Freitag, 27. November 2015

Maison Francis Kurkdjian // Aqua Vitae Forte


Auf einem Beautyblog über die Leichtigkeit des Seins zu philosphieren, kam mir im ersten Moment komisch vor. Was haben Makeup, Skincare und Parfum mit denen das Leben begleitenden Emotionen zu tun? 
Nicht gerade wenig, fiel mir später auf. Ich erinnere mich noch heute, welches Parfum ich bei meinem ersten Kuss trug, nach welchem Rouge ich während des besten Sardinien-Urlaubs meines Lebens süchtig war und wie meine Kinderhaare nach jedem Schwimmbadgang sanft nach dem ultimativen Pfirischshampoo von Garnier dufteten. Es ärgert mich manchmal, dass Beauty häufig als oberflächlich betrachtet wird und Mädels wie ich gleich in einer eng gedachten Schublade landen. Klar, in Anbetracht der aktuellen Weltgeschehnisse schwirren auch mir andere Gedanken im Kopf herum, das ist auch gut so. Und trotzdem versuche ich immer wieder einige meiner Freundinnen und Kumpels für dieses so banal erscheinende Themengebiet zu sensibilisieren. Manchmal gelingt es mir auch und mit einem meiner besten Freunde teile ich das besagte "Geruchsmensch-Sein", worüber wir bei zu vielen Gin-Tonics schon etliche Stunden philosophiert haben. Noch immer wird ihm ganz schwindelig, wenn er irgendwo den Duft seiner ersten Jugendliebe aufschnappt, er bemerkt sofort, wenn ich ein anderes Parfum trage und auch ich tendiere zu diesem für einige vielleicht etwas seltsam wirkenden Verhalten. Ich verliebe mich primär in einen speziellen Duftcocktail (was wir mehr oder minder bewusst übrigens alle tun) und werde regelrecht süchtig danach. Es gibt Zeiten, da komme ich mir vor wie eine Lightversion von Jean-Baptiste Grenouille und zwinge mich damit aufzuhören, mir zu jeglichen Parfums wilde Gedankenassoziationen auszumalen. Aber: es macht Spaß, es bringt Freude und trainiert den Geruchssinn ungemein! Nur was tun, wenn das Näschen mal zu viel hat von all der olfaktorischen Poesie und des schillernden Facettenreichtums in hübsch geschliffenen Glasflakons? Dann muss schlichte Perfektion die Wogen glätten und die nasalen Rezeptoren auf neue Achterbahnfahrten vorbereiten.

Als Beautyblogger hortet man Unmengen an Lippenstiften, Foundations und Nagellacken und trotzdem fällt in meiner Sammlung eine Kategorie noch deutlicher ins Auge: Parfums! Meine liebsten (es dürften so um die 20 sein) habe ich feinsäuberlich auf einem Kupfertablett auf meiner Kommode arrangiert, wohlwissend, dass sich Düfte dunkel aufbewahrt länger halten. Doch gegen die Magie schöner Flakons bin ich einfach machtlos und betrachte sie daher als Interiorgegenstand. Der Rest schlummert in einer vor Sonnenlicht geschützten Schublade und wartet auf den passenden Einsatz (den ich übrigens den Jahreszeiten nach abhängig mache). Andere Frauen stehen vor ihrem hoffnungslos überfüllten Kleiderschrank und sagen sich imaginär die lächerlich klingenden Worte "Ich habe nichts zum Anziehen" vor, mir geht es bei der Duftwahl häufig so. Orientalisch, frisch, grün oder doch lieber würzig? Ordentliche Sillage, eher subtil im Abgang oder experimentell? An manchen Tagen fehlt mir schlichtweg die Fantasie und ich bin - sehr gegen mein eigenes Naturell - so gar nicht entscheidungsfreudig. Dann gibt es eine Hand voll Parfums, die mir geschickt aus der Patsche helfen. Die meine Nase in den Entspannungsmodus katapultieren und meinem olfaktorischen Anspruch trotzdem noch gerecht werden können. So ein Kandidat ist Maison Francis Kurkdjians Aqua Vitae Forte*. Als ich die Duftpyramide las, klang die Kreation erstmal nicht sonderlich kreativ. Mandarine, Bergamotte, Pfeffer, Ylang-Ylang und Sandelholz scheinen ziemlich austauschbar, jedenfalls nicht wie eine innovative Geruchsexplosion. Das will dieses Parfum auch gar nicht sein und genau für diesen Fakt schätze ich es so sehr. Mir ist bis dato bei all meinen ausschweifenden Testorgien noch nie ein solch cremiges Exemplar untergekommen, das nach Stunden nicht an den Nerven zerrt und einfach nur elegant wirkt. Eine ganz leichte florale Note macht Aqua Vitae Forte in meiner Nase zu einem Frauenduft, bleibt aber immer kokett und angebracht. Dieser Duft ist mein stilsicherer Kaschmirpulli, mein zeitloser Camelcoat und die heiß geliebten schwarzen Chelsea Boots. Es gibt keine Gelegenheit, zu der er nicht passen würde, er ist ein Retter in der Not und glänzt auch sonst in all seinen perfekt aufeinander abgestimmten Facetten wunderbar milchig. Das viel gehypte Blanche von Byredo ist mir sehr oft viel zu stechend in der Nase und erinnert mich an Weichspüler (was es wohl auch soll), der Geruch nach frischer Bettwäsche lockt aber auch mich immer wieder in die Parfümerie. AVF ist nicht unbedingt die Sorte "wie frisch gewaschen", gehört aber definitiv in die Kategorie der Sauberdüfte. Ohne großes Brimborium ist hier ein Meisterwerk des Parfumhandwerks in höchster Qualität gelungen, das laut nach stilvollem Purismus schreit und doch nicht gleich im ersten Moment auffällt. 
Wer auf der Suche nach Understatement in der Luxusausführung ist, könnte hier fündig werden!

-one of the best scents ever-

Donnerstag, 26. November 2015

Weekly Beauty Menu // Vol. I


Ihr kennt das - neues Jahr, neues Glück und oftmals utopische Vorsätze. Mit letzteren habe ich vor ungefähr fünf Jahren vollständig gebrochen, es bringt ja sowieso nichts. Im Januar kam mir dann aber die fixe Idee, auf meiner Kommode eine wöchentliche Patrouille an Beautyprodukten aufzustellen, die mich an sieben Tagen die Woche durch den Alltag begleiten sollen (Ausnahme: Lippenstift, den wechsele ich nach Lust und Laune täglich). Mit der Zeit haben sich so viele Paletten, Mascaras, Rouges und Highlighter angesammelt, dass ich gar nicht mehr alles in sichtbarer Greifweite deponieren kann, sondern einen Großteil meines Repertoires in dunklen Boxen aufbewahre. Bei morgendlichen Verschlafkationen bleibt da natürlich keine Zeit, sich noch großzügig durch die schminktechnischen Opportunitäten zu wühlen und so wird nun jeden Sonntagabend ein kleines Schälchen mit meinen Wochenbuddies ausgerüstet. Wie Ihr wisst, bin ich eher pragmatisch veranlagt und vertraue liebend gerne auf Altbewährtes; durch das sich immer wiederholende System kommt aber deutlich mehr Abwechslung in die Routine und die Momente, in denen ich alte Beautyschätze wieder neu für mich entdecke, sind wirklich schön! 

Meine aktuelle Pflegeroutine funktioniert gut und meine Haut zickt nicht mit übermäßigen trockenen Stellen rum, sodass ich bei der Foundationwahl freie Hand habe. Die Estée Lauder Double Wear Foundation* hatte ich nie wirklich auf dem Schirm, wird sie doch immer mit einer eher hohen Deckkraft angepriesen. Seit ein paar Wochen gibt es aber neue (und ganz helle!) Nuancen, also wagte ich mich an ein neues Teintprojekt. Die Textur ist sehr flüssig und die Tatsache, dass das Fläschen ohne Pumpspender daher kommt, ist dabei vielleicht etwas unpraktisch. Mittlerweile habe ich die für mich passende Dosierung jedoch raus und bin widererwarten ganz verliebt. Die Deckkraft der Foundation ist zwar deutlich höher als bei meinen anderen Tiegeln und Tuben, aber das Ergebnis sitzt stundenlang einwandfrei und kriecht nicht in trockene Stellen, womit ich sonst häufig zu kämpfen habe. Ich mische sie immer 1:1 mit einer Feuchtigkeitspflege, das wirkt natürlicher und polstert die Haut wie bei einer BB-Cream schön auf. Auf meinen liebsten Concealer von Hiro mag ich gar nicht mehr verzichten, der Spacebalm* ist der absolute Wahnsinn! Ich habe viele Produkte, die Augenschatten zuverlässig abdecken, aber dieses kleine Wunder im Tiegel pflegt die empfindliche Augenpartie so herrlich zart, dass ich das Gefühl kaum beschreiben kann. Das Naturkosmetik-Produkt (gibt es via Amazingy) kommt in einer breiten Nuancenpalette daher und Talleah (ein neutrales Beige) begleitet mich wirklich ununterbrochen. Ganz große Empfehlung! 
Die Charlotte Tilbury Dolce Vita Palette habe ich mir in einem Anflug des Wahnsinns bei einer versandkostenfreien Aktion auf Net-a-Porter bestellt und was soll ich sagen? Das britische Visagistengenie hat sich mit diesem Produkt geradewegs und mit voller Wucht in mein Herz katapultiert, die Lidschatten sind traumhaft pigmentiert und ganz easy zu verblenden. Der Rostton passt perfekt in den Herbst und zu meinen grünen Augen (man braucht ja schließlich ein aussagekräftigtes Kaufargument gegen das schlechte Gewissen) und die edle Verpackung bereitet mir bei jeder Verwendung gute Laune. Jackpot für alle leicht irren Beautynerds da draußen. Durch das rotierende System habe ich auch MAC Handwritten wieder für mich entdeckt, den ich mir mit siebzehn zugelegt habe. Meiner Meinung nach das perfekte matte Schokobraun, das sich herrlich zum Schattieren und Dramatisieren von simplen Augen-Makeups eignet. Oder zum Ziehen eines subtilen Lidstrichs. Ich bin immer noch etwas überrascht von meiner teeniehaften Punktlandung, freue mich aber ganz euphorisch darüber. Apropos Lidstrich: der neue Easy Does It Liquid Eyeliner* von Clinique ist magisch gut! Ich bin normalerweise kein Fan feiner und biegsamer Härchen, wenn es um die Kunst des Strichelns geht (ich brauche dank fehlender Fingerfertigkeit eine robuste Filzspitze), aber das Teil hier ist in der Tat mal easy peasy. Binnen zwei Sekunden sitzt der Lidstrich nahezu katzenmäßig perfektioniert und verläuft auch nach Stunden nicht im undefinierbaren Nirgendwo. Ich bin Fan und werde nachordern, sobald die Tinktur nicht mehr tiefschwarz malt. Auf den Lippen trage ich momentan sehr häufig meine neuen Matte Lipcreams von Colourpop (dazu bald mehr), der Vernis á Lèvres von Yves Saint Laurent in der Farbe Rouge Vintage findet aber auch reißenden Absatz. Die glossige Textur trocknet auf den Lippen nahezu weg, ohne diese spröde werden zu lassen und taucht sie in einen dunkelroten Stain. Very pretty! Auch die blassen Wangen müssen während der frostigen Tage mit Farbe gepusht werden, aktuell greife ich gerne zum Silky Cream Blusher* in Brick Red von Horst Kirchberger. Die Nuance sieht im Pfännchen viel krasser aus als aufgetragen, der Effekt ist schön frisch und verleiht den ganzen Tag knackige Apfelbäckchen. Mascaratechnisch bin ich, man mag es kaum glauben, immer noch auf der Suche nach meinem heiligen Gral, aber die Lancôme Grandiôse Mascara macht ihren Job schon mal sehr solide. Ich habe das Tübchen mittlerweile zum dritten Mal nachgekauft und bin immer noch leicht erstaunt über das Können des gebogenen Schwanenhalses. Könnte eine Lösung für alle Mädels mit kurzen Wimpern sein!

-my weekly beauty items so far-

Dienstag, 24. November 2015

Gift Idea // Laura Mercier Luxe Brush Collection


Mit meinem Beautyfieber habe ich mittlerweile auch eine ganze Reihe meiner Freundinnen angesteckt und ich überlege seit Wochen, was ich ihnen schenken könnte. Parfums faszinieren mich persönlich zwar am meisten, allerdings sind sie auch so individuell und subjektiv, dass ich sie als (unausgesprochene) Geschenkidee nicht sonderlich ratsam finde. Lippenstifte besitzen die meisten schon tonnenweise (aber Tom Fords First Time wär trotzdem einen Platz auf dem Wunschzettel wert) und Badezusätze sind ob mangelnder Badewannen in der studentischen WG auch nicht die beste Alternative. Also kurz nachgedacht - über was würde ich mich freuen? Klaro, über hochwertige und schöne Makeup-Tools! Was hat mein Herz geblutet, als ich einen Douglas-Gutschein für meinen ersten 217er von MAC geopfert oder mir endlich die heiß ersehnte Chanel-Wimpernzange in Strasbourg gegönnt habe. Ich gebe mein Geld eben viel lieber für den hundertsten und bestimmt nicht notwendigen korallfarbenen Lippenstift aus, auch wenn mir all die schönen Beautytöpfchen ohne das richtige Werkzeug herzlich wenig bringen. Das dachte sich wohl auch Laura Mercier, als sie die diesjährige Holiday Collection lancierte. Die Stroke of Genius Luxe Brush Collection* sprang mir durch die hübsche Clutch gleich ins Auge und Ihr wisst, ich bin pragamtisch veranlagt. Im Inneren verbergen sich sechs Pinsel in Miniformat, die alles draufhaben, was man für ein gelungenes Makeup so braucht. Flat Eyeliner, Eye Crease, All Over Eye Colour, Ponytail, Cheek Colour und Secret Camouflage Brush (für Concealer und Unreinheiten) sorgen in Windeseile für die richtige Portion Farbe und verblenden dank babyweichem Echthaar ganz easy sämtliche Pudertexturen. Ich bin wirklich verliebt und weiß auch schon, wer dieses Täschen bald in seinen Händen halten darf! Das Set gibt es in Deutschland beispielsweise online bei Douglas und Ludwig Beck zu kaufen.

-one of my gift ideas for beauty junkies-

Mittwoch, 18. November 2015

Profumum Roma // Sorriso


Bald schreiben wir Dezember und Ihr wisst, ich liebe den Winter. Die Stimmung, die Dunkelheit, das Gemütliche und die Langsamkeit, der es sogar gelingt, sich stückweise in unseren hektischen Alltag vorzuarbeiten. Im Winter lebe ich bewusster, achte verstärkt auf meine Bedürfnisse, um mich auf Strecken grauer Tage nicht selbst zu verlieren. Dann beschäftige ich mich mit Dingen, die mich schon lange interessieren und die im Sommer oft zu kurz kommen. Düfte gehören definitiv dazu und passenderweise darf ich mich aufgrund meiner Bachelorarbeit bis Januar vermehrt mit diesem Thema auseinandersetzen. Olfaktorisches Schreiben in der Literatur ist es geworden und könnte nicht glücklicher sein über meine Wahl! Derzeit versuche ich ganz gezielt, mir jeden Tag einen Duft vorzunehmen und ihn in seiner Komposition, seinen persönlichen Kapiteln und der individuellen Entwicklung zu verstehen. Ganz neu im heimischen Parfumregal: Sorriso* von Profumum Roma.

Das italienische Traditionshaus spickt wundervolle Geschichten rund um seine Kreationen und es gibt kaum eine darunter, die ich nicht gerne selbst einmal in die Hand nehmen und meine Nase hineintauchen wollen würde. Sorriso kommt aus der Familie der Gourmand-Düfte, die in ihrer olfaktorischen Zusammensetzung an süße Desserts erinnern. Sie basieren häufig auf einer üppigen Vanille-Note und werden mit Nuancen aus Schokolade, Whiskey, Marzipan oder Zucker angereichert. Eines der beliebtesten Parfums dieser Gattung dürfte definitiv Lancômes La Vie est Belle sein, doch im Reich der Sinne (oder der Nischenparfums) lauern noch so viele süße Geheimnisse mehr. Sorriso besteht aus wenigen Inhaltsstoffen und genau diese Tatsache macht das Dufterlebnis so intensiv. Die Kombination aus Schokolade, Bitterorange und Vanille tönt im ersten Moment eher wie Muttis Vorzeigerezept zur kulinarischen Verköstigung der Weihnachtsgesellschaft, funktioniert aber widererwarten nicht nur auf dem goldverzierten Teller. Ich bin ein Liebhaber grüner und klarer Parfums, gerade wenn Vanille im Spiel ist erschlägt es mich schnell. Und trotzdem habe ich mich im Laufe meiner olfaktorischen Entdeckunsgreise in so manches opulente Schätzchen verknallt. Sorriso ist nicht orientalisch, nicht schwer und nicht erdrückend. Eine gewisse und äußerst wohl dosierte Süße kann man dem Wässerchen unter keinen Umständen ausschlagen, doch im Gesamteindruck wirkt alles so wunderbar harmonisch. Wie ein Spiegel der Glückseligkeit an kalten Tagen, ein Mantel der Geborgenheit. Mit der Zeit entfaltet sich eine cremige Einheit der Sinnlichkeit, die sich wie selbstverständlich auf den Träger legt und gar nicht weiter auffällt. Und das ist der ausschlaggebende Punkt: das Parfum verschmilzt mit der Haut, der fein gesponnene Duftteppich (der übrigens ohne große Mühe stundenlang hält) aus erlesenen Ingredienzen unterwirft sich und wird zum stillen Begleiter, der mir im Laufe des Tages immer wieder gekonnt ein wohliges Lächeln entlockt. Ich fühle mich an meine geliebten Vanillekipferl erinnert, an warme Kerzen und das Knistern des Kamins, an würzigen Apfeltee und das in Bitterschokolade getauchte Spritzgebäck. Ganz am Anfang nehme ich einen Hauch frisch geöffneter Orangen wahr, der sich aber schnell verflüchtigt und den wahren Stars die Manege überlässt. Sorriso riecht nach Zuhause, nach Geborgenheit und Weihnachten und irgendwie oder ganz einfach: nach purem Glück im Herzen!

-Sorriso is a truly scrumptious scent for the upcoming christmas season-

Dienstag, 17. November 2015

Aufgebraucht // Volume II


Bevor sich das Jahr endgültig dem Ende neigt, will ich noch so einige Produkte platt machen. Momentan gelingt mir das auch ganz gut und nach Runde Eins, zeige ich Euch heute die Fortsetzung. Was mir gefallen hat, was eher weniger und welche Schätzchen definitiv wieder einziehen dürfen? Lest hier:


The Body Shop Banana Shampoo  -  ich stehe so dermaßen auf alles, was nach Banane riecht oder schmeckt! 2015 war ein Banana-Jahr und ich habe wirklich keine Gelegenheit ausgelassen, die exotische Frucht zu genießen; in welcher Form auch immer. Das Shampoo von The Body Shop hatte ich vor meiner Sucht gar nicht so richtig auf dem Schirm und habe es dann beim Shoppen spontan und aus purer Neugier mitgenommen. Der Duft ist himmlisch (man muss Banane logischerweise mögen) und die Formulierung schön mild. Meine Haare glänzen nach dem Waschen recht intensiv und fühlen sich gepflegt an. Ist schon nachgekauft.

Phyto Phytodéfrisant  -  wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich das französische Haarpflegelabel (Phytoneutre) sehr mag. Das goldene Tübchen enthielt ein fast ausschließlich pflanzliches Gel, das frizzige und störrische Haare nach der Wäsche in den Griff kriegen soll. Hat soweit auch gut funktioniert, trotzdem mag ich die Phyto 9 Haarecreme aufgrund ihrer Reichhaltigkeit lieber und werde diese nachkaufen.

Klorane Eye Pads  -  und noch ein französischer heiliger Gral. Der Dank geht hier an Hanna, die die Pads mal in ihrer Shoppingliste für Frankreich erwähnt hatte und seitdem bin ich süchtig nach den kühlenden Gelpads. Kornblumenextrakt wirkt abschwellend und nach einer durchfeierten oder einfach nur schlaflosen Nacht ist dieses Produkt der Hammer. Werde ich wohl bis an mein Lebensende im Kühlschrank haben. Aufgepasst: auch die Französinnen lieben die Patches, weswegen sie oft in vielen Apotheken ausverkauft sind. 
Also am besten gleich mehrere Läden ansteuern.

Oskia Renaissance Mask  -  was habe ich mich auf diesen Tiegel gefreut! Nicht nur die Britgirls lieben die Skincarebrand Oskia abgöttisch, auch ich bin dem Renaissance Cleanser verfallen. Die Enzym-Peelingmaske habe ich damals mitbestellt, um die hohen Versandkosten zu relativieren und natürlich nicht zuletzt wegen der zahlreichen positiven Reviews. Was soll ich sagen? Mir fällt selten wenig ein zu einem Beautyprodukt, aber irgendwie stehe ich hier zwischen den Stühlen. Textur und Duft sind in alter Oskia-Manier natürlich bombastisch, nur die Wirkung will nicht so recht eintreten. Ich mag die REN Glycolactic Radiance Renewal Maske viel lieber und werde mir diese hier nicht nachkaufen.

Kiehl's Amino Acid Shampoo*  -  und noch ein Shampoo musste diesen Monat die Reihen auf meiner Badewanne räumen. Das Shampoo mit Aminosäuren wurde vor einigen Jahren im Netz viel gehypt und die versprochene milde Formulierung machte mich und meine sensible Kopfhaut neugierig. Der sanfte Duft nach Kokosnuss ist super schön, aber leider reagiert meine Kopfhaut trotzdem sehr zickig und schuppt nach der Anwendung. 
Wird daher nicht nachgekauft, könnte bei Mädels mit unkomplizierteren Mähnen für den täglichen Gebrauch aber bestens funktionieren.

Aesop Geranium Leaf Body Scrub*  -  eines meiner allerliebsten Peelings! Ihr wisst, ohne die körnige Paste geht bei mir gar nichts und bei jedem Badewannengang wird ordentlich geschrubbt. Die australische Ausgabe peelt sanft und sorgfältig dank mikronisiertem Bambusstamm und ist unheimlich ergiebig (die Tube hielt bei meinem regelmäßigen Gebrauch gute acht Monate). Wird sowas von nachgekauft!

&other Stories Floral Memento Body Soufflé  -  das schwedische Haus und ich, wir mögen uns. Aus der Beautyabteilung komme ich wirklich niemals mit leeren Händen raus und Bodylotion oder Peeling müssen immer mit! Floral Memento ist der vielleicht schönste Blumenduft, der mir bis dato jemals begegnet ist und erinnert mich an eine herrlich befreite Zeit in diesem Frühjahr. Die entsprechende Handcreme durfte letztes Mal schon mit und auch bei meinem nächsten Zwischenstopp wird wieder eine Lotion einziehen. Bei all diesen fantastischen Duftrichtungen kann ich mich nur leider nie entscheiden - die Pflegewirkung ist bei allen aber top. Extratipp: wenn Ihr bei eurem Einkauf ein leeres Beautyprodukt vorzeigt, gibt es satte 10% Rabatt auf den gesamten Warenkorb!

Clarins Multi-Hydratante Cream* -  die super leichte Tagescreme hat schon fast etwas Gelartiges an sich und war ein schöner Begleiter während der heißen Sommertage. Jetzt ist sie mir wie erwartet viel zu wenig reichhaltig und muss härteren Geschützen weichen. Würde ich eher nicht nachkaufen.

Korres Guava Bodylotion  -  die Guava-Serie ist meine allerliebste im griechischen Beautyhimmel. 
Das Tropicfrüchtchen riecht nach Sommer, Urlaub und guter Laune und macht mich einfach happy. Noch dazu pflegt die Creme meine trockene Haut an Beinen und Ellbogen streichelzart. Wird in der T-Shirt-Saison immer und immer wieder nachgekauft.

Nuxe Rêve de Miel  -  wenn ich mich für einen heiligen Gral im Beautyregal entscheiden müsste (besser nicht!), dann würde meine Wahl wohl auf das französische Honigwunder fallen. Seit ich diesen Lipbalm benutze, habe ich als Lippenstift-Freak nicht mehr mit trockenen oder gar rissigen Lippen zu kämpfen und erfreue mich jeden Morgen an meinem soften Kussmund, der jeden Lipstick ehrt. Wird auf ewig nachgekauft (mittlerweile bin ich bei Tiegel 4).

Kiehl's Avocado Eye Treatment*  -  Augencremes sind ein schwieriges Thema und bisher konnten nur zwei meinen Anforderungen gerecht werden. Das waren die Dermalogica Eye Repair (leider sehr teuer) und diese hier. Die Textur kriecht nicht heimlich in die Augen, spendet dank der Powerfrucht Avocado unheimlich viel Feuchtigkeit und reizt die empfindliche Augenpartie nicht. Für mich ein richtig gutes Produkt für relativ kleines Geld, das ich gerne verwendet und schon vielen Freundinnen empfohlen habe. Werde ich nachkaufen.

Estée Lauder EE-Cream*  -  der Enlighten Even Effect Skintone Corrector war 2014 ein Weihnachtsgeschenk von Estée Lauder und mauserte sich genauso überraschend, wie er mir damals in die Hände fiel, zu einer meiner liebsten Foundations des Jahres. Die Deckkraft ist eher leicht und die Creme verleiht fahlen Winterteints einen herrlichen Glow, der nicht speckig aussieht. Extra-Pluspunkt: SPF 30! Würde ich definitiv nachkaufen, wenn ich nicht noch so viele andere Baseprodukte zu leeren hätte.


-killed some beauty stuff again-

Donnerstag, 12. November 2015

Hydration // Skin Savers



Dass die Zeit für Feuchtigkeitsbooster wieder gekommen ist, dürfte längst klar sein. Meine derzeitige und immer noch gut funktionierende Foundationroutine habe ich Euch an dieser Stelle gezeigt, heute geht es um die nächtlichen Helferlein, die mir das Auftragen meiner Baseprodukte am Morgen zusätzlich erleichtern. Wenn die Temperaturen klirrend kalt sind und meine Haut dank Heizungsluft und zu viel Lebkuchen so viel Stress hat, dass sie einfach nicht mehr klarkommt, hilft nur noch Linola. Diese Phasen beschränken sich mittlerweile aber glücklicherweise auf sehr wenige Tage im Jahr und sind auszuhalten. Vor zwei Jahren griff ich beim französischen Apothekenshopping mehr durch Zufall zur Cold Cream von Avène. Ein absoluter Glücksgriff, wie sich später heraustellen sollte. Die Creme ist super reichhaltig, nährt trockene Stellen und schützt vor erneuten Rissen. Ich habe sie schon nachgekauft und fühle mich bestens gerüstet, wenn sie während der Wintermonate auf meinem Pflegeschränkchen steht. Einziges Manko: der Geruch ist furchtbar. Erinnert mich an Omaseifen - was ja nicht schlecht sein muss, aber im Gesicht kann ich gut und gerne darauf verzichten. Nichtsdestotrotz, die Inhaltsstoffe bringen meine gereizte Haus in SOS-Situationen schnell wieder in Balance und das ist bekanntlich das einzige, was zählt. Meine neueste Entdeckung ist die Centella Recovery Skin Salve* von Kiehl's. Aloe Vera, Honig und Tigergras, was für seine antibakteriellen und wundheilenden Eigenschaften bekannt ist, sorgen für ordentlich Feuchtigkeit und hinterlassen die Haut prall und genährt. Die Creme ist geruchlos (Merci dafür!) und eher dickflüssig. Die Textur legt sich balsamartig aufs Gesicht und beruhigt herrlich, ich bin wirklich süchtig nach dem Tübchen. Ich frage mich gerade, wieso ich im Netz noch nie über dieses Produkt gestolpert bin - meiner Meinung nach total unterbewertet und ein echter Geheimtipp für alle empfindlichen Häutchen!

-take care of your dry skin and reach for some hydration-

Freitag, 6. November 2015

Tom Ford // Noir Pour Femme


Nicht nur die ultraluxuriöse Beautylinie von Tom Ford genießt einen heiligen Platz in meiner Kommode, auch die Düfte lassen mein Herz immer wieder euphorisch in die Lüfte springen (zum Beispiel Black Orchid oder Mandarino di Amalfi). Es haftet ihnen etwas Mystisches an, die komplexe Duftpyramide gefangen in den edlen Flakons - da kann ich als Parfumliebhaberin einfach nicht anders, als den Kreationen bewundernde Verehrung schenken.

Noir Pour Femme* ist die neuste Lancierung des Meisters, das Flakondesign erinnert stark an den Klassiker Black Orchid und wirkt durch die Kombination von Schwarz und Gold mit der Rillenprägung unheimlich anmutig. Ich würde die Fläschen sogar als Handschmeichler betiteln und streichele sie manchmal im Vorbeigehen. Ein Herbstbegleiter für Fans femininer Parfums, der sich als kuscheliger Freund in den Lieblingsschal setzt. In der Kopfnote erlebe ich einen recht spritzigen Auftakt durch Mandarine, Ingwer und Bitterorange, der mich an einen leichten Weihnachtspunsch erinnert. Durch Jasmin, Rose und Kulfi (ein indisches Eisdessert mit Safran, Kardamom und Nüssen) in der Herznote wird der Duft weich, gourmandig und etwas süß, ohne seine angenehme Blütenfrische zu verlieren. Sandelholz, Amber und Vanille runden Noir Pour Femme in der Basis ab und lassen ihn warm und holzig ausklingen. Ich habe lange überlegt, welche olfaktorischen Vergleiche ich ziehen könnte, welche Wässerchen man in meinem oder den Regalen ausgewählter Dufthäuser als Pendants heranziehen kann. Ich habe nichts gefunden. Zwar bin ich nicht der größte Kenner, was cremige Gourmanddüfte angeht und als solchen würde ich Noir Pour Femme auch nicht unbedingt beschreiben, doch trotzdem haftet ihm etwas Einzigartiges aus dieser Richtung an. Die Süße wird durch weihnachtliche Gewürze und erlesene Hölzer charmant abgebremst, ehe sich die Kreation in eine klebrige Angelegenheit verwandeln könnte. Ich denke an gebrannte Mandeln, echte Bratäpfel und meinen Lieblingspulli, der so wunderbar vertraut riecht. Noir Pour Femme bleibt immer erwachsen und ist ein Duftstatement, das besonders schön im offenen Haar zur Geltung kommt. Ein verschneiter Sonntag vorm Kamin, frisch aufgebrühter Tee und die liebste Seidenbluse zum mittäglichen Kuchengelage mit den Freundinnen, all das ist dieses Parfum für mich. Ein Wohlfühlduft mit Wiedererkennungswert und äußerst hoher Sillage, die sich den ganzen Winter über in den Mantel einhüllt!

P.S.: Die Ohrringe hat Nicole gewonnen, Mail ist auf dem Weg zu Dir.

-such a beautiful scent for the colder days-

Mittwoch, 4. November 2015

Wintertime Foundation Routine


In den letzten Wochen hatte meine Haut furchtbar mit den Wetterschwankungen zu kämpfen und es hat ewig gedauert, bis ich die elenden trockenen Stellen nochmal einigermaßen im Griff hatte (dazu bald mehr). Normalerweise habe ich diese Probleme erst Mitte November/Anfang Dezember und oft ist Linola der einzige Ausweg. Die letzte rettende Instanz wollte ich dann aber doch noch nicht zum Leben erwecken und habe etwas rumprobiert. Mittlerweile habe ich eine tägliche Pflege- und Foundationroutine entwickelt, die zumindest bis zur Fünf-Grad-Marke bestens funktioniert!

Mein Credo: Hydration, Hydration, Hydration! Alles beginnt mit einer guten Basispflege, daher sind ein reichhaltiges und mildes Reinigungsöl, sowie ein feuchtigkeitsspendender Toner nicht mehr aus meinem morgendlichen Prozedere wegzudenken. Dank Swantje kam ich ja in den Genuss, den famosen Glossier Priming Moisturizer zu testen und habe seitdem wirklich täglich zu dieser hübschen Tube gegriffen. Die Creme ist geruchlos, schmiert nicht und hinterlässt meine Haut wunderbar prall und angenehm durchfeuchtet. Kurz nach dem Auftrag nebele ich mein Gesicht immer noch großzügig mit Thermalwasser ein, bevor ich meine erste Tasse Kaffee genieße (worauf man bei trockener Haut übrigens auch verzichten sollte, aber you know - die Macht der Gewohnheit und Genussmensch ist man dann ja doch irgendwie) und die Produkte gut einziehen lasse. Danach wird es tricky, denn obwohl viele meiner Lieblingsfoundations eigentlich feuchtigkeitsspendende Tinted Moisturizers oder BB-Creams sind, so creasen die meisten von ihnen im schuppigen Nasenbereich ziemlich unschön. Was aber einwandfrei funktioniert (deswegen wurde der Pott schon nachgekauft), ist der Extra Tinted Moisturizing Balm (mit SPF 25) von Bobbi Brown. Die reichhaltige Textur fühlt sich so pflegend an, dass man ganz vergisst, dass es sich um ein korrigierendes Teintprodukt handelt. Die Deckkraft ist nicht besonders hoch, aber gerade ausreichend und auf diesen Balm ist tatsächlich immer Verlass! Wenn ich etwas mehr Zeit und Muße aufbringen kann, greife ich zu meiner momentan liebsten Kombo aus der Chanel Le Blanc Base und der neuen Bobbi Brown Intensive Skin Serum Foundation* (sogar mit SPF 40, Chapeau!). Dieses neuartige Produkt verbindet die Vorzüge einer Foundation mit den ultrapflegenden Eigenschaften eines Serums, was es gerade für Trockenhäuter wie mich interessant macht. Durch Litschi, Bambus und Cordycepspilzen (eine Schlauchpilzart, die Feuchtigkeit unheimlich lange und effektiv speichern kann) wird die Haut von Tag zu Tag gestärkt und mit wichtigen Powerstoffen genährt. Die Pipette zur exakten Dosierung finde ich unheimlich praktisch und auch der Farbton Alabaster könnte heller kaum sein - ein Traum für alle Schneewittchen! Damit kann der Winter kommen.

-my daily foundation routine when it comes to gloomy winter days-

Dienstag, 3. November 2015

Blush Love // Chanel Alézane


Im Sommer habe ich fast ausschließlich zu Bronzern gegriffen und meinem Rougerepertoire wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ich liebe es, gebräunte Strandhaut mit dem richtigen Produkt (der RMS Buriti Bronzer ist und bleibt mein Alltimefave) hübsch in Szene zu setzen und oft komme ich mir angemalt vor, wenn ich zusätzlich noch in den korallfarbenen Blushtopf greife. Mit den aufkommenden Wintertagen schwindet natürlich auch der gesunde Sommerteint und wird bei mir durch eine häufig fahl wirkende Blässe ersetzt, der ich dann gerne mit etwas Rouge entgegenwirke. Die Beautylabels lassen sich jedes Jahr traumhafte Musthave-Nuancen einfallen und 2015 geht der Pokal für das genialste Wangenprodukt definitiv an Chanel! Alézane* heißt die Puderrouge-Schönheit und genießt im Netz bereits großzügige Lobeshymnen. Als Teil der aktuellen Les Automnales-Kollektion besticht das Blush durch seine warme Farbgebung, die ich als gelungene Mischung aus Rosenholz und Altrosé mit subtilem Goldeinschlag beschreiben würde. Die Textur ist herrlich zart (es handelt sich tatsächlich um mein erstes Chanel-Rouge) und lässt sich ganz wunderbar verblenden. Momentan greife ich bei meiner morgendlichen Routine nur noch zu diesem Schätzchen und kann allen Blasshäutern nur raten: unbedingt am Counter anschauen! Ein perfekter Kontrast zu frostigen Winterwangen.

-Alezane is the most beautiful shade in this years blush world-