Dienstag, 24. Februar 2015

Hair Yeah // Rahua Rainforest Grown


Rahua (sprich: ra-wa) ist die vielleicht am meist diskutierteste Haarpflegemarke im Bereich der Nischen- und Naturkosmetikprodukte. Schon lange stehen die hübschen Fläschen mit dem Amorlogo auf meiner totry-Liste, tatsächlich auf meine Mähne haben sie es aber erst jetzt geschafft. Die Story hinter Rahua ist eigenwillig:
bereits seits einigen Jahrhunderten erzeugen die Frauen des Quechua-Shuar-Stammes im Amazonasgebiet ein hochwirksames Öl, das sie Rahua nennen - das angebliche Geheimnis ihres dicken, glänzenden Haares.
In den 90iger Jahren hat sich dann der New Yorker Stylist Fabian Lliguin von diesem Wundermittel inspirieren lassen und die zu dem nativen Öl gleichnamige Pflegelinie kreiert. Im Fokus sollte immer die Behandlung und Revitalisierung von strapaziertem Haar (durch Färben) und trockener Kopfhaut stehen.
Das Geheimnis: das außergewöhnlich kleine Rahua-Molekül dringt tief in den Cortex ein, kittet und repariert den Faserstämm, während es die äußere Schuppenschicht glättet und so zum Glänzen bringt.
Andere Öle legen sich im Gegensatz zu Rahua ledigilich auf die Haarfaser.

Klingt alles ziemlich perfekt, oder? Alleine das nachhaltige Markenkonzept und die Unterstützung der Quechua-Shuar-Frauen, die bis heute das Öl für die Produkte nach traditioneller Art gewinnen, macht das Label schon unheimlich sympathisch. Bei einem Flaschenpreis von etwa dreißig Euro darf der Verbraucher aber auch einiges erwarten. Besonders gespannt war ich auf die beruhigende Wirkung der Kopfhaut, denn dank Klausurenstress und privaten Achterbahnfahrten ist diese momentan mehr als sensibel. In solch akuten Situationen neige ich leider dazu, meine Nervosität durch Kopfhautgekratze zu relativieren, was äußerst schmerzhaft enden kann. Parfümierte Shampoos und Pflegeprodukte sind dann natürlich der absolute Horror und ließen mich schon das ein oder andere Mal kurzzeitig aufschreien. Wie ich es bereits von anderen naturkosmetischen Haarpflegeprodukten kannte, ist auch hier der Duft etwas eigenartig. Auf keinen Fall schlecht, aber eben nicht typisch "friseurfrisch". Mich persönlich erinnert er etwas an Ziegenmilch, streng ist aber anders. Das Shampoo schäumt wunderbar auf, beim Ausspülen quietschen meine Haare regelrecht, was ich liebe. Den Conditioner habe ich bei der ersten Anwendung kurzerhand zur Maske umfunktioniert und eingehend auf meine geschädigte Kopfhaut einmassiert. Der erste Wow-Moment: kein Brennen, sondern eine balsamartige Erfahrung! Schon während des Waschens fühlte sich meine Mähne dicker und gestärkter an, für den ultimativen Glanzeffekt spülte ich kurz mit klarem, kaltem Wasser nach (schließt die Schuppenschicht und reflektiert somit das Licht besser). Um dem Naturkosmetikzauber keinen Abbruch zu tun, durften die Haare an der Luft trocknen. Was ich sah? Eine herrlich gepflegte Mähne. Was ich fühlte? Bis ins Detail beruhigte Kopfhaut! Und das schien mir bis dato wirklich ein Ding der Unmöglichkeit, denn auch diverse Kokosölmasken konnten keine Linderung bringen. Ich teste viele Haarpflegeprodukte und um ehrlich zu sein, funktionieren die meisten auch ganz gut bei mir, gravierende Unterschiede habe ich da in den seltensten Fällen feststellen können. Meine Haare sind dick, trocken und naturgelockt, sie brauchen eine Extraportion Pflege und lieben es ansonsten eher unkompliziert. Bis auf mein geliebtes Phytoneutre-Shampoo kaufe ich wenige Produkte nach, aber Rahua könnte das Blatt wenden. Eine kleine Menge reicht bereits aus, um die volle Wirkung zu erzielen, was den recht hohen Flaschenpreis wieder relativiert. Und mit dem Bonus der Nachhaltigkeit kann man doch wirklich nichts falsch machen!
Fazit: der Hype um die Amazonas-Beauties ist mehr als gerechtfertigt, für mich hat sich quasi eine neue Ära des Haarewaschens aufgetan. Das nächste Produkt auf meiner totry-Liste? Das berühmte Haarelixier!
Rahua bekommt ihr in Deutschland zum Beispiel online bei Green Glam und vor Ort bei Wheadon in Berlin.

-feeling like a jungle queen with Rahua-

Kommentare:

  1. Hört sich einfach nur fabelhaft an! Meine Kopfhaut ist auch eher auf der problematischeren Seite anzusiedeln, allerdings ist es besser, seit ich nicht mehr in der Schule bin und ständig daran herumkratze, weil es nichts zu tun gibt...
    Der Preis ist halt schon wirklich stolz, aber er hält mich nicht davon ab, es zumindest mal auf meine Wunschliste zu schreiben.

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  2. bei mir ist es leider erst seit der uni richtig schlimm geworden, naja. du kannst bei diversen shops auch proben davon bestellen:)

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  3. liebe sika - ich hatte mir shampoo und condi vor ca. zwei jahren auch mal gegönnt... und fand das produktedesign schon mal mehr als gelungen - die pflegewirkung war auch top - jedoch der palo santo geruch ging mir schrecklich auf die nerven... der ist schon sehr stark und bleibt auch im haar - leider fand ich ihn echt unangenehm und hab mir deswegen die produkte auch nicht mehr nachgekauft... herrje, ich bin da zu sehr duftmensch;)

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