Samstag, 11. April 2015

Haircare // Current Products and Routine




Meine Haare und ich, das ist so ein Thema für sich. Seit ich sie vor zwei Jahren gut zwanzig Zentimeter kürzen ließ, befinde ich mich ständig auf der Suche nach den idealen Produkten und war in dieser Zeit nicht selten der Verzweiflung nahe. Denn wer selbst dickes und gelocktes Haar hat, weiß: Schulterlänge ist kein Zuckerschlecken! Seit jeher wurde ich von der Natur mit ein wenig zu viel Volumen ausgestattet, der neue Schnitt wirkte aber bereits an Tag 2 nach der Wäsche wie platt gedrückt. Kummer und Stress taten 2013 ihr Übriges und so hatte ich zum ersten Mal im Leben mit Haarausfall und empfindlicher Kopfhaut zu tun. Letzteres ist mir leider bis heute geblieben, denn in Stressphasen neige ich zum Aufkratzen (bescheuert, ich weiß). Und dann kam Anfang 2015 schon wieder so eine Krisenexplosion, in der ich mir nach und nach ganz dick auf die Stirn geschrieben habe: love yourself! Ich will mich nicht mehr (immer) nach andern richten müssen und besser auf meinen Körper hören. Zufrieden sein mit dem, was man von Haus aus hat, das kann doch gar nicht so schwer sein? Fangen wir doch gleich mit der Haarpracht an. Die wird gerade mit Bierhefetabletten aufgepäppelt (ein Erfahrungsbericht folgt) und ich bilde mir tatsächlich ein, dass die Zotteln flotter sprießen. Von Rapunzelhaar bin ich noch meilenweit entfernt, aber irgendeine höhere Macht hat lange vor mir wohl entschieden, dass ich sowieso an die Ronja-Räubertochter-Front gehöre. Beauty ist ja mittlerweile auch schon in den eigenen vier Wänden zu einer Art Wissenschaft geworden (ich warte ja immer noch auf den entsprechenden Studiengang) und die Labels dieser Welt zieren sich nicht, uns kontinuierlich mehr oder minder erfolgreiche Wunderwaffen vor die Füße zu werfen. Wer Disziplin und ein etwas größeres Interesse aufbringen kann und durchaus bereit dazu ist, den Jakobsweg durch diverse Parfümerien zu gehen, dem wird höchster Wahrscheinlichkeit nach irgendwann einmal der Heilige Gral begegnen und oh là là, so weit bin ich mit diesen Schätzchen wohl gar nicht mehr entfernt:

Rahua Shampoo & Conditioner - diesem fancy Dschungelzeugs wird man auf der Suche nach der potentiell perfekten Pflegepackung zwangsweise begegnen und bis zu meinem Selbsttest erwartete ich nicht allzu viel davon. Heute sage ich: zurecht gehypt, ich liebe Rahua und meine Kopfhaut hält endlich mal die Klappe.
Die ausführliche Review findet Ihr hier.

Oscar Blandi Invisible Dry Shampoo - Trockenshampoo ist nicht nur für Festivalgänger eine der denkbar sinnvollsten Erfindungen aller Zeiten, es holt auch eine nicht mehr ganz so frische Mähne zumindest für einen Tag zurück ins Leben. Ich kaschiere damit gerne einen fettigen Ansatz und schone die Haare somit vor einer verfrühten Wäsche, die ihnen bekanntlich in größeren Zeitintervallen erfolgend besser tut.
Die Version von Oscar Blandi hinterlässt im Gegensatz zu vielen Konkurrenten keinen unschönen Grauschleier im Haar und duftet wunderbar nach Vanillezucker!

Jo Hansford Intensive Masque - die Maske wird im Londoner Salon von den Kunden auch gerne das Wundertöpfchen genannt und soll trockene Haare im Handumdrehen in eine glänzende Pracht verwandeln. Ich liebe die kurze Einwirkzeit von fünf Minuten (funktioniert aber auch als Intensiv-Treatment über Nacht) und die leichte Textur, die nicht beschwert. Zurück bleibt ein geschmeidiges Gefühl und ein Duft, wie frisch vom Friseur!

June Ainscough Bürste - der wohl gröbste Fehler, den ich viel zu lange begangen habe: einfach nicht einsehen wollen, dass es sich lohnt in eine hochwertige Bürste zu investieren. Immerhin besser spät als nie, ist nun der Ferrari unter den Haarbürsten aus dem Kulthaus June Ainscough bei mir eingezogen und ich bin verliebt.
Nicht nur die Schildplattoptik(!) lässt mich nun regelmäßig und vor allem gerne zur handgemachten Bürste greifen, die besondere Anordnung der Kunststoffnoppen sorgt außerdem für eine gute Durchblutung der Kopfhaut und kann auch im nassen Zustand verwendet werden. Sicherlich kein ganz budgetfreundliches Vergnügen, aber hoffentlich eine Anschaffung für die (halbe) Ewigkeit.

-big hair don't care-


Kommentare:

  1. Toller Post und es sind wirklich ein paar interessante Produkte dabei :)
    liebe Grüße Nathalie <3
    http://passionineverything.blogspot.co.at/

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  2. Meine Haare sind das komplette Gegenteil, eher fein und glatt. Ich hatte im letzten Jahr stressbedingt ebenfalls Haarausfall. Viviscal kann ich nur empfehlen, nicht ganz billig aber DAS Wunderzeug schlechthin. Seitdem wachsen meine Haare ohne Ende und sind deutlich kräftiger und fülliger geworden.
    Hast du schon mal das Trockenshampoo von Ruth Crilly (amodelrecommends) getestet? Nach Vanillezucker riecht das leider nicht, aber hinterlässt keine weißen Rückstände und gibt super Volumen.

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    1. oh ich wusste gar nicht, dass Ruth eigene Produkte auf den Markt gebracht hat! Und Viviscal schreibe ich mir direkt mal auf, könnte was für mich sein.

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  3. John Masters Organics Deep Scalp Follicle Treatment & Volumizer for Thinning Hair hat bei mir gut gewirkt. Leider ist es nicht gerade ergiebig. Oder Dr. Hauschka Neem Haarwasser ist auch gut.

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