit du Tigre erinnert an einen ausgiebigen Tag im SPA, ist wie eine innige Umarmung oder ein Abend vorm Kamin. Ein Wohlfühlduft ohne aufdringliche Vanilleessenzen, die bei empfindlichen Nasen gerne mal Kopfweh auslösen. Direkt nach dem Aufsprühen bemerke ich eine wahnsinnig angenehme Kühle durch die enthaltenen Mentholnoten, die beinahe wie Eukalyptus wirken. Danach dämpft sich EdT zu einem subtilen Kuschelduft und ist den ganzen Tag über wahrnehmbar. Ich würde ihn Schalduft nennen, denn das ist einer der Düfte, die ich am allerliebsten in meinem dicken Wollschal rieche. Das Tolle: Heeley arbeitet nach dem Prinzip des Unisexduftes und entwickelt all seine Kreationen für Damen und Herren gleichzeitig. Ein super spannendes Labels, das ich auch weiterhin ganz genau im Auge behalten werde!

-I am so in love with all the wonderful perfumes in this world-

Sonntag, 9. März 2014

Spring Essentials // Rouge Bunny Rouge

Es gibt sie immer wieder - Labels, die mir durch ihre Philosophie oder Aufmachung auch auf lange Sicht im Gedächtnis bleiben. Es sind vor allem die etwas unbekannteren Marken, neben all den großen High-End Giganten. Über Rouge Bunny Rouge bin ich bewusst erst letztes Jahr gestolpert, war von der märchenhaften Umsetzung aber sofort angetan. Alleine die Produktnamen könnten aus Alice im Wunderland stammen und dürften jedes verträumte Mädchen noch ein klein wenig romantischer werden lassen. Ganz besonders verliebt habe ich mich in die illuminierenden Emulsionen, Flüssighighlighter as its best. Auch wenn ich nicht wirklich weiß, wie ich dieses verhältnismäßig große Fläschen jemals aufbrauchen soll - ich liebe es und es erinnert mich entfernt an die edlen Armani-Flakons. Meer der Ruhe ist eine leicht pinke Variante, die gerade müde und matte Haut wieder vitaler erscheinen lässt. Die Glitzerpartikel sind sehr subtil, für meine Begriffe sehr viel feiner als sie beispielsweise im berühmten High Beam enthalten sind und somit perfekt für all diejenigen geeignet, die sich vor der Flittermanie noch ein wenig fürchten oder es eben schlicht und ergreifend dezenter mögen. Mein Tipp: trage ich Klamotten, in denen Arme und Dekolleté freiliegen, mische ich einen Klecks der Emulsion in meine Bodylotion. Verleiht einen tollen Glow und sieht sehr luxuriös aus. Auch Delicata ist eher ein leiser Geselle, das Rouge kommt wohl nicht umsonst in der Unschuldigen-Serie daher. Beschrieben als ein nudy Rosé-Beige, verleiht es Kontur und lässt mich selbst in der Früh strahlen. Für mich definitiv ein Nachkaufprodukt, das nicht zuletzt durch die butterweiche Konsistenz überzeugt. Auch Tragekomfort und Haltbarkeit sind überdurchschnittlich gut. Kaprice ist ein herrlicher Alltagslippenstift in absoluter Vollkommenheit, selten habe ich eine so angenehme Textur erlebt.
Ein elegantes Himbeerpink, das besonders schön zu den blasseren Schneewittchen passt.
Ein YLBB-Kandidat, der sich ohne Spiegel auftragen lässt. Und mit all den hübschen Schätzchen verbringe ich nun den ersten richtig warmen Frühlingstag auf der heimischen Wiese. Mit Bier und Merguez versteht sich!

-do you know the fabulous label Rouge Bunny Rouge?-

Donnerstag, 6. März 2014

Das Detox-Battle // Tiefenreinigungsshampoos


Aus meiner Haarpflegeroutine sind sie mittlerweile längst nicht mehr wegzudenken - die Rede ist von Tiefenreinigungsshampoos. Wer gerne mit sämtlichen Stylingmitteln, fancy Catwalk-Produkten und anderen, eigentlich oft unnötig beschwerenden Pasten und Fluids hantiert, sollte unbedingt über eine regelmäßige Verwendung dieser SOS-Helfer nachdenken, soweit noch nicht geschehen. Denn das Prinzip ist denkbar einfach und super funktional. Durch diverse Wirkstoffe in konzentrierter Form werden Produktrückstände, aber auch Resultate verschiedener Umwelteinflüsse aus den Haaren "gezogen", die diese stumpf und leblos aussehen lassen können. Eine solche Detox-Kur sollte allerdings nicht öfter als einmal die Woche durchgeführt werden, ich tendiere sogar zu alle zehn Tage. Die Inhaltsstoffe trocknen die Mähne gerne einmal aus und auch das Shampoo an sich sollte nicht unbedingt länger als zwei Minuten das Köpfchen schmücken. Ihr seht: keine Pflegebombe. Doch das wollen sie auch gar nicht sein, denn auf die nachfolgende Portion Haircare (die dann bitte bitte Pflicht ist!) bereiten sie bestens vor, indem sie unser Haar quasi auf einen Nullstand zurückfahren. Mein Evergreen ist Phytoneutre der französischen Kultmarke Phyto, die Inhaltsstoffe sind super, der Duft nach Eukalyptus einfach unschlagbar genial und auch der Preis mit gut zehn Euro noch im vertretbaren Rahmen. Meine dritte Flasche ist bereits in Verwendung und noch wurde kein würdiger Nachfolger gefunden. The throne is yours.
Auch L'Oréal Pure Resource leistet mir unter der Dusche gerne mal Gesellschaft, der Grund weswegen das Fläschen aber nicht wieder einziehen wird, ist definitiv der Duft. Erinnert mich leider an After Shave, und das mag ich nicht mal an meinem Freund. Wer sich mit der Materie lieber eine Stufe langsamer vertraut machen möchte oder nicht des Glückes geweiht ist, eine französische Apotheke um die Ecke zu haben, dem sei das klassische Balea Tiefenreinigungsshampoo uneingeschränkt empfohlen. Super ergiebig, sehr sanft und mit knapp zwei Euro ein absolutes Preis-Leistungs-Wunder.

-think about detox for your hair-

Mittwoch, 5. März 2014

Complexion Perfection // Sampar Crazy Cream


Kennt Ihr dieses Gefühl? Man schaut früh morgens in den Spiegel und fühlt sich glücklicherweise einfach mal ziemlich gut. Keine Rötungen, blöde Unreinheiten oder ein stumpfer Teint, an solchen Tagen bleibt einem dieser Quatsch gänzlich erspart. Tägliches Eincremen ist eine meiner höchsten Prioritäten und wenn ich damit gleich noch ein wenig Complexion Perfection auf mein Gesicht zaubern kann - parfait! Von der französischen Marke Sampar habe ich bereits an dieser Stelle in den höchsten Tönen geschwärmt und auch mein liebster Beautyfuchs Hanna gerät dank der tollen Produkte regelmäßig in größte Verzückung. Der neueste Coup lässt uns alleine schon durch den Namen Crazy Cream Nude auf subtile Perfektion hoffen und ich sage Euch eins - can't get enough! Mir fällt die Beschreibung ein wenig schwer, denn irgendwie handelt es sich hierbei um eine ziemlich innovative Symbiose von Pflege und Foundation, aber in äußerst gelungener Form. Und schon der Pumpspender ist mehr als gekonnt umgesetzt und garantiert dadurch stetige Hygiene. In der Creme an sich finden sich kleinste Farbpigmente, die unter Körperwärme zu einem warmen Glow verschmilzen und wunderbar vorlaute Unebenheiten ausgleichen (allerdings keine starke Deckkraft vollbringen). Der Duft ist sehr französisch, wohlig und frisch, ein wenig nach Bettwäsche. Und genau das mag ich. Das gesamte Produkt verleiht mir morgens gute Laune, lässt mich erholt und munter aussehen und ist eines dieser youcantrustme-Wunder, auf die ich ja schwöre. Bereits der aktuelle Füllstand sagt ja schon genügend über meine Begeisterung aus und ich werde es wieder bestellen. Und wer fühlt sich nackt nicht schon am wohlsten?

-the nude cream from Sampar perfects my skin complexion-