Mittwoch, 29. Juni 2016

Skin Care // Sommerliche Problemhaut




Obwohl mir meine Haut unter normalen Umständen keine Probleme macht, muss ich mich momentan ein wenig mit den Nachwehen meiner Zahn-OP rumquälen. Dank Antibiotika ist Sonne nicht erlaubt, beziehungsweise nur unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen zu genießen und durch die Schwellung im Wangenbereich liegt meine tägliche Pflegeroutine auch so gut wie auf Eis. Narkose, ein nicht zu unterschätzender Medikamentencocktail und die fehlende Aufmerksamkeit hat mein Hautbild verändert - und das leider nicht im positiven Sinne.

Sie fühlt sich dank regelmäßigen Essigwickeln staubtrocken an und vor allem im unteren Gesichtsdrittel plagen mich Unreinheiten und kleine Pickelchen. Was freu ich mich auf eine ausgedehnte Pflegesession! Solange vertraue ich noch auf ein starkes Trio, das aus folgenden Produkten besteht: der IT'S SKIN Power 10 Formula PO Effector* (via See my Skin) ist eine hochwirksame Essenz, die Unreinheiten und Mitessern vorbeugt und Poren verfeinert. Ich gebe morgens und abends zwei bis drei Tropfen auf das gereinigte Gesicht plus Hals und klopfe die wertvollen Drops sanft ein. Die Pickelchen sind schon deutlich geschrumpft, auf die Langzeitwirkung bin ich derzeit noch gespannt. Für die Nachtruhe schwöre ich auf die gute alte Cold Cream Naturel von La Roche Posay, die wüstenähnliche Haut in ein paar Tagen wieder auf Vordermann bringt. Die stark rückfettende Creme kann sogar bei Ekzemen verwendet werden und ist derzeit (leider) genau das, wonach es meine Haut dürstet. Wenn ich das Haus trotz Krankenschein doch mal verlassen muss/will, greife ich immer zu einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Gerade leistet mir die Cellular Swiss Cream mit SPF 50* von La Prairie wieder gute Dienste, denn die Textur lässt sich easy einarbeiten und zieht fix ein. Außerdem ganz wichtig: Thermalwasser! 
Die kühlende Erfrischung ist meine Rettung aus der Flasche und gibt meiner Haut zumindest ein wenig ihrer verlorenen Feuchtigkeit zurück. Die alsbadige Enzympeeling-Maske kann ich trotzdem kaum noch erwarten.

Dienstag, 28. Juni 2016

Green Beauty // Summer Essentials


Dass der Sommer natürlich gerade am Tag meiner OP (alles gut überstanden) voll reinhauen muss, war irgendwie klar. Aber ich will mich nicht beschweren und freue mich stattdessen ob der Tatsache, dass meine sommerlichen (green) Beautyessentials endlich ihre verdiente Daseinsberechtigung abfeiern dürfen! Besonders zwei Produkte haben sich dermaßen katapultartig in mein Herz geschossen, dass sie schon jetzt in den Olymp meiner absoluten Evergreens aufgestiegen sind: da wäre zum einen der Tata Harper Regenerating Cleanser*, der mit sanften Peelingkörnchen und Enzymen schon binnen weniger Tage für ein ultra geklärtes und strahlendes Hautbild sorgt. Ich bin wahrlich süchtig danach, einziger Wermutstropfen ist der Preis. Tata Harper geht in der Beautywelt ja gerade voll durch die Decke und 2015 wurde der Cleanser sogar zum Allure-Liebling gekürt! Und zum anderen kann ich nicht mehr ohne das famose Face Tan Water* von Eco by Sonya leben. Ihr wisst ja, dass ich nicht gerade die größte Sonnenanbeterin der Nation bin, in den heißen Monaten mag ich auf einen gebräunten Teint aber trotzdem nicht verzichten. Bis dato bin ich mit den Produkten von St. Tropez gut gefahren, aber das naturkosmetische Wässerchen hat es mir dann doch noch einen Ticken mehr angetan! Einfach ein paar Tropfen auf ein Wattepad tupfen und sehr penibel jede Stelle im Gesicht damit bestreichen - am nächsten Tag wacht man mit einer herrlichen Urlaubsbräune auf, die so täuschend echt aussieht, dass den Fake bisher noch keiner meiner Mitmenschen bemerkt hat! It's that easy.

Außerdem ganz hoch im Kurs: das neue Creamblush von Kjaer Weis namens Precious, ein wunderbar subtiler Roséton, der jedem Girl steht und in gewohnter KW-Luxusqualität daher kommt. Mein Liebling aus der Ilia SPF-Collection ist der Radiant Beauty Balm* (mit SPF 20), der dank hauchzarter Goldpartikel einen schönen Glow zaubert. Die Textur ist ultraleicht und lässt sich ganz easy mit jeder beliebigen Foundation mixen. Quasi ein allover Highlighter in dezenter Ausführung! Für das sagenumwobene Strahlen sorgt auch die Tata Harper Resurfacing Mask* (übrigens der Favorit vieler Hollywood-Stars), die mit Granatapfel-Enzymen für ein verfeinertes Hautbild sorgt und fahle Teints im Handumdrehen aufpoliert. Und last but not least habe ich mich als Nagellackjunkie (besser spät als nie) in die Fläschen von NCLA verliebt. Der meiner Meinung nach schönste Ton: Tutus & Traffic Violations. Ein nahezu perfektes Dupe zu Essies beliebtem, aber leider limitiertem Urban Jungle, vielleicht mit ein wenig mehr Rosaeinschlag. Perfekt deckend, langanhaltend und crueltyfree, was will man mehr?

Donnerstag, 16. Juni 2016

Curly Head // Mein Besuch bei Meininghaus Friseure


Meine Zeit in München war eine Offenbarung und ich habe mich Hals über Kopf in diese wunderbare Stadt verknallt. Das liegt nicht zuletzt an den zahlreichen Anlaufstellen, die das bayerische Herz einem Beautynerd so bietet. Mitte April durfte ich meine störrischen Haare (Ihr kennt die Story) Tobias Deißenberger, Inhaber und Betreiber von Meininghaus Friseure, anvertrauen. Haartechnisch bin ich ein echter Schisser und nicht gerade das, was man im Fachjargon experimentierfreudig nennen würde. Nichtsdestotrotz (neue Stadt, neues Glück und so) entschied ich mich für ein Balayage-Treatment und bin bis heute happy as hell! Tobi hat es geschafft, meinen eigentlich recht schönen Naturton aufzupeppen und die lockige Hassliebe in softe Beachwaves zu verwandeln - kann ich das bitte genauso jeden Tag haben? Meister Deißenberger überzeugt übrigens nicht nur mit außerordentlichem Fachwissen und einer super sympathischen Art, auch der Musikgeschmack ist nicht von schlechten Eltern, davon kann man sich im Salon ein eigenes Bild machen. Ich habe mir Tobi nach meinem Treatment geschnappt und ihm ein paar spannende Fragen zum Thema Balayage, Olaplex und Coloration gestellt!












1. Lieber Tobi, bei meinem Salonbesuch in der Kohlstraße habe ich schnell bemerkt, dass Du Deinen Job mit Herzblut machst. Wie kam es dazu? Erzähl uns doch kurz etwas über Deinen Werdegang!

Ich entspringe ja einer 100-jährigen Friseurdynastie und somit war mir das Talent buchstäblich in die Finger gelegt. Auch wenn ich das anfangs nicht wahr haben wollte. Als es zur Berufswahl kam, wollte ich auf keinen Fall das machen, was meine Familie "immer" schon macht. Stolz war ich schon irgendwie auf das bisher Erreichte und auch die Gemeinschaft dieser Firmen/Familien-Kombi fand ich cool. Mir war es allerdings zu platt. Ich hätte gerne Mode gemacht, kann und konnte aber nicht zeichnen. 

Jetzt nochmal anders beleuchtet, der Tobi von damals war ein ziemlich verrückter Hund. Ich habe eigentlich schon immer (13) Haare gemacht. Meine Eltern, Opa, Tante und Onkel haben in der Akademie gearbeitet. Meine Oma hat sich um meine beiden Brüder und mich gekümmert. Ich hab mir damals Dreadlocks (mit Oma) gemacht. Meine Kumpels bekamen bunte Spiralen auf den Kopf rasiert oder rote Clowns-Friesen. Wir machten Musik. Punk, Hip Hop, Crossover. Ich hatte in vier Jahren alle crazy Farben auf dem Kopf. Mit 17 war mir dann klar, das ich das, was ich die ganze Zeit schon machte, mein Ding is. Dann lernte ich klassisch bei meiner Familie( die nervte ich ordentlich;)). Nach zwei Jahren dann zu Thomas Kemper wegen einer Affäre mit einer Schülerin der Akademie wurde ich Zuhause rausgeworfen. Nach drei Jahren TK, dann wieder Zuhause erst Meister, dann hab ich der Familie wieder geholfen die Lücke meines mittlerweile verstorbenen Vaters etwas zu schliessen. Im Anschluss dann fünf Jahre Wella-Trainer. Veranstaltungen, Shootings, Fashion Weeks. Dann wollte ich eigene Wege gehn und das mit meiner langjährigen Freundin Andrea Hecker in der Haarfärberei. Nach drei Jahren Melange aus viel freier Arbeit für Wella/Film und klassischem Salonalltag wollte ich wieder mehr mit Kollegen arbeiten und hab mit meinem Bruder (und Rest der Familie) den zweiten Salon in Bamberg eröffnet. Mit Schwerpunkt auf Natürlichkeit. Balayage und Haarschnitten nach dem Haarwuchs (Hfk) ein neues Konzept entwickelt. Das lief sehr gut an und machte sehr viel Spaß. Daraus ist dann der dritte Salon in München entstanden, da ich ja weiterhin neben Bamberg auch in München (Haarfärberei) Kunden bedient habe. Ich habe viel gesehen, viel weitergegeben und daraus einen ziemlich klaren Stil/Geschmack entwickelt. Natürlichkeit als Ziellook!


2. Mein Balayage-Treatment bei Dir war tatsächlich meine erste Farbbehandlung überhaupt. Was gilt es bei Colorationen zu beachten?

Es war mir eine Ehre. Was wir beim Färben beachten:

- verantwortungsvoller Umgang mit den anvertrauten Haaren
- nie dunkler als Naturton, oder, alle 3 Wochen nachfärbe
- helle Ansätze-nogo
- nie überstrapazieren
- wir machen tatsächlich keine Foliensträhnen wegen Haarschädigung und oft zu starken Kontrasten
- die Haarfarbe muss zur Kundin passen
- manchmal braucht man einen längeren Weg, um ein Zielbild zu erreichen. Wir machen Pläne mit unseren    Kunden
- wir machen keine Hellerfärbungen wegen zu schnellem Verblassen der Mattierung
- BERATEN!

Wir erklären, warum wir dies und das empfehlen und davon abraten. Langzeitbeziehungen mit unseren Kunden sind nur mit nachhaltigen Haarfarben möglich.




3. Würdest Du generell eher Balayage und Olaplex empfehlen oder bist Du auch ein Fan der klassischen Coloration?

Generell gefällt mir die Vielschichtigkeit von Balayage/Painting also Freihandtechniken besser. Wenn "silberne Haare" kommen, decken wir diese erst mit einer klassischen Coloration ab und malen im Anschluss. Ansonsten wird freihand gemalt. Olaplex bei strukturschwachem Haar ist top. Bei normalem gut behandeltem Haar aber nicht zwingend nötig. Der Trend geht ja immer mehr zur Natürlichkeit.


4. Gibt es Produkte und Nuancen, die Deiner Meinung nach absolut empfehlenswert sind?

Absolut, Natürlichkeit ist sehr wichtig. Das unterstützen manche Haarfarben mehr manche weniger. Die schönsten und weichsten Ergebnisse bekomme ich mit den kühlen natürlichen Nuancen von Illumina/Wella. Sie sind pflegender und sehr nah an natürlichen Farbreflexen. Bei Haarpflege mag ich die Produkte von Kevin Murphy gerne, da sie ohne Tierversuche, ohne Parabene, Sulfate und ohne wasserfeste Silikone sind und das Haar durch natürliche Öle toll pflegen. 




5. Ich habe viele Freundinnen, die eine Coloration nach der anderen durchziehen. Kann man das bei gesundem Haar machen oder sollte man immer mal wieder eine Regenerationspause einlegen? 

Man kann viel mit Haarfarbe machen, den großen Unterschied hierbei macht tatsächlich der Colorist. Wir arbeiten viel mit haarpflegenden Glossen oder Shadings. Diese Art von Coloration verbessert die Haarstruktur. Die Qualität der Haare hängt von der Qualität des Beraters ab.


6. Hast Du spezielle Pflegetipps, wie Farbverläufe bei Balayage und Ombré besonders lange schön erhalten bleiben? 

Wenn die Verläufe gut gemacht sind, wachsen sie mit. Ein Gloss zwischen den Behandlungstermin frischt den Glanz und die Nuancierung wieder auf und der Style ist nochmal da.


7. Und last but not least – wenn Du Frauen einen Tipp zum Thema Haarpflege geben dürftest, welcher wäre das? 

Nicht zu häufig Haare waschen, lieber mal mit Trockenshampoo zwischendurch überbrücken. Keine unnötigen Silikone, gute Bürsten ohne Noppen. Täglich bürsten. Die richtige Pflege fürs Haar und das regelmäßig. Kuss!


Danke lieber Tobi für den schönsten Haarschnitt/-Style, den ich jemals hatte! Das Allerbeste für Dich und Deine rosige Zukunft, ich komme gerne wieder. Und wer jetzt auch Lust auf einen exklusiven Haarschnitt bei Bayerns talentiertestem und freundlichstem Friseur bekommen hat, der notiert sich bitte folgende Zeilen und macht ganz fix einen Termin aus - you will love it! #hairlovers


Tobias Deißenberger
Meininghaus Friseure
Kohlstraße 2
80469 München
089 20206561
Mo-Sa 10-19 Uhr 

www.meininghaus-muenchen.de 

Mittwoch, 15. Juni 2016

Fashion // Summer Pieces


Auch wenn in weiten Teilen Deutschlands alles andere als Sommer herrscht, mag ich outfittechnisch nicht mehr in der Herbstuniform rumlaufen müssen. Vor einiger Zeit durfte ich mir bei StyleLounge ein paar schöne Teile aussuchen und trage seitdem vor allem meine lange khakifarbene Weste von Asos hoch und runter! Meiner Meinung nach ein tolles zeitloses Stück, das klassische Looks mit Bluse modisch aufwertet. Das blaue Hemdkleid von Zara ist aus reiner Baumwolle und an warmen Tagen (wenn sie denn mal wieder kommen sollten) ein treuer Begleiter. In Griechenland konnte ich immerhin mein Jacquard-Carmenkleid tragen, der Stoff ist super angenehm und der Farbmix genau mein Ding. Schulterfrei liebe ich gerade sowieso, das habe ich Euch auf diesem Instagram-Bild schon gezeigt. Immer dabei sind die nudefarbenen Schnürballerinas von Mint & Berry, Santal Blush von Tom Ford und eine Rayban-Sonnenbrille. In diesem Sinne, happy Summer!
 

Freitag, 3. Juni 2016

Thierry Mugler // Angel Muse


Die Düfte Thierry Muglers - allen voran Alien - sind eine feste olfaktorische Größe und polarisieren nach wie vor. Ich muss ganz ehrlich zugeben: Alien ist mein persönlicher Parfumendgegner und in diesem Leben werden wir uns wohl nicht mehr grün. Trotzdem war ich sehr gespannt, als uns in München Anfang April Angel Muse* vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich um den ersten femininen Gourmandduft mit Vetiver-Note und dass ich letzteren abgöttisch liebe, ist hier ja schon des Öfteren gefallen.

Im intergalaktischen Kometenflakon (ein toller Handschmeichler!) kommt er also daher, Thierrys neueste Kreation. Grapefruit und rote Beeren verleihen der Kopfnote einen spritzigen Auftakt, der ganz und gar nicht schwer wiegt, sondern gerne noch die ein oder andere Minute länger andauern dürfte. In der Herznote kommt dann die sagenumwobene Haselnusscreme zum Einsatz, die auch beim Event einige Damen zum Schwärmen brachte. Wie Nutella riecht das im Gesamteindruck jedoch nicht, eher nussig und sanft. Vetiver und Patchouli geben der Basisnote Wärme und Würze, diese Phase von Angel Muse finde ich am schönsten. Das Grasige der Vetiverwurzel kommt wunderbar raus, ohne zu holzig oder grün zu sein. Eine herrliche Version für alle Fans von schwereren und recht süßen Parfums, die dennoch einen Ticken erwachsener daherkommt. Ideal für lange Partynächte unterm Sommerhimmel!