Dienstag, 20. Juni 2017

Festival Hair // Aveda Dry Shampoo + Conditioner


Als jahrelanger und großer Musikfan fiebere ich im Sommer vor allem einer Sache entgegen: Festivals! Sobald die Freiluftsaison beginnt, steigt auch meine Lust auf ausgelassene Dancesessions wieder, denn stickige Clubabende im Winter sind eher nicht so mein Fall. Von Open-Airs und Festivals kann ich dagegen gar nicht genug bekommen und liebe das unkomplizierte Dreitage-Dasein inklusive Zelt und Campingkocher sehr. Irgendwann in meinem Leben - ich muss wohl so um die 17 gewesen sein - habe ich beschlossen, dass Duschen auf solchen Veranstaltungen eine recht fehl platzierte Institution sind. Seien wir mal ehrlich: Gut gemeint ist die ganze Chose ja, nach nichtmal zehn Stunden gleicht die Anlage aber meist eher einem öffentlichen Schlachtfeld mit Bierpfützen und Schlammeinlage. Ist auch nicht weiter schlimm, man muss diesen Ort ja nicht aufsuchen.

Zum Glück hat die Beautyindustrie im Laufe der Zeit einige schlaue Produkte und Tools entwickelt, die uns die Tage des Ausnahmezustands erleichtern. Ein Dauerbrenner im Kulturbeutel ist das allseits beliebte Trockenshampoo, denn schneller kann man die mitgenommene Haarpracht nun wirklich nicht auffrischen. Weil ich zu trockener Kopfhaut neige, sind mir die meisten Formulierungen zu reizend. Das Aveda Shampure Dry Shampoo* entfernt mit fast 99% natürlichen Inhaltsstoffen sorgfältig Schmutz und Stylingreste, ohne das Haar unnötig zu strapazieren. Und jetzt kommt der Bonus: Aus der Serie gibt es jetzt auch einen Thermal Dry Conditioner*, der die Längen und Spitzen mit Jojoba- und Sonnenblumenkernöl pflegt. Das Spray wird nach dem Trockenshampoo aufgetragen und spendet Feuchtigkeit und einen frischen Duft. Eignet sich auch solo als Feuchtigkeitsspender für zwischendurch und mattiert die Mähne nicht so, wie es viele andere Produkte dieser Gattung tun. Eine clevere Innovation, die mich dieses Jahr bei dem ein oder andere Open-Air begleiten wird!

Montag, 19. Juni 2017

The Base // Aktuelle Lieblingsfoundations


Eigentlich ist es fast ein bisschen kurios, an einem 30°C-Montag über Foundations zu schreiben. Die habe ich heute Morgen getrost ausgespart und stattdessen lieber eine extra Schicht Sonnenschutz aufgetragen. Nichtsdestotrotz haben sich in letzter Zeit ein paar neue Baseprodukte in meine Routine geschlichen, von denen ich sehr begeistert bin. Ein natürliches Finish und hoher Tragekomfort stehen dabei nach wie vor ganz oben auf der Liste. Wenn sich die Textur dann noch easy verblenden lässt, bin ich wunschlos glücklich!


Die super leichte Textur legt sich beinahe schwerelos auf die Haut und versorgt sie den ganzen Tag über mit ordentlich Feuchtigkeit. Da setzt sich nichts in Trockenheitsfältchen ab! Der Teint strahlt über Stunden hinweg ohne nach Speckschwarte auszusehen, SPF20 sorgt zudem für den nötigen Sonnenschutz (obwohl ich wirklich immer mit SPF50 aufrüste). Besonders schön: Die Foundation gibt es auch für richtige Schneewittchen und mit einer ganzen Reihe an diversen Untertönen.

Eigentlich das genaue Pendant, könnte man meinen. Die matte Formulierung sorgt allerdings für lange Haltbarkeit und verwandelt sich direkt nach dem Auftrag zu einem semi-samtigen Finish. Benutze ich besonders gerne für lange Tage, wichtige Termine und Fotoshoots. Die Matissime Velvet Foundation hat übrigens die höchste Deckkraft der hier vorgestellten Produkte.

Zugegeben, was Mineralfoundations anging war ich bis vor einigen Wochen sehr skeptisch. Mit Puderformulierungen assoziiere ich meist eine unschöne Betonung trockener Stellen in Kombination mit einem unangenehmen Spannungsgefühl. Alles Quatsch! Die Version von Bare Minerals macht ihrem Hype wirklich alle Ehre und gleicht den Teint einfach wunderschön aus, ohne auch nur einen Ticken unnatürlich auszusehen. Ich bin ein riesen Fan und kann sie wirklich nur allen Mädels empfehlen. Der unkomplizierteste Kandidat, den es gleich in 20 Nuancen gibt.

Ein nachhaltiges Beautylabel aus Kalifornien, das sich gleich mal Gwyneth Paltrow als Creative Director gekrallt hat? Klingt nach einem sicheren Erfolgsrezept und Juice Beauty erlebt gerade einen regelrechten Internethype. Die Foundation kombiniert Deckkraft mit einem hochwirksamen Anti-Aging-Serum aus Phyto-Pigmenten und pflegt die Haut mit Kokosnussextrakten. Meine Haut saugt die Textur förmlich auf und fühlt sich danach den ganzen Tag über herrlich prall und gepflegt an. Super easy going und ein tolles Alltagsprodukt!

Mittwoch, 14. Juni 2017

Perfume Lover // Summer Cocktail


Obwohl ich es in Sachen Parfum gerne etwas androgyner mag oder mich sogar gleich beiden Männerdüften bediene, gelüstet es mich an warmen Tagen manchmal nach einer etwas fruchtigeren Komposition. Aktuell landen bei mir fast täglich neue olfaktorische Sommerbegleiter und ich kann mich gar nicht so recht entscheiden, welcher denn nun mein persönlicher Favorit werden könnte. Ein spritziges Trio hat sich aber fix auf meiner Kommode vereint und verleiht schwülen Stadttagen seither ein bisschen mehr Vitalität!



Erste Prio: Im Sommer dürfen Parfums für mich gerne mal fruchtig ausfallen, aber bitte nicht süß. Das ist eine schmale Gratwanderung, deren Rechnung in der Realität eher selten aufgeht. Ein subtiler Rhabarber-Akkord kann etwas ganz Wunderbares sein, in der falschen Dosierung aber genauso an die erfrischende Schorle aus der Mittagspause erinnern. Ihr merkt - bei diesem Thema habe ich genaue Vorstellungen. Eine der schönsten Kreationen, die in dieses Beuteschema passen, ist Fleur Musc* von Naricso Rodriguez. Dass ich die cremig-hautnahen Düfte des amerikanischen Modeschöpfers liebe, ist kein Geheimnis. Fleur Musc ist meiner Lieblingsblume, der Pfingstrose gewidmet und vereint sich mit einem Schuss Pfeffer zu einem Blumenbouquet, das einem nicht an jedem Mainstreamregal in die Hände fällt. Weich, floral, spritzig und subtil, I like it!

Etwas splashiger ist das neue Elie Saab Le Parfum* aus der limitierten Ressort-Collection, das alleine durch den geschliffenen Flakon schon wirkt wie ein classy Cocktail. Granatapfel und Mandarine trumpfen in einem spritzigen Kopfnoten-Tango auf und werden im Verlauf von einem Bett aus weißem Jasmin, Orangenblüten und Patschuli aufgefangen. Für mich übrigens die femininste Variante der drei gezeigten Düfte. Wer es einen Tacken dezenter mag, der sollte sich unbedingt das neue Biotherm Eau Relax* ansehen. Ein sinnlicher Mix aus Hölzern und Gewürzen, der mich an eine leichtere und etwas fidelere Version von Jil Sanders Überklassiker Sun erinnert. Denn ein schöner Duft hat doch noch jeden Sommer zur ewigen Erinnerung werden lassen!


Montag, 12. Juni 2017

Skincare // Radiance Booster


Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass uns dieses ewige Glow-Thema in Sachen Beauty nicht mehr loslassen wird. Selten gab es in dieser Branche einen Hype, der sich dermaßen bewährt hat und auch nach Jahren immer wieder für regelmäßige Begeisterungsstürme sorgt. Ist aber auch irgendwie klar, denn wer ist schon nicht für strahlende Haut und ein paar schimmernde Akzente zu haben? Der RMS Living Luminizer ist nach wie vor eines der meist benutzten Produkte in meiner Beautybag und gerade im Sommer finde ich Highlighter in Maßen eingesetzt wirklich herrlich. Und wie so oft im Leben, fängt alles mit einer guten Grundausstattung an. 

Man kann bereits während und mit der Pflegeroutine eine ganze Extraportion Glow einheimsen. Vorausgesetzt man weiß, welche Produkte man verträgt und welche Inhaltsstoffe tatsächlich etwas bewirken. In meinem Fall sind das Fruchtsäuren, darauf schwöre ich schon seit Jahren und habe damit sogar meine Neurodermitis zum Großteil eindämmen können. Mittlerweile habe ich eine Mannschaft an Heroprodukten zusammengetrommelt, die auch in Zeiten von viel Stress und wenig Schlaf für etwas mehr Strahlkraft sorgen. Here you go:


Eines meiner absoluten Evergreen-Produkte. Ich bin einfach so verliebt in dieses Trockenöl und weiß, dass es meine Haut (egal in welchem Zustand) sofort strahlend und gepflegt aussehen lässt. Ganz große Beautyliebe und leider schon wieder aufgebraucht.

Selbstbräuner sind keine einfach Geschichte und nicht selten sieht es eher nach Unfall, als nach Barbados-Aufenthalt aus. Ein Easyrider sind jedoch die Tropfen von Clarins, die ganz unkompliziert je nach Intensitätswunsch in die Pflege gemischt werden. Funktioniert prima und verleiht die richtige Portion Farbe zum Glow!

Seit ich Fruchtsäure für mich entdeckt habe, bin ich kein großer Fan von mechanischen Peelings mehr. Das sanfte Enzympeeling mit Baobab- und Marulaölen ist da aber eine kleine Ausnahme. Es erfrischt herrlich und hinterlässt die Haut super glatt und ready für die nachkommende Pflege.

Das leichte Serum ist eine echte Vitaminbombe und bringt die Haut mit Vitamin B3 und Vitamin C zum Strahlen. Mag ich sehr gerne, weil es sich so federleicht anfühlt.

Ohne eine Extraportion Feuchtigkeit geht bei meiner trockenen Haut leider gar nix! Da kam mir das neue Clinique Produkt gerade recht, denn die Wasser-Gel-Textur soll die Haut mit bis zu 179% mehr Feuchtigkeit versorgen. Trage ich morgens und abends unter der Pflege auf und freue mich jedes Mal über eine schöne und pralle Haut.

Nachdem ich am Wochenende erfahren musste, dass meine jahrelang geliebten Modern Friction Pads von Origins aus dem Sortiment genommen wurden, habe ich mittlerweile immerhin einen adäquaten Ersatz gefunden. Auf die Peeling Pads vom New Yorker Dermatologen Dr. Dennis Gross schwört auch Hollywood und ich muss zugeben: sie machen süchtig! Nichts verleiht in Sekundenschnelle einen schöneren Glow, ich schwöre.


Donnerstag, 8. Juni 2017

A Not So Girly Bed Of Roses


Ich liebe Blumen. Doch die Königin unter ihnen, die klassische Rose ist so gar nicht mein Fall. Schon beim bloßen Gedanken daran, dass es irgendein übermotivierter Herr der Schöpfung mal zu gut meinen könnte und eines Abends mit einem üppigen Strauß roter Rosen vor mir steht, treibt mich in den Wahnsinn. Keine Ahnung woran es genau liegt, aber für mich gehört dieses Gewächs in Omis Garten. Aber eine Ausnahme gibt es dennoch: Pfingstrosen! Das sind paradoxerweise auch gleich meine Lieblingsblumen und jedes Jahr aufs Neue freue ich mir einen Ast ab, wenn ich das Prachtexemplar meiner Mama im heimischen Garten bewundern kann. Vielleicht kommt daher auch meine momentane Roséaffinität? Auf meiner Kommode finden sich nämlich seit ein paar Wochen immer wieder dieselben Konsorten im soften Puderdesign ein. Sind das die Spring Vibes?


Um Waschmittel geht es hier ja eher selten, L'Eaundry hat aber definitiv eine kleine Lobeshymne verdient! Dabei handelt es sich um Wäscheparfum für die Lieblingsklamotten (ok, an dieser Stelle hatten sie mich schon), das so ganz anders riecht als die altbekannten Drogeriekollegen. Mein Fave ist Asian Ginger Flower*, eine herrlich florale Komposition aus Grapefruit, Ingwer, Vetiver und Pfeffer, über die sich jede Seidenbluse freut. Fände ich sogar als Bodyspray ziemlich hervorragend.

Auch im dekorativen Gefilde geht es dieser Tage beinahe romantisch zu. Estée Lauder hat vor Kurzem die neuen Pure Colour Love Lippenstifte gelauncht, deren Mix&Match-Prinzip jedes Lipstickmädchen glücklich machen wird. Ich habe mich ganz arg in Blaise Buff* (ultramatt) verknallt, die unkomplizierte Nuance frischt in Nullkommanichts auf und hält wirklich stundenlang. Mein geliebtes Kjaer Weis Blush in Blossoming* ist nach wie vor ein Evergreen in der Beautybag und macht sich solo oder als easy Begleiter zu kräftigeren Lidschatten super. Neu auf dem Radar ist das viel gehypte 101 Ointment* von Lano Lips. Ein Multipurpose Superbalm, der für so ungefähr alle Kratzer und Problemchen dieser Welt die Lösung in einer Tube liefern soll. Ich mag die dicke und reichhaltige Textur besonders gerne für meine gerade sehr trockene Nagelhaut und auch den ersten kleinen Sonnenbrand auf den Wangen hat der Balm gelindert. Als Fan von praktischen Allroundern darf er also auch nicht mehr so schnell aus dem frühlingshaften Kulturbeutel verschwinden!

Dienstag, 6. Juni 2017

Mermaid at Heart // #LaMerBlueHeart


Vergangenen Dienstag war ich zum La Mer-Breakfast in der Wagner's Juicery eingeladen (übrigens eine Top-Adresse, wenn man in München lecker und gesund frühstücken oder generell essen möchte). Der Grund: Der La Mer Blue Heart Oceans Fund! Und ganz ehrlich, was liegt für mich als waschechtes Oceangirl denn näher, als dieser Einladung liebend gerne zu folgen? Es ist schließlich kein Geheimnis mehr, dass unsere Weltmeere zunehmend Opfer unserer Umweltverschmutzung werden und ihre Schönheit unter diesen Umständen nicht mehr allzu lange gewährt werden kann. Wer Interesse an dieser ernsthaften und sehr wichtigen Thematik hat, dem empfehle ich neben Greenpeace als Klassiker, auch die Website von Deep Wave.


Irgendwann in meinem Leben möchte ich auf jeden Fall am Meer wohnen, das war und ist schon immer mein großer Traum. Nichts macht mich so glücklich wie das Rauschen der Wellen, die endlose Weite und die traumhafte Ruhe, die so ein Ozean ausstrahlt. Solange aber Bayern noch meine Wahlheimat ist, begnüge ich mich mit den Bergseen im Umland, die teilweise auch ein bisschen Karibikflair ausstrahlen. Man muss im Falle Eibsee (siehe oben) nur großzügig über das Zugspitzen-Panorama hinwegsehen, ansonsten könnte es sich hier aber auch um Sardinien oder Formentera handeln. Beim Anblick einer so gewaltigen Natur, wird mir die Präsenz und Wichtigkeit solcher Aktionen, wie sie sie La Mer ins Leben gerufen hat, immer gleich viel klarer. Die Mission des #LaMerBlueHeart Ocean Funds ist deutlich: Meereslebensraum schützen, Schutzgebiete ausweiten und zielorientierte Projekte unterstützen. 2017 gibt es in New York City daher einen Kunstlauf und eine anschließende Auktion mit dem weltbekannten Auktionshaus Sotheby's. Zusammen mit Project 0 hat La Mer einige der weltweit einflussreichsten Künstler angehäuert, die im Rahmen dieses Projektes ihre Wohltätigkeitskunstwerke versteigern und die Erlöse zu Gunsten der Meere spenden.


 Lack / Intensae #2  -  Ringe / Kranz & Ziegler, Zabel via Ahjort

Und weil mich passend zum Sommeranfang automatisch die Pastellust gepackt hat, trage ich #2 aus der neuen Intensae-Summercollection (eines meiner liebsten Lacklabels, you know). Everything is better at the seaside und das muss ich als Beautyblogger auch ein bisschen durch meinen Look verkörpern, oder?

Die limitierte Blue Heart Crème de La Mer* ist ab jetzt für 425€/100ml erhältlich.

Donnerstag, 1. Juni 2017

A New Scented Era // Zarkoperfume Parfum Serum


Ihr wisst ja: Parfums und ich, das ist eine Leidenschaft fürs Leben. Niemals könnte ich mir auch nur annähernd vorstellen, all der fancy Neulancierungen und olfaktorischen Kreationen jemals überdrüssig zu werden. Dafür liebe ich die Materie einfach zu sehr und mittlerweile haben diverse  Fachliteraturtitel auch schon eine ganze Regalseite für sich eingenommen. Für viele Frauen mag Parfum nur eine durchsichtige Flüssigkeit in kunstvollen Glasflakons sein; mit dem bescheidenen Ziel, irgendwann im Beautyleben einen Signaturscent zu werden. Irgendwie finde ich diese Vorstellung auch übertrieben cool, wenn Klamotten, Räume oder eben die Person selbst von diesem einen, ganz bestimmten Duft umweht werden und Dich jeder, in alter Grenouille-Manier am Geruch erkennt. Aber nur in der Theorie und für meine Umwelt geltend, denn ich könnte und wollte mich niemals auf bloß ein einziges Parfum festlegen! Dass dieses Hobby durchaus eine geldintensive Sache ist, ist mir leider bewusst. Wie gut, dass die Beautyindustrie niemals um bahnbrechende Innovationen verlegen ist und dann und wann wirkliche Kracher raushaut - wie zum Beispiel die Parfum Seren* der dänischen Kult-Nischenbrand Zarkoperfume, die - gelinde ausgedrückt - von Sekunde Eins an süchtig machen.


Was genau ist denn jetzt eigentlich ein Parfum-Serum? Zarko Ahlmann Pavlov, das Genie hinter der Hypebrand, hat für seine Serum de Parfum-Linie Elemente aus traditioneller Duftkunst und moderner Molekulartechnik kombiniert. Die Seren wurden im Gegensatz zu den klassischen Parfums in Holzfässern mit einer ausgebrannten Innenseite gelagert, was der Basisnote einen tieferen und holzigen Ausklang verleiht. Moleküldüfte sind spätestens seit Escentric Molecules eine heiß diskutierte und geschätzte Thematik, denn sie entwickeln sich dank der unterschiedlichen Hormonzusammensetzung, die durch die Haut ausgedünstet wird, bei jedem Menschen ganz individuell. Sie haben häufig etwas Animalisches, was durch synthetisch hergestellte Riechstoffe wie Iso-E-Super verursacht wird und sind echte Unisex-Allrounder. Wer schon mal ein solches Molekülparfum verwendet hat, wird wissen, dass diese Kreationen auch einen sehr anziehenden Reiz auf die Umgebung ausüben. Komplimente und interessierte Nachfragen sind Euch da definitiv sicher!

Aber zurück zu Zarkoperfume. Die Serum-Linie besteht aus insgesamt drei verschiedenen Seren, die auf die fancy Namen Buddha-Wood, Oud-Couture und Supercharged-Molécule hören. Sie können entweder alleine oder in Kombination mit wirklich jedem Lieblingsparfum dieser Welt gemixt werden, was eine schier unendliche Vielfalt an Variationen ergibt und olfaktorischer Langeweile endgültig den Garaus macht. Ich habe Euch weiter unten jeweils eine Minireview geschrieben, damit die Auswahl vielleicht ein bisschen leichter fällt.


Supercharged Molécule -  warum nicht gleich mal mit dem spannendsten Fläschen anfangen? Bei dieser Kreation wurde das klassische Zarkomolekül 234.38 sechs Wochen in einem Holzfass gelagert, um ihm noch mehr seiner androgynen Stärke zu verleihen. Der Auftrag mit der Pipette ermöglicht eine Duftkonzentration von über vierzig Prozent. Das Serum selbst ist ein Hautschmeichler vor dem Herrn und riecht einfach gnadenlos sexy - ein furchtbares Wort, aber ich wüsste hierfür wirklich keine bessere Beschreibung. Subtil, holzig, etwas unnahbar und eigenartig. Man wird beim Tragen und Riechen automatisch gezwungen, sich mit diesem kleinen Meisterwerk auseinanderzusetzen und das macht Supercharged Molécule so spannend. 
Es besteht übrigens nur aus Iso-E-Super und enthält keinerlei weitere Akkorde. Dauerbrenner- und Fave-Alert!

Buddha-Wood -  könnte ein Duft das Gefühl eines besten Freundes auslösen, ich schwöre Euch, es wäre dieser hier. Eine so wunderbar ausgewogene Symbiose aus eigentlich eher schweren Inhaltsstoffen wie Kaschmir- und Sandelholz, Moschus und diversen anderen Holznoten habe ich bis dato nicht gerochen. Subtil, absolut anschmiegsam und so herrlich positiv! Buddha-Wood ist so wohlig wie die Lieblingskuscheldecke und ergibt in Kombination mit Grenadille d'Afrique (genial!) von Aedes De Venustas einen dermaßen hammermäßigen Mix, dass ich immer noch ein bisschen baff bin von so viel olfakorischer Schönheit. Muss man erlebt haben.

Oud-Couture  -  aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Oud-Couture weist in der Linie die komplexeste Duftpyramide auf und besteht in der Kopfnote aus einem zitrisch-erfrischenden Mix aus Orangenblüten, Mandarine und Bergamotte. In der Herznote kommen dank Pfeffer und Kardamom würzige Nuancen hinzu, die sich in der Basis auf einem Bett aus Oud, Sandelholz und Vetiver ausruhen. Meiner Meinung nach das intensivste Serum, das gerade bei Männern (für Männer) auf sehr große Beliebtheit stößt. Wem herkömmliche Oud-Parfums oft zu schwülstig waren, der dürfte hier gut beraten sein. Edles Holz trifft auf eine erdige Aura, die durchweg angenehm und tragbar ist. Natürlich auch perfekt für alle not so girly Mädels geeignet.


Alle Parfumseren von Zarkoperfume sind online exklusiv über Aus Liebe zum Duft erhältlich.