Dienstag, 28. Juli 2015

Sunlovers // Aesop Protective Body Lotion SPF 50


Normalerweise gehöre ich zu der Gattung Mensch, die regelrecht vor sommerlichen Temperaturen flüchtet. Ausufernde Bräunungssessions in Mittelmeergebieten bekommen weder meiner Haut, noch meinem empfindlichen Kreislauf besonders gut, weswegen ich mich am liebsten mit kühlem Pfefferminztee und einer guten Magazinauswahl im Untergeschoss unseres Hauses aufhalte. Das mag für viele etwas strange klingen (ich habe schon unzählige mitleidige Blicke dafür kassiert), hat sich in der Vergangenheit aber stets bewährt. Trotzdem bin ich diesen Sommer so braun wie nie. Das mag zum einen an meinem Lissabon-Urlaub liegen, zum andern an der Hitzewelle in Deutschland, der auch ich nicht immer entfliehen kann. Als ich vor drei Wochen bei der Store-Eröffnung von Aesop in Frankfurt war, durfte ich die neue Protective Body Lotion mit SPF 50 kennenlernen - genau mein Ding! Lichtschutzfaktor ist für mich ein absolut unverzichtbarer Begleiter geworden, gerade seit ich meine Haut so gut wie kaum mehr der Sonne aussetze und sie dadurch noch sensibler geworden ist. SPF 50 für das Gesicht ist aus meiner alltäglichen Routine nicht mehr wegzudenken, bloß der Körper kommt da immer ein bisschen zu kurz. Erst gestern habe ich ein interessantes Interview mit einer bekannten Dermatologin gelesen, die davor gewarnt hat zu denken, dass die Haut am Körper robuster sei als die im Gesicht. Bingo, der Überzeugung war ich bis dato irgendwie tatsächlich. Höchste Zeit für eine Veränderung! Die Sonnencreme des australischen Kultlabels ist nicht nur ein toller Eyecatcher am Strand, sondern verleiht auch noch absolutes Wohlempfinden. Dank Grüner Minze, Lavendel und Zitrone sorgt die Lotion regelmäßig für eine kühle Erfrischung, Panthenol (Vitamin E) pflegt die Haut trotz Sonnenband schön weich. Der größte Bonus kommt zum Schluss: die Creme zieht super schnell ein (aber bitte fünfzehn Minuten vor dem Sonnenband auftragen!) und hinterlässt keine fettigen oder weißen Spuren. Wüsste ich nicht, dass es sich um eine Sonnencreme handeln würde - ich könnte sie von einer klassischen Bodylotion nicht unterscheiden, so leicht ist die Textur. Ich bin begeistert und hoffe vielleicht sogar ein klitzekleines bisschen, dass der Sommer noch ein paar Tage anhält!

-love Aesop's new sunblocker-

Donnerstag, 23. Juli 2015

Reading List // "Winternähe" von Mirna Funk + Gewinnspiel





 via mirnafunk.com

Obwohl es hier sonst eher um mehr oder minder seichte Unterhaltungsthemen der Frauenwelt geht, liegt mir dieser Beitrag ganz besonders am Herzen. Ich studiere Kulturwissenschaften mit Fokus auf Literaturgeschichte und liebe nichts mehr, als meine Zeit offline mit einem guten Buch und einer Tasse Milchkaffee zu verbringen. Das finde ich herrlich entspannend und wenn ich ehrlich bin, ist dieses Ritual eines der wenigen, das mich in dieser stressigen Welt tatsächlich noch nachhaltig runterbringen kann. Über manche Bücher stolpere ich zufällig, andere stehen auf meiner Uni-Leseliste und wieder andere erwarte ich ganz gespannt. "Winternähe", der Debütroman von Mirna Funk, zählt zu letzteren. Es war ein besonderes Erlebnis, als ich die sympathische Berlinerin mit jüdischen Wurzeln letztes Jahr im April in ihrer Heimatstadt treffen durfte. Es gibt Menschen, die mit solch einer unfassbar starken Aura gesegnet sind, dass sie jeden binnen Sekunden in ihren Bann ziehen können. Für mich ist Mirna so eine Person und das liegt nicht nur an ihren grünen Katzenaugen. Sie arbeitet als Journalistin, setzt sich dafür mit kritischen Gesellschaftsproblemen auseinander, machte letztes Jahr ihren Bachelor in Philosophie (einfach weil sie Lust drauf hatte) und wohnt seit Sommer 2014 in Tel Aviv. Eine echte Powerfrau also, die ich bewundere. Denn Mirna hat sich in einer Zeit für den Umzug nach Israel entschieden, als dort Krieg herrschte. Auch Lola, die Protagonistin ihres Debütromanes "Winternähe", erlebt Iron Dome und den Gazakonflikt live vor Ort. Eine Geschichte, die von Alltagssemitismus, der Diskussion um Juden und Nichtjuden und der Frage nach der Schuld handelt. Dabei schreibt die Autorin so herrlich eloquent und unterhaltsam über diese ernste Thematik, dass ich noch ewig hätte weiterlesen können. Ein Buch, das zur Selbstreflexion animiert und noch vor dem offiziellen Erscheinungsdatum (das ist nämlich heute!) mit dem Uwe Johnson-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Anlässlich des heutigen Launches stand mir Mirna Funk Rede und Antwort:


Foto: Naama Alex Levy

1. Liebe Mirna, Du bist letzten Sommer nach Tel Aviv ausgewandert. Die Stadt spielt ja auch in Deinem Roman "Winternähe" eine bedeutende Rolle. War das schon immer ein Traum von Dir oder eher eine Spontanaktion?

Ich komme seit über 20 Jahren nach Tel Aviv, weil dort ein Teil meiner Familie lebt. Mittlerweile habe ich natürlich auch Freunde hier. Nach so einer langen Zeit gehört eine Stadt irgendwann zum eigenen Leben. Letzten Sommer bin ich eigentlich nur nach Tel Aviv gereist, um das Tel-Aviv-Kapitel für Winternähe zu schreiben. Dass ich bleiben würde, war nie geplant. Aber ein Krieg verändert einen auf eine grundlegende Weise. Und dieser Gaza-Krieg 2014 hat mich verändert.


2. Erzähl uns ein bisschen was zur Entstehungsgeschichte des Romans - wie bist Du eigentlich auf die Idee gekommen ein eigenes Buch zu schreiben? Und mit welchen Hürden wurdest Du konfrontiert?

Winternähe ist eigentlich schon mein drittes Buch. 2010 habe ich eine Art Sammelband mit Kurzgeschichten geschrieben und 2011 meinen ersten Roman. Nachdem dieser fertig war, fand ich ihn so schlecht, dass ich damit nie wieder etwas zu tun habe wollte. 280 Seiten für die Katz, dachte ich damals. Heute weiß ich, dass ich durch diesen ersten Roman, der in der Schublade verschwunden ist, das Romanschreiben gelernt habe. Letzten März bin ich nach Thailand geflogen. Alleine. Auf eine kleine Insel. Ich hatte zwei Wochen zuvor den „Barbiefeminismus“-Artikel im Freitag veröffentlicht, was ein bisschen Theater im Netz gab. Ich habe nervige Leserbriefe bekommen und gemeine Emails. Dann hatte ich nur noch Magenschmerzen, habe einen Flug gebucht und bin eben nach Thailand abgehauen. Dort angekommen, wollte ich etwas machen, das ich immer mochte, nämlich Kurzgeschichten schreiben. Drei Jahre hatte ich nichts literarisches mehr geschaffen, weil ich nach dem ersten Roman dachte, okay, das ist nicht dein Metier, dafür kannst du andere Sachen besser. Am vierten oder fünften Tag meines Inselaufenthalts setzte ich mich an meinen Rechner und fing eine Kurzgeschichte an, die aber kein zufriedenstellendes Ende fand. In diesem Moment wurde mir klar, dass dort ein Roman geschrieben werden will. Ich begann, die einzelnen Kapitel zu strukturieren und die Protagonisten zu entwickeln. In diesen sechs Wochen in Thailand schrieb ich die ersten 50 Seiten und entwarf quasi den gesamten Roman. So wie er heute in Buchform erschienen ist, wurde er von mir im März 2014 konzipiert. Dann bin ich zurück nach Berlin und schrieb weiter, dann nach Tel Aviv und abschließend im November noch einmal nach Thailand für das Ende. Hürden gab es keine. Die einzige Hürde ist man selbst. Ein Roman, also 460 Seiten (so viele hatte er eigentlich) schreiben sich nicht allein. Das bedeutet eiserne Disziplin. Man wacht von 300 Tagen 280 auf und will keine Zeile schreiben. In diesen Augenblicken geht es darum, sich zusammenzureißen und weiterzumachen, auch wenn man überhaupt keinen Bock hat. Auf Muße braucht man nicht warten. Die kommt mit dem Schreiben selbst.


3. Im Roman wächst die Protagonistin Lola zwischen Berlin und Tel Aviv auf. Trägt die Figur autobiografische Züge?

Es gibt autobiografische Züge, aber Lolas Geschichte ist nicht meine Geschichte. Meine Mutter ist in keinem Kinderheim groß geworden und ich bin nicht bei meinen Großeltern aufgewachsen. Meine Großmutter wurde während des Krieges in Frankreich und der Schweiz versteckt, Lolas Großmutter überlebte das Konzentrationslager Dachau. Mein Vater kennt seinen leiblichen Vater im Gegensatz zu Lolas Vater Simon. Mein Großvater lebt nicht in Tel Aviv und Shlomo, Lolas Geliebter, gibt es auch nicht. Ich selbst bin noch nie jemandem begegnet, der einen Menschen auf dem Gewissen hat und auf der Beerdigung des palästinensischen Jungen Mohammed Abu Khdeir, der letztes Jahr ermordet wurde, war ich auch nicht. Damit fallen schon mal 80% des Romans weg, weil diese Familien- und auch Liebesgeschichte, die eben nicht meine ist, quasi das Buch trägt. Was autobiografisch ist, und das habe ich mit Absicht so gemacht, sind alle antisemitischen Übergriffe, die Lola erlebt. All das habe auch ich erlebt. Dazu kommt, dass ich wie Lola in der DDR aufgewachsen bin und mein Vater Jude, meine Mutter aber keine Jüdin ist. Diese Zerrissenheit, die auch Lola erlebt, ist definitiv autobiografisch.


4. Auch Du hast jüdische Wurzeln. Was nervt Dich in Deutschland am meisten, wenn es um die Themen Israel, Judentum und die dort vorherrschende Konfliktsituation geht? Wo siehst Du aufklärerischen Handlungsbedarf?

Mich nervt am meisten dieses schreckliche Halbwissen. Mir ging es im Roman darum, zu zeigen, wie schwierig es ist, eine allgemeingültige Wahrheit über diesen Konflikt zu finden. Ich habe mit Absicht alle möglichen Perspektiven auf die unterschiedlichen Protagonisten übertragen, so dass sich der Leser ständig selbst infrage stellen muss. Gerade hat er noch Shlomo unterstützt und findet richtig, was er sagt und im nächsten Moment fühlt er sich Lolas` Großvater Gershom extrem nah und kann seine Ansichten teilen. Mir ging es und geht es vor allem, um einen offenen Umgang mit dem Thema, und um das Vermeiden von Schwarz-Weiß-Denken, das im Falle des Israel-Palästinensischen-Konfliktes wirklich überhaupt nicht angebracht ist. Dazu ist das Thema zu komplex. Wenn ich mir also erstmal dieser Komplexität bewusst werde, höre ich vielleicht auf, diesen Konflikt mit irgendwelchem Halbwissen erklären zu wollen. Jedenfalls ist das meine Hoffnung.


5. Was liebst Du speziell an Tel Aviv? Und wenn Du dich entscheiden müsstest - Deutschland oder Israel?

Die Wärme, die Sonne, das Meer. Die Geschichte. Diese unfassbare Jahrtausende alte Geschichte. Das sind Dinge, die ich an Tel Aviv, aber eben auch an Israel liebe. Entscheiden kann ich mich nicht. Das muss ich heutzutage auch gar nicht mehr. Ich lebe zwischen Berlin und Tel Aviv und genau so soll es erstmal die nächsten Jahre bleiben.


6. Der Roman thematisiert ein ernstes Thema, liest sich dabei aber herrlich eloquent und modern. Wenn Du es dir aussuchen könntest: was sollen die Leser aus der Geschichte mitnehmen?

Es gibt zwei wesentliche Dinge, die mir wichtig waren. Erstens: Geschichte ist nicht abgeschlossen. Gegenwart und Zukunft sind nichts weiter als langgezogene Vergangenheit. Wir alle sind durch unsere eigene Geschichte oder eben eine Nationalgeschichte geprägt. Dies verändert unser Leben nachhaltig. Der Erzähler sagt in der Mitte des Buches über Shlomo: „He is bleeding history“, aber eigentlich blutet aus allen Protagonisten des Romans, ja aus allen Menschen, mir, dir und jedem, der gerade dieses Interview liest, Geschichte. Das zu verstehen, ist ungeheuer wichtig, weil es verbindend und auch irgendwie heilend wirkt. Zweitens war mir wichtig Pluralismus zu veranschaulichen, und das durch die einzelnen Protagonisten. Sie haben alle ihre eigene Position, der man manchmal zustimmen kann und die man manchmal ablehnen muss. Das bedeutet, dass auch unsere eigene Position gegenüber Dingen pluralistisch ist. Man kann eine eigene Meinung oder Position haben, aber man muss die Position des Gegenübers anerkennen. Heutzutage fällt mir zusehens auf, wie andere Positionen überhaupt nicht mehr anerkannt werden. Du bist nicht meiner Meinung, also bist du scheiße. Das ist doch schrecklich. Dabei müssen wir uns doch auch selbst ständig revidieren. Damit meine ich nicht, ein Fähnchen im Wind sein. Man soll schon eine klare Position vertreten im Leben, aber gleichzeitig offen bleiben – für den Anderen, für Veränderung, für Positionenwechsel.


7. Und last but not least - planst Du der Literaturwelt erhalten zu bleiben, vielleicht sogar mit einer Fortsetzung von "Winternähe“?

Eine Fortsetzung wird es nicht geben, aber ich arbeite gerade an meinem nächsten Roman. Der Prolog ist fertig, die Protagonisten stehen, der Plot auch. Jetzt brauche ich nur noch die nötige Disziplin.


Gewinnspiel

Und auch Ihr sollt nicht leer ausgehen! Zusammen mit Mirna Funk verlose ich ein signiertes Exemplar von "Winternähe". Einfach bis zum 31.7.2015 unter diesem Post einen Kommentar mit Name und Mailadresse hinterlassen (gerne auch die Facebook-Page liken) und Daumen drücken. Für alle die nicht mehr so lange warten wollen, gibt es den Roman auch bei Amazon oder direkt über den Fischer Verlag zu bestellen.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Don't blow it // Bumble&Bumble (H)Air Styler


Haartechnisch gesehen bin ich ein Stylingmuffel, das ist kein Geheimnis. Wenn die Mähne trotz Föhnlotion, Serum und einer großzügigen Portion Conditioner immer noch ein selbstbewusstes Eigenleben führt, dann bleibt irgendwann nur noch die Kapitulation. Im Winter letzten Jahres fiel mir die Bumble&Bumble Blow Dry Lotion in die Hände und mit ihr veränderte sich gewissermaßen mein Leben. Wer zu Frizz neigt und einfach dreimal zu viel Volumen auf dem Haupt trägt, der wird den Inhalt dieser Tube lieben. Nach dem Waschen und vor dem Stylen gibt man eine haselnussgroße Menge ins feuchte Haar und föhnt alles glatt, was ausnahmsweise mal prima funktioniert. Wirklich ein kleines Wundermittel, das ich immer wieder nachkaufen werde.

Vor ein paar Wochen erhielt ich Post aus New York - darin enthalten war der neue Don't blow it (H)Air Styler, der im Prinzip genauso wirkt wie meine geliebte Blow Dry Lotion, bloß ganz ohne Föhn! Ein Gedanke, der mir noch besser gefällt als die altbewährte Technik, denn mein Haar ist ohnehin sehr trocken und kann auf schädliche Stylinghitze sicher bestens verzichten. Auch die neue Lotion gebe ich nach dem Waschen sparsam ins feuchte Haar und mache dann - nichts mehr. Yay, richtig gelesen, die Luft regelt den Rest. Ein richtig schönes easy peasy Sommerprodukt, das in Windeseile Abhilfe bei einer störrischen Mähne verschafft und fast genauso gut funktioniert wie sein Vorgänger. Der Effekt bei der Heatversion ist natürlich noch etwas deutlicher und langanhaltender, aber den ungeliebten Frizz bin ich auch mit Don't blow it los, was mein Hauptanliegen ist. Könnte außerdem super für alle Mädels mit dünnem und feinem Haar funktionieren, weil die Textur nicht beschwert und das Haar ganz fluffig macht. Jackpot!

-a new (h)air styling product by Bumble&Bumble-

Sonntag, 19. Juli 2015

Sunday Cravings // Organic Haircare


Sonntage sind echt nicht mein Ding, Grund genug also, den ungeliebten Wochenausklang in ein routinemäßiges Spa-Erlebnis umzuwandeln! Schon seit Jahren frische ich an diesem Tag meine Maniküre auf und gönne meiner Haut ein bis zwei gute Masken, um perfekt gepflegt in die neue Woche starten zu können. Nur meine Haare kamen bis dato immer ein wenig zu kurz. Gerade befinde ich mich in der heißen Endphase meines Studiums und mal wieder in der Klausurenzeit, das lässt mich meine Kopfhaut mit zickigen Ausbrüchen in Form von Juckreiz deutlich spüren (falls da jemand Geheimtipps zur Linderung hat, immer gerne her damit!). In Zukunft will ich den Umstieg komplett schaffen, aber genau in solchen Situationen ist naturkosmetische Haarpflege zu meinem heiligen Gral und somit unumgänglich geworden. Shampoo & Conditioner von Rahua stimmen meine Kopfhaut wieder harmonisch, da lohnt sich wirklich jeder Cent. Aktuell verwende ich nach jeder Wäsche das kostbare Rahua Elixir, das ich wie ein Leave-In Serum benutze. Rahua selbst plädiert für die Mischung mit dem Conditioner und anschließendem Ausspülen, ein bis zwei Tropfen beschweren mein dickes Haar aber nicht und machen es sehr geschmeidig. Etwas davon massiere ich immer sanft in die Kopfhaut ein, herrlich beruhigend!
Was Haarkuren angeht, bin ich im Gegensatz zu Gesichtsmasken ein echter Muffel. Irgendwie denke ich nie dran und wenn ich es einmal tue, überzeugt mich der Effekt nur in den seltensten Fällen. Meine neueste Entdeckung kommt aus dem Hause sans [ceuticals], ein kleines Glasfläschen mit famosem Inhalt. pH & Shine Corrector ist ein Konzentrat, das nach der Wäsche ins feuchte Haar gesprüht und nach einer Minute ausgewaschen wird - eine Art Blitzkur also und damit genau mein Beuteschema! Macht die Mähne quietschsauber und hinterlässt einen seidigen Glanz. Auf meine June Ainscough-Bürste schwöre ich immer noch, die kann ich Mädels mit störrischem Haar wirklich nur ans Herzen legen. Die Kunststoffborsten entwirren sanft und reißen keine Haare aus.
Und obwohl ich nicht der größte Freund von Haarspray bin, so stehe ich momentan total auf die grüne Version Perfect Hold von Intelligent Nutrients, die gänzlich ohne Parabene, Silikone und Erdöl auskommt und dabei mindestens so gute Dienste leistet, wie unsere Lieblinge aus der Drogerie. Badhairdays gehören von nun an also der Vergangenheit an!

-I swear by my organic haircare faves-

Freitag, 17. Juli 2015

Weekend Lips // Kendall Jenner x Estée Lauder


Yeah! Auf den Launch von Restless - dem ultimativen Rotorange, das von Instagramikone Kendall Jenner in Zusammenarbeit mit dem Beautygiganten Estée Lauder entworfen wurde - habe ich wirklich hibbelig gewartet.
Ich liebe alles, was auch nur annähernd orange ist (zumindest wenn es um Lippenstifte geht), stehe total auf Mattfinish und außerderm hat mir Estée Lauder schon mal einen meiner liebsten Lipsticks ever beschert (Coral Tangerine). Jackpot also? Oh yes. Ich bin verliebt in Nuance und Tragegefühl (Restless ist übrigens in der Pure Color Envy-Serie erschienen), die Haltbarkeit liegt bei gut sechs Stunden und die Farbe ist einfach Sommer in seiner reinsten Form (hier ein Tragefoto). Der Haken? Das gute Stück ist limitiert, also nichts wie los und an den virtuellen Counter gestürmt (online-exklusiv)! Ich bin wirklich am Überlegen, mir noch ein Backup zu ordern, denn wahre Liebe ist heute so selten. Und Ihr wisst...on a bad day there is always lipstick!

-thank you Kendall Jenner for the most amazing lipstick shade of the year-

Donnerstag, 16. Juli 2015

Giorgio Armani // Acqua di Gioia

Wie riecht der Sommer? Für mich definitiv nach Erdbeereis, Meer, lauwarmen Regengüssen auf Asphalt, Gin Tonic, Salz auf der Haut, Bananenmilch und Limettensorbet, nach gegrillten Sardinen, überreifen Bergpfirsichen und Après-Soleil. Auch wenn es sich nicht gerade um meine Lieblingsjahreszeit handelt, so ist sie in olfaktorischer Hinsicht ein fabelhaftes Chamäleon des Facettenreichtums. Sommer ist laut, Sommer ist leise. Immer schwingt eine gesunde Portion Veränderung mit, wenn das just aus dem Winterschlaf erwachte Spaghettiträgertop auf lang ersehntes Hitzefrei stößt. Seit Jahrzehnten versucht die Parfumindustrie immer wieder aufs Neue, dieses einmalige Lebensgefühl in einem easypeasy Flakon einzufangen und will uns das südfranzösische Rivierafeeling schon beim morgendlichen Routinespritzer vermitteln.
Für mich funktioniert dieses sagenumwobene Vorhaben nur bedingt, weil: es geht um die Leichtigkeit des Seins und genau das ist der Haken an der Sache. Simple Perfektion zu kreieren ist kein Ding, das man eben mal locker aus dem von ecrufarbenen Leinen bedeckten Ärmel schüttelt. Reinheit lautet das Stichwort der Stunde, Purismus ohne Kompromisse. Komplexen Winterdüften verzeiht man gut und gerne mal einen klitzekleinen Kompositionsfauxpax, kein Wunder, welche ungeschulte Nase erkennt schon vierundzwanzig Nuancen jenseits von Oud und Amber im Schlaf? Eben. Die meisten Kassenschlager lassen mich kalt, CK One und Davidoff Cool Water sind mir viel zu aquatisch (wobei ich wohl weiß, dass genau das die Absicht dahinter war), Escada-Düfte erinnern mich eher an Fruchtpunsch auf Teeniefeten und Boss Orange riecht man an jeder Ecke (wenn auch angenehm). Dennoch habe ich mich dieses Jahr verknallt - und zwar in einen Everybody's Darling:

Acqua di Gioia von Giorgio Armani ist der Signatureduft einer meiner liebsten Freundinnen, meine Liebe zu dem Wässerchen wurzelt sicher zu nicht geringen Teilen auf subjektivem Boden. Unbeschwert und fröhlich, ein Garant der guten Laune. In der Kopfnote trumpfen spritzige Akkorde von Minze, Zitrone und Wasser auf, die glücklicherweise niemals aquatisch anmuten, sondern viel eher an einen perfekt gelungenen Mojito an der sardischen Lieblingsstrandbar erinnern. Jasmin, Pfingstrose und Rosa Pfeffer bilden eine würzig-florale Basis, die auch noch nach Stunden eine deutlich wahrnehmbare Sillage hinterlässt. Brauner Zucker, Labdanum (ein Harz) und Zeder runden die Komposition ab und versprühen einen Hauch Wärme, ohne zu sehr ins Holzige abzudriften. Acqua die Gioia schafft den Spagat, um den sich so viele bemühen. Frisch und fruchtig argiert hier in der ausgewogensten Form. Es ist kein Duft, über den man sich großartig Gedanken machen müsste oder der in die unergründlichen Tiefen der Parfumeurskunst schlittert, Acqua di Gioia funktioniert einfach. Immer.
Und genau das habe ich für Temperaturen jenseits der fünfunddreißig-Gradmarke gesucht!

-enjoy your Gioia-

Mittwoch, 15. Juli 2015

New in // Skin2Skin Brushes by RMS Beauty


Als ich vor ein paar Monaten mitbekam, dass eines meiner allerliebsten Greenbeauty-Labels, RMS Beauty, Pinsel launchen sollte, war ich ganz aus dem Häuschen. Der famose Buriti Bronzer ist eines meiner absoluten Faveproducts, das wisst Ihr wohl mittlerweile. Die gänzlich ohne schädlichen Inhaltsstoffe entwickelten Texturen kommen immer in Cremeausführung (wie auch bei Kjaer Weis) daher, was ein wenig Übung braucht. Mittlerweile sind sie mir aber fast lieber als Puderpendants und umso neugieriger war ich, als eigens dafür kreierte Pinsel auf den Markt kommen sollten. Also fackelte ich nicht lange und habe den Skin2Skin Foundation Brush (mit den getwirlten Härchen) und den Skin2Skin Blush Brush ausprobiert!

Skin2Skin Foundation Brush - Pinsel dieser Art entwickeln sich momentan zu einer neuen Obsession von mir, bereits an dieser Stelle gab es Feedback zu zwei meiner Favoriten. Zum Geburtstag schenkte mir Amazingy die wunderbare Kjaer Weis-Foundation, die ich bis dato immer mit den Fingern auftrug. Die Konsistenz ist etwas sticky und lässt sich mit der eigenen Körperwärme besser einarbeiten. Also bestens geeignet als Testmaterial (weil ebenfalls crueltyfree)! Der Kopf des Pinsels ist ähnlich klein wie bei Shiseido oder Tom Ford, was für mich immer noch ein wenig ungewohnt ist, weil ich lange den breiten Buffer von Zoeva benutzt habe, der unheimlich fix in der Anwendung war. Hochwertige Haare synthetischen Ursprungs machen die Skin2Skin Brushes zu perfekten Begleitern für alle Veganer und Mädels, die auf tierische Produkte gerne verzichten möchten.
Sie fühlen sich ein wenig gröber an, allerdings sind Synthetikhaare für den Auftrag von Cremeprodukten sowieso besser geeignet. Auf dem Gesicht merke ich persönlich fast keinen Unterschied zu Echthaar, da kratzt nichts. Das Einarbeiten dauert ein paar Minuten, danach werde ich aber mit einem schönen und natürlichen Teint belohnt, der dem durch Profipinsel aus dem Highend-Bereich erreichten Finish in nichts nachsteht. Die Haare sind übrigens in verschiedenen Längen angeordnet, was für einen streifenfreien Auftrag sorgt.


Skin2Skin Blush Brush - auf dieses Tool habe ich lange gewartet! Dieser Pinsel ermöglicht einen perfekten Auftrag von Rouge- und Bronzerprodukten in Cremeform, durch den Stipplingkopf wird die Textur gleichmäßig in die Haut eingearbeitet und sitzt nicht nur auf dem Makeup. Dippt man den Pinsel einmal in ein Lips2Cheek-Produkt, haftet an den Borsten exakt die Menge, die für ein natürliches Finish benötigt wird. Funktioniert super und gestaltet den Auftrag wirklich um einiges einfacher! Funktioniert übrigens auch mit dem Living Luminizer.


Zwei wirklich schöne Alternativen der Naturkosmetik, die den großen Marken auf jeden Fall das Wasser reichen können. Wer auf der Suche nach Tools ist, die auch manchmal etwas komplizierte Cremeprodukte händeln können, sollte hier definitiv einmal genauer hinsehen. Preislich liegen die Skin2Skin Brushes zwischen dreißig und vierzig Euro.


-RMS launched some new brushes-

Dienstag, 14. Juli 2015

What I heart today // July


Hitzewelle und allgemeiner Sommerblues haben mir ein wenig die Lust an Makeup genommen, bei fünfunddreißig Grad Plus fühlt sich doch irgendwie alles zu viel an. In Lissabon verzichtete ich die meiste Zeit sogar gänzlich auf Schminke, wieder in den heimischen Gefilden angekommen greife ich aber gerne zu verlässlichen Teintprodukten, die mein (leider durch ein Strandschläfchen) ungleichmäßig gebräuntes Gesicht ebnen. Immer noch ganz vorne mit dabei: Le Blanc de Chanel, die Base wirkt illuminierend und kommt mit einem natürlichen Weichzeichnereffekt daher, meine vollständige Review dazu gibt es hier. Lange bin ich um die gehypte Le Touche Èclat-Foundation von Yves Saint Laurent geschlichen und ich kann Euch sagen - die Begeisterung ist auch bei mir angekommen! Die leichte bis mittlere Deckkraft ist ideal für lange Arbeitstage und setzt sich nicht unschön in Trockenheitsfältchen (danke Flugzeug-Klimaanlage) ab. Eine ausführliche Review dazu werde ich in den nächsten Tagen veröffentlichen. Auch meine geliebten Lippenstifte genießen gerade Sommerpause, nur zu einem Exemplar greife ich ganz besonders häufig. Der Clarins Rouge Eclat-Lippenstift in Nude Rose ist ein schöner Alltagston, eine softe Mischung aus Rosenholz und Nude, die immer geht. Pflanzliche Wachse pflegen die Lippen zudem kussweich und lassen sie praller aussehen. Nachziehen ohne Spiegel ist übrigens ein Kinderspiel!
Auch wenn ich ein Winterkind bin, meine Lust an tollen Düften verdirbt mir auch der Sommer nicht. Toll für laue Abende und Nächte bei einem kühlen Glas Rosé ist Ambre Gris von Balmain, ein warmer Duft, der sehr speziell und anmutig rauskommt. Hier geht es zu meiner Review.

P.S.: Normalerweise ist die Beautyszene ein Ort der Ruhe für mich, ich habe unheimlich viel Freude an dieser Materie und beschäftige mich liebend gerne und mit Herzblut mit der unerschöpflichen Vielfalt an Möglichkeiten. Das Video von Beautybloggerin Em Ford hat mich allerdings extrem traurig gemacht und ich frage mich, wo der gegenseitige Respekt - gerade in YouTube-Kreisen - eigentlich hin ist? Ein kleiner Linktipp zum Nachdenken, der hoffentlich nachhaltig etwas bewegt!

Montag, 13. Juli 2015

Kiehl's // Cucumber Herbal Toner & Overnight Biological Peel


Man mag es kaum glauben, aber intensiven Kontakt hatte ich mit den famosen Kiehl's-Produkten wirklich erst im Frühling letzten Jahres in Berlin. Packaging und Sortiment entsprechen zwar exakt meinem Gusto, doch irgendwie war das mit uns eine Slow Love. Vor ein paar Wochen sendete mir das amerikanische Kultunternehmen ein liebes Päckchen zu (Danke!), das ein paar der Schätzchen beinhaltete, auf die ich schon länger neugierig war.
Die Review zu meiner neuen Lieblingsaugencreme gab es bereits an dieser Stelle, heute sind der Cucumber Herbal Toner und das Overnight Biological Peel dran!

Cucumber Herbal Toner (alkoholfrei) - dass ich ein waschechtes Tonermädchen bin, dazu habe ich mich hier schon des Öfteren bekannt. Kein Beautyprodukt kann einen höheren Verschleiß in meinem Badezimmer verzeichnen, als meine geliebten Wässerchen, die stets die nötige Portion Erfrischung und den süchtig machenden Feuchtigskeitskick verleihen. Die Kiehl's-Version ist ein echter Klassiker und speziell für trockene und empfindliche Haut entwickelt worden. Ausgewählte Kräuterextrakte sollen Rötungen mindern und gereizte Partien beruhigen. Bis dato bin ich in meiner Routine immer so vorgegangen, dass ich ein getränktes Wattepad sanft über mein gereinigtes Gesicht gestrichen habe. Vorige Woche bekam ich von einer lieben Dame auf dem Origins-Event aber den wertvollen Tipp, bei trockener Haut auf zusätzliche Reibung zu verzichten und den Toner einfach vorsichtig mit den Händen aufzutupfen. Die Prozedur ist etwas gewöhnungsbedürftig, die Haut fühlt sich aber tatsächlich noch praller und länger gut durchfeuchtet an. Besonders schön: mit achtzehn Euro ist das Gesichtswasser keine Investition fürs Leben und hält was es verspricht. Wird definitiv nachgekauft, ein zuverlässiges Alltagsprodukt!

Overnight Biological Peel - als Skincarejunkie möchte ich nach langwieriger Testphase auch nicht mehr auf Fruchtsäurepeelings verzichten, die meine Haut so viel besser verträgt, als die oftmals reizenden mechanischen (mit Körnchen) Pendants. Die gelige Substanz wird abends nach dem Reinigen großzügig auf das ganze Gesicht aufgetragen und muss über Nacht einwirken. Anfangs merkt man ein leichtes Kribbeln, was bei Produkten dieser Art allerdings normal ist. Am nächsten Tag fühlt sich meine Haut sehr zart und gepflegt an, öfter als zweimal die Woche würde ich empfindlichen Häutchen aber nicht dazu raten. Ganz wichtig: Sonnenschutz sollte sowieso zur täglichen Routine gehören, ganz besonders dringend wird er aber, wenn man am Tag zuvor mit BHA- und AHA-Produkten hantiert hat. Es gehört ein bisschen Übung und sicher auch Mut dazu, säurehaltige Toner oder Cremes in die eigene Routine einzubauen. Bei mir hat sich dieser Schritt aber unheimlich bewährt und meine Haut sieht feiner aus und fühlt sich viel besser an. Blue Plasma von Perricone MD zählt auch zu meinen Faves und arbeitet nach dem gleichen Prinzip, immerhin ist die Kiehl's-Version aber gut um die Hälfte günstiger!

-some new stuff from Kiehl's for a skincarejunkie like me-

Freitag, 10. Juli 2015

Recap // Aesop Store Opening Frankfurt















Ihr Lieben, die letzten zwei Wochen waren super aufregend! Gleich zwei tolle Events in einer Woche habe ich mitgenommen, bevor ich ab Donnerstag mit meiner lieben Freundin in Darmstadt auf unseren Flug nach Lissabon hinfieberte. Seit zwei Tagen bin ich nun Zuhause und noch immer so fasziniert von dieser wunderbaren Stadt, dass ich es selbst kaum glauben kann - aber dazu wird es in einem eigenen Post bald mehr geben. Donnerstag vor einer Woche durfte ich zusammen mit Aesop die Eröffnung des fünften Signature Stores in Deutschland feiern. Kreativer Kopf hinter der Gestaltung des Ladenkonzepts war Philipp Mainzer, den einige eventuell vom Frankfurter Design-Lokal-Matador E15 kennen werden. Dass das australische Label einer meiner absoluten Beautyheros ist, dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein. Meine trockene Haut liebt die mit ätherischen Ölen angereicherten Cremes und Seren und meine Nase ist süchtig nach dem signifikanten Duft aus Down Under. Und dann wäre da noch das Auge - denn hübscher könnte ein gelungenes Packaging kaum sein, oder? Meinen Aesop-Produkten weise ich im Badezimmer mit größtem Vergnügen die schönsten Plätze zu, an dem cleanen Apothekenchic habe ich mich noch lange nicht satt gesehen. Und so dürfte es nicht verwunderlich sein, dass ich im neuen Frankfurter Store (Kaiserstraße 20) am liebsten gleich eingezogen wäre. Das Herzstück des Ladens bildet das goldene Waschbecken, an dem die Kunden nach Lust und Laune und mit kompetenter Beratung die Produktrange ausprobieren dürfen. Ich freue mich immer wieder über detailverliebte Interiorumsetzungen und habe mich ganz arg in die Lampe am Waschbecken (5. Bild) verschossen! Der Store ist in kühlen, aber hellen Farben gehalten, während die Regale in einem herrlich beruhigenden Moosgrün daherkommen, das perfekt zum Dunkelbraun der Glasflaschen passt. Bei Aesop fühle ich mich immer schnell wohl, schon im Berliner Store fiel mir das freundliche Personal und die individuelle (und zeitintensive!) Beratung direkt positiv auf. Hier bekommt man - anders als in vielen anderen Beautystores - nichts aufgequatscht, die Zufriedenheit des Kunden genießt stets höchste Priorität. Also, wenn Ihr demnächst mal wieder in Frankfurt seid, stattet dem herzlichen Store doch einen Besuch ab. Ich kann es Euch nur wärmstens empfehlen!

-visited the new signature Aesop store in Frankfurt last thursday-