Mittwoch, 26. November 2014

Bobbi Brown Skin Weightless Powder Foundation



Tolle News für alle Anti-Foundation-Mädels! Bobbi Brown hat gerade die neue Skin Weightless Powder Foundation auf den Markt gebracht, die dank der einzigartig cremigen Textur ein kaschmirartiges Gefühl auf der Haut hinterlassen und das Gesicht ganz nach dem Motto #skinisin ins rechte Licht rücken soll. Durch Mineralpuder angereichtert, sieht die Grundierung herrlich natürlich aus und verschmilzt mit der Haut. Doch funktioniert diese vielversprechende Theorie auch bei Mädels wie mir, die gerade im Winter unter sehr trockener Haut leiden? Es ist sicher um die fünf Jahre her, dass ich Puder tatsächlich als Puder verwendet habe. Seit gut einem Jahr bin ich großer Fan von leichten Setting Powders, aber die haben mit den herkömmlichen und weitaus deckungskräftigeren Pudern aus der Parfümerie wenig zu tun. Ich war neugierig und habe das beigelegte Schwämmchen gleich durch einen fluffigen und extrem weichen Pinsel ersetzt. Damit dippe ich ein paar Mal in das Pfännchen, blase überschüssige Partikel ab und tupfe das Puder sachte auf mein Gesicht. Erst im Nachhinein bin ich auf die Idee gekommen, dass ich meine Haut vorab mit einer reichhaltigen Cold Cream pflege und anschließend ein wenig Gleichmäßigkeit mit der hübschen schwarzen Schatulle auf mein Gesicht zaubere. Nichts setzt sich unschön in den Poren ab und auch vor eventuell glänzenden Stellen während des Tagesablaufs ist man mit der Neuigkeit aus dem Hause Bobbi Brown bestens geschützt. Der größte Pluspunkt ist aber meiner Meinung nach die schier unendlich breite Farbauswahl - in ganzen zwanzig Nuancen kann das Puder erworben werden! Vor allem für Mischhaut-Mädchen eine spannende Innovation, aber auch ich habe Gefallen daran gefunden.

-Bobbi Browns newest foundation product-

Dienstag, 25. November 2014

Dark Shadow // Chanel Rouge Allure Gloss


Seit ich mir zu meinem 18. Geburtstag einen Lippenstift aus der Chanel Rouge Allure Velvet-Serie geschenkt habe, bin ich Fan der Produkte (und natürlich des Designs)! Umso aufgeregter war ich, als die neuen Glosse vor Kurzem auf den Markt kamen. Der Chanel Rouge Allure Gloss soll sich nämlich mehr wie ein Lippenstift tragen, was mich sofort ansprach. "Ein Lipgloss für Frauen, die Lippenstift lieben. Ein Lippenstift für Lipgloss-Fans", so das französische Luxuslabel. Durch die innovative Kombination eines filmbildenden Polymers mit Glasperlen wird ein Lackglanz erzeugt, der an brillierende Spiegeloptik grenzen soll. Ich habe mich für die Nummer 20 in Audace entschieden. Ein edler Herbstton, der eher kühl und sophisticated rüberkommt und den Betrachter nur auf subtile Art und Weise in seinen Bann zieht. Nach solch einer Nuance habe ich wirklich lange gesucht, denn gerade zu meinen grünen Augen bildet sie einen hübschen Kontrast. Ein Wirkstoffkomplex aus Butter, Matcha, Sappanholz und Vitamin-E-Derivat schützt auch in der kalten Jahreszeit die zarte Lippenhaut und pflegt spürbar. Ein Lipgloss, der so gar nicht mehr girly daherkommt und möglicherweise die perfekte kleine, aber feine Weihnachts-Luxusinvestition verkörpert! Über die schlanke schwarze Hülle dürfte sich wohl jede Frau freuen.

-Chanel knows how to do-

Sonntag, 16. November 2014

Volume Wonders // Davines, Bumble & Bumble und Aveda


Gut ein Jahr ist vergangen, dass ich das Aveda Pure Abundance Volumenpuder in meinem Briefkasten gefunden habe. Solche Produkte waren in meinem Badschrank bis dato Mangelware, was auch etwas dem glücklichen Fakt geschuldet sei, dass mir die Natur von sich aus genügend Fülle in meinen Schopf gezaubert hat. Doch als ich mich im letzten Mai dazu entschied, meine Haare medium short zu tragen, musste ich plötzlich Kompromisse machen. Den Schnitt hatte ich mir in meinen Wunschvorstellungen easy peasy und leicht zu händeln vorgestellt, alles andere war dann die Realität. Gesundes Haar ist schön und gut, aber stundenlange Stylingsessions sind einfach nicht mein Ding und das war bei der Länge definitiv notwendig. Bis ich eben auf besagte Volumenpuder stieß. Aveda war nun also mein erster Kandidat und wie wir alle wissen, sind erste Male nicht immer unbedingt leicht. Die Konsistenz verwandelt sich bei Kontakt mit der Kopfhaut in eine gelartige Textur, die langanhaltendes Volumen und eine Megamähne versprechen soll. Kopfüber aufgetragen und anschließend mit Haarspray fixiert, entsprach das auch der Wahrheit und ich bin bis heute Fan, musste mich aber erst daran gewöhnen. Dann kam Bumble and Bumble mit seiner Prêt-à-Powder-Auskopplung, die besonders die britischen Beautygirls vom Hocker gehauen hat. Das Fläschen ist das mittlerweile größte in meiner Sammlung, verleiht aber den subtilsten Effekt. Während die Aveda-Variante etwas Übung in der Einarbeitung verlangt, ist der amerikanische Hairstylinghero beinahe idiotensicher. Das Puder ist locker-flockig und versinkt in Sekundenschnelle im Haar, sodass keine unschönen Rückstände entstehen. Einen Neuzugang in dieser Produktrange gibt es auch zu verzeichnen, denn seit Kurzem wohnt der Davines Texturizing Dust aus der More-Inside-Reihe in meiner Kommode. Eins vorab: den Orden für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat er längst gewonnen. Der Duft ist göttlich (zusammen mit den liebevoll gestalteten Packagings das Markenzeichen des italienischen Kultlabels) und der Effekt hält mühelos zwei Tage. Gerade dann, wenn die Haare frisch gewaschen und ein wenig zu fluffig sind, vertraue ich immer wieder auf das kleine goldene Wunder. Zaubert unglaubliches Volumen, macht die Mähne griffig und frisierbereit und duftet wahnsinnig gut nach italienischer Lebensfreude. Any questions?

-love my volume powders in my daily hair routine-

Donnerstag, 13. November 2014

New on my Desk // Fresh Beauty Stuff


Der Winter ist nicht nur die schönste Jahreszeit, er bringt auch immer wieder wahre Schätzchen in Sachen Beauty mit sich. Gerade füllen sich die Shops mit den hübschesten Geschenksets, den besten Sparangeboten, wundervollen Christmas-Collections und wahren Pflegeinnovationen. In den letzten Wochen haben sich einige Produkte in meiner Kommode angesammelt, die es zu teilen gilt! Um Euch einen ersten Überblick zu verschaffen, stelle ich Euch heute meine neuesten Lieblinge vor:

Unter den eingefleischten Naturkosmetikfans schon sehnlichst erwartet, war die Lancierung der Teintprodukte von Ilia - ein Tinted Moisturizer und ein Concealer sind es geworden, die mit leichter Deckkraft und hohem Tragekomfort überzeugen. Leider kommen sie, untypisch für Naturkosmetik, nicht ganz ohne Silikone aus, meine Freude trübt das aber kaum. Besonders der Tinted Moisturizer verleiht einen so wunderbaren Glow, dass ich mich den ganzen Tag über pudelwohl und fresh looking fühle! Korres ist eines meiner liebsten Labels, noch kein Produkt hat mich enttäuscht und die Düfte versprechen stets gute Laune. Aus der aktuellen Weihnachtskollektion zog ein Blush aus der Zea Mays-Reihe ein, der frische Apricotton passt irgendwie immer und wirkt selbst neben dem Knaller-Lippenstift nicht too much. Die seidige Textur lässt sich so easy verblenden, dass ich morgens in der Eile (und aus Bequemlichkeitsgründen) fast nur noch zu diesem Kandidat greife. Lancôme hat in der Rouge L'Absolue-Reihe zehn Nuancen rausgebracht, die an Farbtöne berühmter Rosen erinnern sollen. Bei mir ist es ein frischer Ton geworden, den ich am liebsten leicht aufgetupft trage. Sieht immer sophisticated und mädchenhaft aus! Schon länger auf dem Markt sind die Duftölroller meines schwedischen Labelheldens Byredo. Blanche ist mir in Form der klassischen Parfumvariante dann doch zu Weichspüler-konnotiert, auf diese subtile Art und Weise mag ich den Klassiker aber sehr gerne. Erinnert an frische Wäsche und absolute Reinheit, ideal für die kleinen Ruhepausen während des Alltags. Chanel und die Lippenprodukte, das ist für viele der Inbegriff der Eleganz. Die neuen Rouge Allure-Glosse sind verpackungstechnisch mal wieder ein absolutes Highlight, doch auch der Inhalt überzeugt dann auf ganzer Linie. Ich habe mich für die Nuance 21 Distinction entschieden, eine etwas 90ies angehauchte Auberginevariante, die einfach edel aussieht. Wenn Tom Ford mit einer neuen Holiday-Kollektion um die Ecke kommt, reagiere ich mit Schnappatmungen. So geschehen auch hier, denn die Lip Color Matte-Lipsticks sind ein hammerharter Knaller in jedem Liebhaberschränkchen. Ruby Rush ist der vielleicht schönste Rotton der Saison, hochpigmentiert, lange haltbar und eben Luxus pur. Clarins und ich, ohne das französische Kulthaus mag ich mir meine Teintausstattung gar nicht mehr vorstellen. Der Augenmakeup-Highlighter Eclat Minute Base Fixante Yeux lässt die Lider ebenmäßiger wirken und Eyeshadow intensiver erscheinen. Mein Retter an schier endlos erscheinenden Unitagen! Auch die Lancôme Grandiôse-Mascara ist relativ neu in meiner Sammlung, die vollständige Review dazu lest ihr einen Post drunter. Und dass ich die Vernis á Lèvres-Stains von YSL sehr liebe, habe ich bereits letzten Sommer erfahren. Meine Herbstnuance kommt in einem satten Beerenton daher und sieht selbst verblasst noch ganz entzückend aus!

-a lot of new beauty stuff on my desk-

Mittwoch, 5. November 2014

Organic Skincare-News // Syllepse Cosmetics


Julia und ihr Baby Pretty Pretty, das sich als Onlineshop gänzlich der Welt der pflegenden und dekorativen Naturkosmetik verschreibt, horten ein neues Schätzchen in ihrem besonderen Sortiment. Als ich vor ein paar Wochen ein Päckchen mit Produkten des französischen Labels Syllepse Cosmetics in den Händen hielt, war ich ganz aufgeregt. Alleine das Produktdesign (mit den verschiedenen Metrolinien Paris') kommt schon so extravagant daher, dass die ganze Testphase nur ein spannendes Abenteuer werden konnte! Gegründet wurde Syllepse von der Französin Audrey Bertry, die unsere multikulturelle Gesellschaft genau beobachtete und auf ihre Ergebnisse hin eine Pflegelinie entwickelt hat. Sie verfügt über ein breites Wissen an kosmetischer Erfahrung und arbeitet für die Herstellung der Produkte mit einem Chemiker zusammen. Ihr Anliegen: in der mittlerweile doch sehr überladenen Beautywelt will sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Momentan besteht die Linie aus einer Creme, einer Maske und einem Reinigungsgel, die für alle Hauttypen passend sind. Ergänzend dazu gibt es vier Seren, die auf die internationalen Hautpigmentierungen spezialisiert sind. Alle Mittel und Rezepturen entstehen in einem umweltfreundlichen Labor im Herzen Frankreichs. Toll, oder?  Natürliche Inhaltsstoffe, kulturelle Unterschiede und eine ausgefeilte französische Innovation stehen bei der Marke im Fokus, was sie auf den ersten Blick recht einfach gestrickt wirken lässt. Doch wie man schon von Oma gelernt hat - die einfachsten Sachen zu perfektionieren, darin liegt die wahre Kunst! Naturkosmetiklabels boomen und es gilt, die Perlen herauszupicken. Was mich an Syllepse am meisten überzeugt hat? Das Preis-Leistungsverhältnis, das sich in der Kosmetikbranche leider nur recht selten die Waage hält, oft bezahlt man für tolle Verpackungen einen unnötig hohen Preis, der Inhalt ist zweitrangig. Hier stimmt die Zutatenliste von vorne bis hinten und die Preise erst recht - alle Produkte sind um die dreißig Euro angesiedelt, was vergleichsweise günstig ist. Das Serum bekommt man schon für achtundzwanzig Euro, was ein echter Glücksgriff ist und bestimmt noch öfter in meinem Warenkorb landen wird. Doch nun zu meinen Erfahrungen:

Syllepse 16 Crème Visage - von Universalcremes habe ich bis dato wenig gehalten, ich konnte auch diese 2in1 Shampoo-Spülung-Manscherei nie verstehen, geschweige denn ausstehen. Wo ich im dekorativen Bereich aus Faulheitsgründen gerne mal auf gemütlichen Pragmatismus setze und den Lippenstift im Handumdrehen als Rouge zweckentfremde, so bin ich bei meiner Pflegeroutine diszipliniert und höchst penibel. Toner, Serum, Creme, das möchte ich gerne alles einzeln anwenden und genieße diese Prozedur.  Durch meine trockene und sensible Haut bin ich sowieso oft auf Spezialtuben angewiesen, die zusätzlich Linderung verschaffen.
Die Feuchtigkeitscreme von Syllepse soll gleichzeitig noch eine Anti-Aging-Wirkung besitzen, von der ich mit meinen einundzwanzig Jahren natürlich noch nicht sonderlich viel merke. Gojibeere wirkt als Antioxidant und schützt die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen. Die leichte Textur pflegt schön und zieht schnell ein, zusammen mit dem Serum habe ich sogar ein tolles Nachtduo gefunden.

Syllepse 37 Masque Gommant Visage - eine tolle Maske, die ich in meinem Badschrank nicht mehr missen möchte! Bei Kontakt mit der Haut, verwandelt sich die gelartige Textur zu Öl, kommt Wasser dazu, wird sie milchig. Ein richtig schönes Gefühl und erst der Duft (übrigens riechen alle Produkte des Labels unfassbar gut nach Teeladen)! Das enthaltene Gesichtspuder besteht aus Extrakten aus Blaubeere, Zuckerrohr, Orange und Zitrone und verleiht müder Haut einen tollen Glow und wirkt feuchtigkeitsspendend. Sonnenblumen-, Weizenkeim- und Jojobaöl machen die Haut geschmeidig, während Kornblütenwasser trockene Stellen beruhigt. Eine wirklich grandiose Alternative zu den beliebten Fruchtsäureprodukten, die mancher Tage doch zu aggressiv erscheinen.

Syllepse 18 Sérum Teint Claire - mein absolutes Lieblingsprodukt! Das Serum duftet unfassbar gut und verleiht mir jeden Abend eine kleine Portion Spa-Feeling. Extra für helle (europäische) Haut entwickelt, besteht es aus feuchtigkeitsspendendem Traubenkernöl, das auch den pH-Wert reguliert, Mäusedornextrakt, der die Blutzirkulation relativiert und so Rötungen vorbeugt, Lorbeerblattextrakt, der für seine energiespendenden Wirkungen bekannt ist und die Haut strahlen lässt und Akazienextrakt, der einen sofortigen Frischeboost mit sich bringt. Vitamin E bekämpft die Hautalterung und schützt vor Umwelteinflüssen. Der herrliche Duft setzt sich übrigens aus Zitrone, süßer Limette, Kiwi, Morgentau, Pinie,Sandelholz und Scheinzypresse zusammen und riecht im Endeffekt nach Teeladen. Ich könnte mich darin baden und trauere ein bisschen, dass ich noch kein vergleichbares Parfum gefunden habe. Das Serum zieht sekundenschnell ein, hinterlässt keine öligen Spuren und eignet sich sogar als Foundationunterlage. Mehr Power und Genialität in einem komprimierten Fläschen kann es wohl kaum geben, ich bin Fan!

-France, I love you for Syllepse-

Montag, 3. November 2014

Serge Lutens // Fille en Aiguilles


Serge Lutens ist Magier und Künstler zugleich, so etwas wie ein Dalí der Parfümszene. Die Kreationen des Franzosen sind ganz sicher nicht des allgemeinen Kommerzes geschuldet, und dennoch spricht er eine selten dagewesene Bandbreite an potentiellen Kunden an: seine Düfte macht er für Männer und Frauen, olfaktorische Differenzierungen gänzlich ausgeschlossen. Damit wäre wohl das perfekte Label für die gerade so angesagte Gender Equality und deren Verfechter gefunden, oder? Doch politisches Geplänkel beiseite. Lutens vertritt die These, dass Düfte den individuellen Charakter einer Person annehmen und niemals pauschal verstanden werden dürfen. Er lebt heute übrigens in einem Anwesen in Marrakesch, wo er sich sein persönliches "Paradies für die Sinne" geschaffen hat. Das französische Stilgespür hat auch seine Kreationen geprägt, die Haute Parfümerie dient dem Schöpfer stets als Leitfaden: "Meine Parfums sind weder traditionell, noch revolutionär. Sie sind Ausdruck meiner Persönlichkeit. Ein Parfum ist eine Folge von Akkorden, die von einem selbst kommen. Man muss ein Jahr handwerklich arbeiten, um ein Parfum zu schaffen. Die Zusammenfügung von Essenzen ist etwas Emotionelles. Am Ende steht etwas Zauberhaftes!". Schöner hätte ich es nicht zu sagen vermocht, allein dieser Worte wegen hätte ich wohl schon an einem der Meisterwerke schnuppern müssen.

Fille en Aiguilles ist ein eher einsamer Kandidat in meiner mittlerweile doch recht bescheidenen Duftsammlung. Doch als ich mich für ein Fläschen der Kultmarke entscheiden durfte, war schnell klar, dass es dieses sein muss. Wieso, kann ich eigentlich gar nicht so genau erklären. Vielleicht war es die braune Farbe der Essenz, die mich sofort neugierig machte. Und dann natürlich der Name, der wortwörtlich etwa so viel bedeutet wie "Mädchen in (Tannen)Nadeln". Ich erinnere mich noch immer voller Sehnsucht an meine Kindheitsurlaube in der Provence, die halben Sommerferien habe ich dort jedes Jahr verbracht und nicht selten in einem der wundervollen Pinienwälder gespielt. Der Zauber der Kindheit hat mich unbewusst noch immer voll in der Hand und ich kann mit Stolz behaupten, dass ich absolut dankbar dafür bin. Für die schönste Kindheit, die man sich nur erträumen kann und für all die wunderbaren Erinnerungen, die auf ewig bleiben werden. Tannennadeln, ob nun im Sommer oder ganz traditionell als Weihnachtsklassiker schlechthin, haben sich quasi auf positive Art und Weise in mein Gedächtnis gebrannt. Fille en Aiguilles versucht diese Emotionen olfaktorisch einzufangen. Vetiver, Weihrauch, Lorbeer, Piniennadeln, diverse Gewürze und Trockenfrüchte mögen beim ersten Lesen vielleicht wie die Zutatenliste der sorgfältig ausgewählten Tischdeko an Heilig Abend klingen, davon ist dieses Parfum jedoch weit entfernt.
Noch in keiner Sekunde kam ich mir vor, als sei ich höchstpersönlich das Inventar einer dezemberlichen Baumschule. In der Kopfnote drängen sich vorzugsweise die Trockenfrüchte in den Vordergrund, die zusammen mit dem Vetiver einen angenehmen Auftakt bieten und fast süßlich anmuten. Doch recht schnell entwickelt sich ein holziger, beinahe harziger Unterton, der den Duft im Finalen erwachsen macht. Oft habe ich gelesen, dass er gerade für die kalte Jahreszeit geeignet scheint, was nach logischer Schlussfolgerung sicherlich die erste Konklusion wäre. Aber für mich bedeutet Fille en Aiguilles vor allem dieses Bild: ich befinde mich in Südfrankreich, die brütend heiße Luft macht die Menschen reihenweise fertig und nur der lichtdurchflutete Pinienwald bietet ein Stück weit Schutz vor zu viel Hitze. Als Kind denkt man über solche Banalitäten gar nicht nach, mit euphorischem Entdeckungssinn saugt man alle Eindrücke um sich herum auf, als könnten es die letzten sein. Und genau so sind mir heute noch die Nadelbäume in Erinnerung. Ich liebe sie im Sommer, ich liebe sie im Winter. Für mich brauchen sie keine spezielle Jahreszeit. Es ist ein melancholischer Duft, der mir einen längst vergessenen Lebensabschnitt immer wieder bewusst vor Augen führt und manchmal verliere ich mich gänzlich ihn ihm. In der klaren Wärme, die niemals erdrückend wirkt. An einem schattigen Pläzchen beginnen die Zikaden fröhlich zu singen und der Moment ist vollkommen. Die Zeit bleibt stehen, bis mich die brutale Hektik der Realität wieder ins Jetzt zurückholt. Es ist immer meine Bemühung, in einem Duft ein gewisses Bild zu sinnieren und selten habe ich mich dabei an etwas so Greifbares wie meine Kindheit erinnert gefühlt. Fille en Aiguilles ist kein Parfum im klassischen Sinne, das man aufsprüht, um bloß gut zu riechen. Die zahlreich vertretenen holzigen Facetten werden in jedem eine individuelle Aufmerksamkeit erregen und ganz bestimmt einen bleibenden Eindruck des Zauberhaften hinterlassen.

-could be the fragrance of my childhood-

Sonntag, 2. November 2014

Summer in November // Clarins Radiance-Plus Golden Glow Booster


Es ist Sonntag, ein Tag Anfang November und ich saß bis gerade eben mit einem Shirt im Biergarten. Meine Angst vor einem weiteren schnee- und frostlosen Weihnachten scheint durchaus begründet und ich als Winterkind beginne mich langsam aber sicher ernsthaft nach Temperaturen unter Null zu sehnen. Aber hey, wer weiß, welche Naturkatastrophen der Menschheit noch bevorstehen und so muss ich die aktuelle Wetterlage wohl als Teil (m)eines modernen Schicksals akzeptieren und das Beste daraus machen. Und was könnte zu diesen hitzigen Tagen (nur zu Erinnerung: es sind noch 52 Tage bis Heilig Abend) besser passen, als ein frischer Urlaubsteint? Sarkasmus beiseite - aber wenn ich dieses Jahr keinen Schnee sehe, drehe ich durch! - ich habe mich ernsthaft verliebt. Dass ich Selbstbräunern schon länger nicht mehr abgeneigt bin und die UV-Strahlenlose Brutzeltechnik mittlerweile echt schätze, ist kein Geheimnis mehr. Und seit vor einigen Monaten der famose Radiance-Plus Golden Glow Booster von Clarins gelaunchet wurde, wollten die Lobeshymnen gar nicht mehr verstummen.
Der Clou: das bräunungsaktivierende Konzentrat wird abends einfach in die Nachtpflege gemischt und der Grad der Effektivität kann so ganz individuell bestimmt werden. Wer einen eher subtilen Look schätzt, der wird mit einem Tropfen getrost auskommen. Ich variiere immer zwischen zwei und drei Pumpstößen, je nachdem wie fahl mein Teint gerade wieder ist. Das Ergebnis ist bereits am nächsten Morgen sichtbar und kommt ultra natürlich daher. Anfangs war ich etwas überrascht, wie klein das Fläschen ist (etwa Nasenspraygröße), doch bei der geringen Dosierungsmenge dürfte wohl selbst diese Miniatur über ein Jahr ausreichen. Ob es meinen Favoriten von St. Tropez vom Thron stoßen kann, das vermag ich nicht zu sagen. Die Gesichtslotion wirkt gleich intensiver, während der Glow Booster die Bräune eher langsam aufbaut. Für die kalten Wintertage greife ich lieber zu der Clarins-Variante, denn sie lässt sich leichter dosieren und vor Orangeunfällen muss hier wohl keiner Angst haben. Noch ein Pluspunkt: das Konzentrat riecht kaum, was den Gebrauch sehr angenehm macht.
Nur Hände waschen ist danach angesagt, es handelt sich ja dann doch immer noch um einen Selbstbräuner.

-summer in november with this Clarins tool-