Dienstag, 30. Juni 2015

Narciso Rodriguez // L'Eau for Her


Kennt Ihr diese Produkte, die ihr wirklich liebt und bei jeder Gelegenheit in der Parfümerie zum jeweiligen Tester greift? So geht es mir seit Jahren mit Narciso Rodriguez For Her. Ich liebe diesen Duft und weiß noch immer nicht so recht, wieso er es nie auf meine Kommode geschafft hat. Ich vermute, dass er einfach nicht meinem Beuteschema entspricht, denn For Her in der Ursprungsvariante duftet nach Rose, Patchouli und Moschus und enstpricht somit nicht mal im Ansatz meinen eigentlichen Favoriten wie Grünem Tee, Vetiver und Pfeffer.
Doch wieso nicht mal öfter aus den gewohnten Mustern ausbrechen? Als ich mir vor einiger Zeit etwas bei der der gut sortierten Onlineparfümerie point-rouge aussuchen durfte, war die Entscheidung schnell gefällt - es wird Narciso Rodriguez! Und wie es der Zufall so wollte, war die limitierte L'Eau-Kollektion gerade frisch aufgestockt. Nun steht dieses kleine Designobjekt (ich vergöttere den puristischen Flakon) in meiner bescheidenen Parfumsammlung und ich suche nach Worten dafür.

L'Eau for Her setzt sich wie seine große Schwester aus einer recht komplexen Duftpyramide zusammen, in der Kopfnote trifft man auf florale Akkorde von Jasmin, Alpenveilchen und Pfingstrosen, sehr zart und höchst feminin. Was ich am Klassiker so schätze, ist die warme Herznote, die mich jedes Mal um den Verstand bringt und eine Sanftheit ausstrahlt, die sie mit Amber, Rose und Maiglöckchen immer wieder gekonnt erotisiert, bevor das Wässerchen auch nur die leiseste Anstalt dazu machen könnte, in umtauschbaren Stumpfsinn abzudriften. Moschus und Patchouli machen den Duft zu einer warmen Erfahrung, die wie eine sinnliche Umarmung daherkommt und mir zumindest mit einer extrem guten Haltbarkeit lange gewährt bleibt. For Her ist mein Partyduft, meine olfaktorische Sexappeal-Attitüde zum Aufsprühen. Unzählige Pröbchen davon fliegen in meiner Clutch herum und alle werden sie pedantisch zum Lieblingsclub chauffiert und aufgebraucht. Und dann kam L'Eau. Ich stellte mir darunter sowas wie eine Art Dayversion des beliebten Klassikers vor, denn der würde mir im stressigen Alltag nicht selten die Luft zum Atmen rauben (ich finde die Komposition beinahe berauschend und wir verstehen uns am besten in Verbindung mit einem Glas Rosé). Schon beim ersten Aufeinandertreffen war klar: das ist ein Rodriguez für hitzige Technonächte, nicht so schwer wie seine große Schwester, aber immer noch äußerst verführerisch. Eine Lightversion durch eine leicht aquatische Note, das ist nicht unbedingt mein Ding wie Ihr wisst. Aber hier ist die Mission geglückt und mir bleibt nur noch zu sagen: was lange währt, wird endlich gut!

-love the new L'Eau version of Narciso Rodriguez' famous For Her-

Mittwoch, 24. Juni 2015

Summer Body // Teatox Magazin

Auch wenn die Anzeichen wettertechnisch eher auf Herbst- als auf Sommeranfang stehen, ist der Summerbody wieder in aller Munde (und auch bei mir ganz oben auf der Wishlist). Wer wie ich wenig bis gar keine Lust auf Sport hat, kann auch mit der richtigen Pflege einen sexy Körper schummeln. Ob Peelings, Drybrushing oder Effektlotions - regelmäßige und penible Anwendung heißt das Zauberwort. Meine Naturkosmetiklieblinge habe ich im Teatox Magazin verraten, garantiert crueltyfree und effektiv! Hier gehts zum Bericht.

-are you ready for summer?-

Dienstag, 23. Juni 2015

Tom Ford Soleil Collection 2015




Tom Ford und ich, das ist Liebe. Wenn ich mich tatsächlich nur für ein Highendlabel entscheiden dürfte (wobei ich hoffe, dass dieser Fall niemals eintreten wird und Tom Ford wirklich highhighend ist), dann wäre es TF. Egal ob Bronzer, Rouge oder Parfum - ich war immer hin und weg und würde mir jedes einzelne Produkt wieder kaufen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als die Soleil Collection gelaunchet wurde, ein Schätzchen wundervoller als das andere! Wisst Ihr, was für mich den wahren Luxus bei Tom Ford ausmacht? Es sind die unglaublich perfekten Texturen, die unheimlich ebenmäßig mit der Haut verschmilzen und den ganzen Tag halten. Das habe ich so noch nie erlebt und auch wenn man bei den astronomischen Preisen immer wieder heftig schlucken muss - es lohnt sich. Den Terra Bronzer hatte ich Euch ja schon vorgestellt und er ist nach wie vor ein ganz großer Sommerliebling. Ein subtiler Schimmer kombiniert mit einem hauchfeinen Puder, das Wangenknochen richtig sexy modelliert. Mit einem locker gebundenen Pinsel gefällt mir das Ergebnis übrigens am besten. Dass ich Creameyeshadow vergöttere, ist auch nichts Neues. Easy peasy sieht man damit ohne großen Aufwand gemacht aus. Tom Ford hat in der Sommerkollektion drei schöne Lidschattenduos aus Puder- und Cremetexturen raugebracht, ich habe mich für Naked Bronze und Midnight Sea entschieden. Besonders der apricotfarbene Creameyeshadow mit goldenem Schimmer aus erster Kombi haut mich immer noch jeden Morgen um, er lässt meine grünen Augen strahlen und funktioniert fix verblendet auch super als Highlighter! Die wie Perlmutt glimmernden Puderlidschatten intensivieren das Ergebnis noch, ich persönlich trage sie am liebsten nass aufgetragen als dünnen und extravaganten Lidstrich. Wer hätte gedacht, dass ich mich in diesem Leben noch an Blue Lines trauen werde, aber ich habe tatsächlich einen richtigen Gefallen daran gefunden! Und Lippenstift-Gott Tom Ford wäre nicht er selbst, hätte er der Damenwelt nicht noch etwas Herrliches für sommerliche Kussmünder zu bieten. Sweet Spot ist ein cremiger Lippenstift, der aufgetragen leicht transparent wird (aber immer noch genügend Deckkraft besitzt) und in der hinreißendsten Apricot-Koralle-Kombo daher kommt, die ich seit Langem gesehen habe. Wenn Ihr in eines der hochpreisigen Stücke investieren wollt, dann legt Euch unbedingt einen solchen Wahnsinnslippenstift zu, ich bin (leider) süchtig danach. Der Wetterbericht für nächste Woche lässt auch nur Gutes verheißen, also endlich die perfekte Gelegenheit, um einen schönen Pool-Look zu schminken!

-a very luxury summer collection by Tom Ford-

Samstag, 20. Juni 2015

Daily Stuff // Kiehl's Creamy Avocado Eye Treatment


Die Suche nach der perfekten Augencreme gestaltet sich bei mir ähnlich kompliziert, wie die Mission Jeans (wobei ich letztere insgeheim schon längst aufgegeben habe). Um ein auf die eigenen Bedürfnisse angepasstes Produkt zu finden, sollte man sich erst einmal klar darüber werden, welche Effekte eigentlich gewünscht sind. Ich selbst habe mit einer eher trockenen und sehr empfindlichen Augenpartie zu kämpfen, die tagesabhängig von unschönen Schatten untermalt ist. Augenschatten sind leider häufig Veranlagungssache und dagegen gibt es bekanntlich keine Wundermittel, Abhilfe kann da oft nur ein deckender Concealer schaffen. Also konzentriere ich mich bei meiner Suche vermehrt auf Cremes, die meine trockene Haut wieder schön geschmeidig pflegt und die Feuchtigkeit im Idealfall auch tagsüber hält. Bisher hat das nur die Dermalogica Intensive Eye Repair geschafft. Mit sechzig Euro leider auch kein Schnäppchen, aber definitiv jeden Cent wert und meine Tube hielt über ein Jahr. Dann stolperte ich letzten Frühling beim Einkauf bei Kiehl's durch Zufall über deren Creamy Avocado Eye Treatment, das mir die nette Verkäuferin als Probe mitgegeben hat. Ich war sofort Feuer und Flamme für die reichhaltige Textur, die ich in dieser Form bis dato noch bei keinem anderen Produkt erlebt hatte. Vor ein paar Wochen landete ein hübsches Päckchen der amerikanischen Firma auf meinem Schreibtisch, darin enthalten der kleine Tiegel, den ich mir sowieso unbedingt zulegen wollte. Die hellgrüne Farbe der Creme erinnert mich immer an Guacamole in einer Lightversion, ich liebe dieses Zeug! Die Frucht gehört zur Familie der Lorbeergewächse und beinhaltet durch einen Fettanteil von 25% ein besonders reichhaltiges Öl, das in der Kosmetikindustrie gerne zur Pflege von trockener Haut und frizzigem Haar genutzt wird. Für Mädels mit einer eher öligen Augenpartie dürfte die Creme wohl nichts sein, dafür ist sie im umgekehrten Fall ein echter Supersegen! Ich benutze sie ausschließlich nachts und wache morgens mit einer zart gepflegten Haut auf. Der Concealer setzt sich im Laufe des Tages nicht in den Fältchen ab, was mir bei der Verwendung von nicht genügend reichhaltigen Pendants gerne mal passiert. Und die beiden besten Punkte, die das Minitiegelchen zu meinem neuen Favoriten gemacht haben: die Creme brennt nicht und kostet auch kein kleines Vermögen. Denn 28€ bezahle ich gerne für eine gute Augenpflege!

-such a creamy treatment for the dry skin around my eyes-

Mittwoch, 17. Juni 2015

The Foundation Thing // Chanel, Tom Ford & Shiseido


Obwohl mein Beautyherz schon lange schlägt, ist die Liebe zwischen mir und der richtigen Grundierung noch eine ganz frische. Da ich von Natur aus mit guter Haut gesegnet bin, habe ich in meiner Teenagerzeit einen großen Bogen um Makeup und Concealer gemacht und verzichte auch heute noch gerne darauf, wenn mir mein Teint besonders gut gefällt. Irgendwann habe ich in einem Frauenmagazin mal gelesen, dass man die gut geratenen Körperpartien viel öfter stolz zur Schau stellen sollte und diesen Gedanken finde ich super! Foundation benutze ich immer dann, wenn das Makeup besonders lange halten oder schön ebenmäßig wirken soll, denn Rouge und Bronzer kommen auf einer guten Grundierung nochmal ganz anders raus. Leichte Texturen sind mir die liebsten, eine dezente Deckkraft reicht mir völlig aus. Ich habe viele Lieblinge schätzen gelernt (vielleicht sollte ich dazu mal einen Sammelpost schreiben?), für den diesjährigen Sommer ist es die viel gehypte Chanel Vitalumière Aqua geworden. Die Konsistenz ist super wässrig, der Auftrag wird mit den Fingern empfohlen. Weil ich momentan zwei Superstars unter den Foundationpinseln teste, probiere ich in Sachen Auftrag gerade etwas rum und habe kuriose Techniken entwickelt. Mit den Fingern tupfe ich etwas Produkt direkt auf die Gesichtsmitte, danach verblende ich den Rest entweder mit dem Tom Ford Cream Foundation Brush oder der Shiseido-Version. Beide Pinsel sind hochpreisig, bei Beauties aber heiß begehrt. Was ich rausgefunden habe: der Tom Ford-Pinsel agiert wunderschön mit sehr flüssigen Produkten wie der Vitalumière Aqua von Chanel, der festgebundene Pinsel von Shiseido verblendet cremigere Texturen perfekt. Beide Pinsel hinterlassen ein extrem gleichmäßiges Finish, die Foundation wird nicht bloß einfach über die Haut geschoben, sondern richtig schön eingearbeitet. An Tagen, die ein fixes Prozedere verlangen, greife ich automatisch zum Tom Ford-Pinsel, der Effekt ist ebenmäßig und lichtdurchflutet. Habe ich mehr Zeit und wünsche mir eine höhere Deckkraft (auch die hängt teils mit der Pinselwahl zusammen), wird es die Shiseido Foundation Brush. Meine Zoeva-Pinsel leisten alle gute Dienste, für Anfänger und Mädels, die nicht viel Geld investieren wollen absolut ausreichend. Wer wie ich aber eine wahre Liebesgeschichte zu schönen und oft auch teuren Foundations führt, der sollte sich auch ein entsprechendes Werkzeug zulegen. Denn den Unterschied fühlt und sieht man als Liebhaber!

-I adore my new pricey foundation brushes-

Samstag, 13. Juni 2015

Ormonde Jayne // Sampaquita


Ich teile meine Parfumsammlung gerne in Sommer- und Winterdüfte ein, das steigert die Vorfreude auf die entsprechende Jahreszeit und bringt im Sechsmonatstakt automatisch den Zauber des Vergessenen mit sich. Aber manche Parfums könnte ich durchweg tragen, echte Allroundtalente sind das, die einfach immer passen und niemals das Risiko eines olfaktorischen Fauxpas mit sich bringen. Sampaquita von Ormonde Jayne ist so ein klassischer Fall, der Flakon wohnt noch nicht allzu lange auf meiner geliebten Kommode, doch schon jetzt weiß ich, dass es eine bedingungslose Liebesgeschichte zwischen uns beiden wird.

Sampaquita bedeutet so viel wie "Ich verspreche Dir" und steht für die Schönheit des Jasmins, eine Blume, die auf den Philippinen Treue symbolisiert. Linda Pilkington, die Nase hinter dem britischen Nischenduftlabel Ormonde Jayne, reist für ihre Kreationen rund um die Welt und fängt ihre Erinnerungen in exotischen Kreationen ein. Ihre Karriere begann mit hochwertigen Düftölen und Kerzen, sogar Chanel wurde auf sie aufmerksam und beauftragte sie sofort mit der Meisteraufgabe, die "perfekte Duftkerze" für das französische Luxushaus zu kreieren. Die Dame weiß also ganz genau was sie tut und so war meine Neugier geweckt. Mittlerweile besitze ich viele Düfte und mit allen verbinde ich etwas ganz Spezielles. Als ich Sampaquita zum ersten Mal in meinen Händen hielt, war ich vom schweren Glasflakon sofort angetan, die Form ist ein echter Handschmeichler, das Design wirkt super hochwertig, klassisch und sehr edel. Das Parfum selbst ist eine Hommage an eine romantische Hochzeit auf den Philippinen, die zierliche Braut trägt einen üppigen Sampaquita-Strauß, der Sommergefühle und romantische Harmonie ausstrahlt. In der blumigen Kopfnote explodiert eine saftige Lychee, die von einem Hauch Gras, Magnolienblüten und Bergamotte in den Himmel gehoben wird. Freesien und Veilchen ummanteln das Blumenherz und lassen pudrige Nuancen zum Vorschein kommen, während mein geliebter Vetiver, Moschus und Ambersamen eine subtile und warm anmutende Basisnote bilden. Für mich war Sampaquita von Anfang an ein sehr romantischer Duft. Keinesfalls verspielt und mädchenhaft, sondern klassisch und sophisticated.
Ich stelle mir ein cleanes Seidenkleid und perfekt manikürte Nägel dazu vor, während sich ein Schleier des imposanten Duftes auf die frisch geduschte Haut legt. Für mich ist diese Kreation eine Ode an die Weiblichkeit, kompromisslos sinnlich und feminin, ohne dabei jemals den schmalen Grat des Stils zu verlassen. Blumenbouquets scheiden nicht selten die Geister, oft driften die noch in der Theorie eigentlich schönen Kreationen in der praktischen Umsetzung dann in gnadenlose Kopfschmerzwässerchen ab, die man ungern länger als zwei Stunden trägt. Sampaquita ist ein absolutes Ausnahmetalent für mich, morgens greife ich wie selbstverständlich zum Flakon und hülle mich voller Stolz in diese perfekt gelungene Symbiose aus Blüten und Gräsern, um mich den ganzen Tag am schier nie enden wollenden Facettenreichtum zu laben.
Ein olfaktorisches Gedicht an alle Inselmädchen, die wissen was sie wollen und die florale Reinheit in einem Parfum suchen. Da bleibt mir nur noch Sampaquita zu sagen, und die Bedeutung kennt Ihr ja jetzt!

-a floral lovestory by Ormonde Jayne-

Dienstag, 9. Juni 2015

Fun in the Sun // Shiseido Suncare Wetforce


2015 hat sich für mich vieles geändert und im letzten halben Jahr habe ich mich gewissermaßen zu einem anderen Menschen entwickelt. Nicht selten gehe ich mittlerweile lockerer an Dinge heran, die ich im Endeffekt sowieso nicht ändern kann, nur bei einem Thema bleibe ich stur: Sonnenschutz! Seit ich einen wunderbaren Teeniesommer auf Sardinien verbringen durfte und mit einem grässlichen Sonnenbrand (inklusive Eiterblasen) im Handgepäck zurückkam, ist mir die Sache wichtiger denn je. Vom ultraschmerzhaften Aspekt mal abgesehen, ist es mir die (zugegebenermaßen chice) Urlausbräune einfach nicht mehr wert, den eigenen Körper dafür bluten zu lassen und dabei schon fast selbstverständlich Risiken wie Hautkrebs auf sich zu nehmen. Ich habe daraus gelernt und Sonnencreme wurde mein bester Freund. Anfang diesen Jahres habe ich dem Vorhaben die Krone aufgesetzt und verwende nun täglich SPF 50. Momentan greife ich am liebsten zu den Shiseido-Produkten aus der Suncare Wetforce-Reihe, die durch eine innovative Mineralientechnologie positiv auf den Kontakt mit Wasser und Schweiß reagieren und so den Schutzfilm automatisch erhöhen. Perfekt für eine Wasserratte wie mich (denn mein abendliches Schwimmchen lasse ich mir während dieser Jahreszeit nicht nehmen)! Ein großer Pluspunkt ist die Textur, denn weder die Version für das Gesicht, noch die Körperlotion kleben oder hinterlassen einen schmierigen Film. Eine Weile habe ich meine Tagescreme durch die Sonnencreme ersetzt, was absolut nicht nötig war, denn die beiden lieben sich sehr und so kann ich meiner Haut immer noch die Feuchtigkeit geben, die sie braucht. Außerdem schön: bei SPF 50 denken viele sofort an unschöne weiße Rückstände, die Textur der Shiseido-Produkte zieht aber perfekt und gründlich ein, was ich sehr schätze. Beide Fläschen sind unheimlich handlich, sodass es ab sofort keine Ausreden mehr gibt, wieso man sich mal wieder nicht eincremen konnte!
Denn mittlerweile genieße ich die vorbeugende Routine sogar ein bisschen.

-love the new Shiseido Wetforce technology-

Sonntag, 7. Juni 2015

Beauty-Talk with // Flora from Rothaariges


In meinem Reader befinden sich tatsächlich immer noch ein paar Blogs, deren Postings mir jedes Mal ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Flora schafft das mit Rothaariges auf eine wunderbare Art und Weise, ihre Fotos sind detailverliebt und stets romantisch, die Texte gut recherchiert und auf den Punkt gebracht. Das hübsche Mädchen mit der beneidenswert schönen roten Mähne hegt eine Vorliebe für Luxusprodukte, legt aber ebenso viel Wert auf Kultur und tiefgründige Literatur. Bei Flora fühle ich mich immer ein bisschen in der Zeit zurückversetzt, alles wirkt so verträumt und verspielt - so wie die Welt eben sein sollte! Umso mehr freue ich mich nun, dass sie mir für eine neue Runde Beauty-Talk Rede und Antwort gestanden hat:

1. Liebe Flora, verrate uns Deine ultimativen Top 5, egal ob Pflege oder dekorative Kosmetik!

In meinem Badezimmer steht immer eine Flasche Bioderma griffbereit. Das Mizellenwasser reinigt
die Haut so sanft und leicht – da will ich nicht mehr drauf verzichten. Wenn ich mich für eine
Gesichtspflege entscheiden müsste, würde ich wohl auf die Lait Creme von Embryolisse
zurückgreifen. Das ist eine ganz einfache Tages- und Nachtpflege, über die ich in einer Pariser
Apotheke gestolpert bin. Weil ich oft mit sehr trockener Haut zu kämpfen habe, brauche ich immer
eine Notfall-Tuben von meiner geliebten Eight Hour Cream von Elizabeth Arden in meiner Nähe.
Damit kann man nicht nur trockene Ellenbogen oder Knie und spröde Lippen versorgen, sondern
sie auch auf abgeheilten Wunden oder Sonnenbränden anwenden. Ein absolutes Allheilmittel. Im
Bereich der dekorativen Kosmetik kann ich nicht auf meinen Brow Wiz von Anastasia Beverly Hills
und meine Dior Star Foundation verzichten. Diese beiden Produkte funktionieren immer zuverlässig
und halten den ganzen Tag.

2. Dein ultimativer Geheimtipp, den es zu verbreiten gilt?

Uff, da muss ich grübeln....ich achte darauf, meine Haare nicht täglich, sondern am besten nur zweioder
dreimal in der Woche zu waschen. Das kräftigt die Haarstruktur, verringert außerdem die
Talkproduktion und spart bei langen Haaren sehr viel Zeit. Außerdem immer viel Wasser trinken,
aber das ist mittlerweile wohl kein Geheimtipp mehr.

3. Vor welchen Flops kannst Du uns bewahren?

Da ich meine Käufe immer genau überdenke und viel recherchiere habe ich eigentlich lange kein
Produkt mehr gekauft, das mich enttäuscht hat. Enttäuschend fand ich in der letzten Zeit nur alle
teuren Haarpflegeprodukte, die ich getestet habe. Die simplen Shampoos aus der Drogerie sind
einfach immer noch die besten!


4. Verrate uns Deine Lieblingslabels!

Ich liebe By Terry, Aesop und Origins. Alle drei Marken bringen immer wieder neue und
interessante Produkte auf den Markt, trumpfen mit einem tollen Produktdesign auf und wirken auf
meiner Haut Wunder. Die Inhaltsstoffe sind innovativ.
In meinem Schminktäschchen gibt es viele Produkte von Chanel, Dior und Charlotte Tilbury zu
entdecken. Die Lippenstifte, Lipliner und Bronzer von Charlotte Tilbury haben im letzten halben
Jahr mein Herz erobert – nicht nur wegen der atemberaubenden Verpackung.

5. Und finally - was hast Du beautytechnisch nach jahrelanger Erfahrung gelernt?

Dass sich regelmäßige Hautpflege auszahlt und ein Hauch von Make-up ausreicht, um einen großen
Effekt zu erzielen. Am besten helfen Kosmetikprodukte, wenn man sie in kleinen Mengen anwendet
und sie geschickt platziert. Die Zeiten von einer dicken Foundationschicht und schlecht
verblendetem Bronzer sind zum Glück vorbei.

-talked with Flora about her favourite beauty stuff-

Freitag, 5. Juni 2015

Weekend Stuff // Klischee-Feature in PETRA


Der Hochsommer ist wohl endgültig angekommen, am Wochenende sind Temperaturen oberhalb der 30°C-Marke gemeldet und während ich diesen Post hier schreibe, überlege ich mir die ein oder andere Überlebensstrategie. Ob mans glaubt oder nicht, ich bin kein Sommerkind und in diesem Falle lautet mein zweiter Vorname Schatten. Ein hübsches kühles Fleckchen lässt mich munter in der heimischen Hängematte schaukeln und dieses Wochenende betreibe ich dieses Ritual noch etwas enthusiastischer - denn Klischee hat es in die deutsche Petra geschafft! Ein wenig irre fühlt es sich schon an, das eigene Bild in einem Printmagazin zu sehen, aber ein klitzekleines bisschen bin ich auch stolz auf mich und mein Baby. Merci beaucoup und Happy Weekend♥

Mittwoch, 3. Juni 2015

Organic News from Sweden // Manasi Makeup



Alles Gute kommt aus Schweden. Mittlerweile glaube ich kaum mehr, dass dieser Leitsatz übertrieben ist, denn das nordische Volk ist uns in so vielen Bereichen meilenweit voraus. Ich habe selten eine so facettenreiche Auswahl an Organic Beauty Labels wie in Skandinavien gesichtet, aktuell liebe ich das schwedische Label Manasi Makeup, das von der professionellen Visagistin Susanne Persson gegründet wurde. Die Produktrange ist eher klein, dafür von höchster Qualität und kommt gänzlich ohne Parabene, Mineralöl, Phatalate und Tierversuche aus. Als ich den wunderbaren Lyster Cream Bronzer zum ersten Mal an Killercolour sah, war ich sofort Feuer und Flamme ob des natürlichen Bronzeteints. Wie Ihr wisst, geht ohne meinen RMS Buriti Bronzer gar nichts und wahrscheinlich wird er auch auf ewige Zeiten mein absolut heiliger Gral bleiben. Doch warum nicht mal auf ungewohntes Terrain wagen? Mit ganzen vierzig Gramm ist der Manasi-Tiegel wirklich riesig, die leicht kupferfarbene Bronzercreme duftet herrlich nach Orangen und ist durch und durch mein Beuteschema. Aufgetragen entsteht ein subtiler Sunkissed-Look, der nach drei Wochen Urlaub aussieht und durch softe Schimmerpartikel einen tollen, warmen Glow verleiht. Das Coolste: das Produkt kann allover verwendet werden und perfektioniert auch blasse Dekolletés! Das Silke Ultrafine Finishing Powder setzt der Sache die Krone auf, denn das hauchzarte Puder mattiert nicht, sondern ist quasi die trockene Version meiner geliebten Chanel Le Blanc Base und illuminiert genau an den richtigen Stellen. Durch die Formulierung geht der hübsche Glow des Bronzers nicht verloren, macht ihn aber viel haltbarer. Tipp: das Flawless Skin Package vereint gleich beide Produkte und wird zu einem super Preis angeboten. Ich freue mich immer so sehr, wenn es ein organic Label in meine alltägliche Routine schafft und das hat es Manasi Makeup definitiv! Danke Schweden.

-organic beauty love from sweden-

Dienstag, 2. Juni 2015

Current Skincare Range // MAY


Meine Beautyliebe widmet sich mehr und mehr dem Skincare-Thema und so will ich künftig versuchen, Euch meine monatlichen Lieblingsprodukte vorzustellen. Ich entdecke so oft neue Schätze, dass ich manchmal den Überblick verliere und erhoffe mir von dieser Rubrik auch ein wenig mehr Überblick für mich selbst.
Was sich gerade auf den Stellflächen meines Badezimmers heimisch fühlt, lest Ihr jetzt (v.l.n.r.):

REN Instant Firming Beauty Shot - das Serum der Kultmarke benutze ich schon eine geraume Zeit allmorgendlich und liebe das dickflüssige Gel, das meiner Haut einen richtigen Feuchtigkeitskick verleiht. Trockene Stellen, die sich bei mir ansonsten gerne mal im Verlauf des Tages bilden, gehören mit diesem Produkt der Vergangenheit an. Eine ausführliche Review findet Ihr hier.

Transderma Vitamin C Serum- mal wieder News aus Schweden, das blaue Fläschen befindet sich erst seit einer Woche in meiner Routine. Wer sich mit dem Thema Hautpflege mal intensiver auseinandersetzt, wird wohl zwangsläufig auf diese beiden Wirkstoffe stoßen: Hyaluron und Vitamin C. Gerade im Bereich des Anti-Agings setzen viele Wissenschaftler darauf. Vitamin C ist ein wirksames Antioxidans, das freie Radikale (Moleküle, die wichtige Proteine in unserem Stoffwechselzyklus zerstören, die für eine gesunde Haut essentiell sind) unschädlich macht und die Haut in ihrer Kollagenproduktion unterstützt, die sie straffer aussehen lässt.
Bei regelmäßiger Anwendung soll auch der Teint strahlender wirken. Aber Vorsicht: Vitamin C lässt die Haut lichtempfindlich werden, daher immer und unbedingt Sonnenschutz tragen! Das Serum von Transderma ist super flüssig und sehr angenehm zu tragen. Derzeit benutze ich es nur in meiner Abendroutine, weil ich meine Haut langsam daran gewöhnen will. Am Morgen ist mein Gesicht schön prall und fühlt sich zart an, auf den Langzeiteffekt bin ich wirklich gespannt!

Oskia Renaissance Cleansing Gel - eine gefühlte Ewigkeit bin ich um die Produkte des britischen Labels herumgeschlichen, jetzt endlich kam ich dazu, sie einmal selbst zu testen. Das berühmte Waschgel kommt in hübscher Pinknuance daher und ist mit den Vitaminen A, C und E, sowie Kürbisenzymen und Kamilleextrakten angereichert. Bis dato konnte mich ein normales Waschgel nie wirklich vom Hocker hauen, ich halte mich da lieber an nährende Cleansing Balms. Die Oskia-Variante würde ich als perfekten Hybriden aus beidem bezeichnen, das Gel nimmt Makeup restlos runter und hinterlässt meine Haut soft und strahlend. Ich bin begeistert und werde mir definitiv ein Backup zulegen!

Lierac Hydragenist Gel-Creme - News aus Frankreich, die an alle Mädels mit trockener Haut gehen: Hydragenist. Eine 7%ige Konzentration des speziellen Hydra O²-Komplexes sorgt für ein ultimatives Frischgefühl auf der Haut und stillt durstige Mäuler. Zuerst war ich etwas skeptisch, ob eine leichte Gelcreme (übrigens mit einem genialen Duft) meine trockenen Stellen im Griff haben könnte, doch meine Zweifel waren völlig unbegründet; ich bin hin und weg. Jeden Morgen wache ich mit einem tollen Hautbild auf, alles fühlt sich super durchfeuchtet und gepflegt an. Der SOS-Balm ist übrigens auch ganz wunderbar!

Filorga Sleep and Peel Cream - ich hatte ja bereits erwähnt, dass mir Hautpflege immer wichtiger wird und auch mein ganzes Interesse in Anspruch nimmt. Derzeit bin ich bei Filorga hängen geblieben, viele Produkte sind mit Fruchtsäuren angereichert und wurden von führenden Dermatologen entwickelt. Sleep & Peel ist eine hauterneuernde Nachtcreme, die mit BHA und AHA angereichert ist (nicht zur täglichen Anwendung geeignet) und das Hautbild nachhaltig verbessern soll. Egal ob große Poren, Aknenarben oder Pigmentstörungen, durch den Säurekomplex werden feinste Schäden korrigiert und der Teint wirkt ebenmäßiger. Und auch hier gilt: Sonnenschutz nicht vergessen! Momentan reicht mir eine Anwendung in der Woche, mehr wäre für meine trockene Haut (noch) zu viel. Die Creme ist aber eine tolle Alternative zu Fruchtsäuremasken und daher gerade für Faule bestens geeignet.

Tromborg Calendula Facial Mist - der dänische Exportschlager ist mittlerweile auch in den deutschen Beautygefilden angekommen und begeistert mich noch immer. Gerade liebe ich das Calendula-Gesichtswasser, das nach einem stressigen Tag herrlich beruhigt und eine große Portion Feuchtigkeit spendet. Außerdem ist der Duft sehr entspannend und wirkt auch zwischendurch mal große Wunder!

Caudalie Instant Detox Mask - erst kürzlich hat das französische Kultlabel vier neue Gesichtsmasken lanciert und verknallt habe ich mich in die Detoxvariante. Die rote Paste wird dünn auf das gesamte Gesicht aufgetragen und nach zehn Minuten mit lauwarmem Wasser sanft abgenommen. Angesammelte Toxine (mit denen vor allem Stadtbewohner zu kämpfen haben) werden durch die Wirkstoffe aus der Haut gezogen, gerade nach einer viel zu langen Partynacht eine echte Wohltat!

-my current skincare range-

Montag, 1. Juni 2015

Lalique // Encre Noire


Ich bin leidenschaftliche Puristin und liebe den Minimalismus mit all seinen Facetten. Bei Düften trifft das nicht immer zu, doch auch in diesem Metier schätze ich auf den Punkt gebrachte Klarheit sehr. Als ich Laliques Encre Noire zum ersten Mal gerochen habe, war es um mich geschehen. Und eines müsst Ihr wissen: es geht hier um ein Exemplar, nach dem ich aus eigenem Antrieb wohl eher nicht gegriffen hätte. Nachdem ich direkt im Anschluss dieser Begegnung einige Recherchen angestellt hatte, offenbarte sich mir des Rätsels Lösung ganz fix: Vetiver. Ich liebe das Aroma des aus Asien stammenden würzigen Süßgrases und verfalle wie durch Magie sämtlichen Kompositionen, die damit angereichert wurden. Damals trug mein Chef dieses Parfum und ich konnte in seinem Beisein den ganzen Tag nicht mehr klar denken - ein deutliches Indiz dafür, dass mich ein Duft um den Verstand gebracht hat. Das passiert mir nicht häufig, aber wenn dann richtig (wie in der Liebe). Ich stöberte lange durch sämtliche Onlineshops und wurde schließlich bei Beautylane fündig, die zu meiner Überraschung das Damenpendant (von dem ich nichts wusste) führen.

Die männliche Version ist tiefgründig, fast hart. Da gibt es keine feinen Nuancen, nur die klaren Strukturen des Vetivers. Ein Duft, so unkonventionell wie das deutlichste Statement, ohne Wenn und Aber. Kompromisslos und eigen, dabei aber niemals aufdringlich oder gar laut. Mit Männerparfums tue ich mich oft schwer, nicht selten sind sie extrem moschuslastig oder schlichtweg überdosiert. Sind es gelungene Kreationen, greife ich aber auch gerne selbst danach. Bin ich einmal verliebt, gibt es für mich wenig bis gar keine Alternativen, der weibliche Gegensatz hatte es also nicht leicht. Zur äußerst puren Vetivernote mischt sich in der Damenausführung Osmanthus- und Freesienblütenaroma hinzu, sizilianische Bergamotte verleiht dem Parfum Esprit und eine gewisse Leichtigkeit. Durch die beigefügte florale Note erinnert mich Encre Noire an eine ausgeprägte Dusche, sehr rein und total angenehm. Nicht einer dieser typischen Frauendüfte, die mir persönlich irgendwie immer einen Ticken zu süß und zu viel sind. Vetiver entwickelt sich bei jedem anders, auf meiner Haut ist nach einer Zeit eine warme, balsamartige Nuance wahrnehmbar. Anders als andere Gräser geht er aber nicht nach und nach in die holzige Richtung, sondern behält seine spritzige Frische bei, was ich genial finde. Encre Noire ist erwachsen, aber niemals altbacken. Untypisch und markant und trotzdem kein Parfum, das die Geister scheidet. Ein wenig erinnert es mich an Byredos Gypsy Water, bloß weniger warm. Für mich ist es ein perfektes Alltagsparfum, ein Paradebeispiel dafür, wie meine Umwelt duften sollte. Frisch, gepflegt und stilvoll und ohne den großen Auftritt zu suchen.

-can't get enough of Lalique's Encre Noire-